Donnerstag, 4. November 2021, 18:30–20:00 Prof. Dr. Axel Klein und Lars Nicolaysen im Gespräch: „Japan nach den Unterhauswahlen“

Japans Stimmberechtigte sind am 31.10.2021 aufgerufen, über die Besetzung des Unterhauses abzustimmen und damit indirekt auch die nächste Regierung des Landes zu wählen. Die LDP geht mit ihrem neuen Vorsitzenden Kishida und dem bewährten Koalitionspartner Kōmeitō in den Wahlkampf, ein Teil der Opposition stellt sich koordiniert dagegen. Wie erfolgreich war dieser gemeinsame Kampf gegen die dominante LDP? Welche Rolle spielte das Pandemie-Management der Regierungen Abe und Suga bei der Wahlentscheidung der Menschen? Wie viele machten überhaupt von ihrem Stimmrecht Gebrauch und wenn nicht, warum nicht? Wie erfolgreich waren welche Wahlkampfstrategien und welche Auffälligkeiten gab es? Welche Schwerpunkte wird die neue Regierung setzen und wie das Verhältnis zu den Staaten in Ostasien und im indo-pazifischen Raum gestalten?

Lars Nicolaysen und Axel Klein werden die noch frischen Wahlergebnisse samt ihrer Ursachen und Konsequenzen besprechen und mit dem Publikum diskutieren.
Fragen an die beiden Sprecher können bereits im Vorfeld per Mail an das Büro geschickt werden.

Axel Klein ist Politikwissenschaftler und Professor für Moderne Ostasienwissenschaften sowie Japanische Politik an der Universität Duisburg-Essen. Nach seiner Habilitation an der Universität Bonn (2005) war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Japanstudien Tokyo (2007-2011), bevor er seine jetzige Position übernahm. Seine Forschungsschwerpunkte sind das japanische Parteien- und Wahlsystem, Regierungskoalitionen, die politischen Aktivitäten organisierter Religionen sowie Populismus. 2008 veröffentlichte er den Dokumentarfilm „Pictures at an Election“, der seit diesem Jahr auch auf Youtube zu sehen ist.

Lars Nicolaysen begann seine journalistische Karriere als Reporter bei mehreren deutschen Lokalzeitungen, studierte Japanisch an der Universität Hamburg, bevor er 1994 Büroleiter der deutschen Finanznachrichtenagentur vwd in Tokyo wurde. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland holte ihn die Deutsche Presse-Agentur dpa zunächst als Redakteur in die Europaredaktion nach Hamburg. Nach vorbereitenden Einsätzen unter anderem in Washington D.C. leitet er seit 1997 das Korrespondentenbüro der Deutschen Presse-Agentur dpa in Tokyo.

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