Mittwoch, 20. April 2022, 18:30-20:00 UhrDeutschland und der Indo-Pazifik: sicherheitspolitische Aspekte. Lars Nicolaysen im Gespräch mit Verteidigungsattaché Karsten Kiesewetter und dem Gesandten der Deutschen Botschaft, Dr. Klaus Vietze

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine arbeitet die Regierung in Berlin an einem neuen Sicherheitskonzept für Deutschland. Es geht gemeinsam mit unseren Partnern in EU und NATO unter anderem um eine Stärkung der Nato-Ostflanke und der Wehrhaftigkeit im Bündnis.

Doch Deutschland will sein sicherheitspolitisches Engagement auch in Asien verstärken und sich dazu vor allem mit Japan enger abstimmen. Zum ersten Mal seit rund 20 Jahren kam im vergangenen Jahr wieder eine Fregatte der Bundeswehr nach Japan und durchkreuzte den Indo-Pazifik. Dieses Jahr ist zudem ein Besuch der Luftwaffe geplant. Welche Rolle will Deutschland in Asien gerade auch mit Blick auf China künftig spielen? Wie kann Deutschland zur Sicherheit in der indisch-pazifischen Region konkret beitragen?

Über diese und weitere Fragen werden der Medienbeauftragte der OAG, Lars Nicolaysen, mit dem Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft, Oberst Karsten Kiesewetter, und dem Gesandten der Deutschen Botschaft, Dr. Klaus Vietze, gemeinsam mit dem Publikum diskutieren.

Karsten Kiesewetter:
Nach dem Eintritt in die Bundeswehr studierte er 1985-88 Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München. 1993/94 nahm er an dem ersten größeren Einsatz der Bundeswehr (UNOSOM II) in Somalia teil. Er absolvierte den Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg sowie den französischen Generalstabslehrgang 1999-2001 an der École Militaire in Paris. Nach verschiedenen Verwendungen im Verteidigungsministerium wurde er Bataillonskommandeur in Füssen, war zweimal im Kosovo, KFOR, im Einsatz und wurde später im EU-Militärstab in Brüssel und im Eurokorps in Straßburg verwendet. Bevor er 2018 nach Japan kam, war er sieben Monate in Kabul als Berater im AFG-Generalstab tätig. Seit 2019 ist er Verteidigungsattaché an der Botschaft in Tokyo.

Lars Nicolaysen begann seine journalistische Karriere im Anschluss an eine zweijährige Dienstzeit bei der Bundeswehr als Reporter bei mehreren deutschen Lokalzeitungen, studierte Japanisch an der Universität Hamburg, bevor er 1994 Büroleiter der deutschen Finanznachrichtenagentur vwd in Tokyo wurde. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland holte ihn die Deutsche Presse-Agentur dpa zunächst als Redakteur in die Europaredaktion nach Hamburg. Nach vorbereitenden Einsätzen unter anderem in Washington D.C. leitet er seit 1997 das Korrespondentenbüro der Deutschen Presse-Agentur dpa in Tokyo.

Dr. Klaus Vietze: Studium der Regionalwissenschaften Japan mit dem Schwerpunkt Wirtschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der Harvard-Universität 1992 Eintritt in den Auswärtigen Dienst. Anschließend Tätigkeit u.a. als Referent für ASEAN, als Konsul in Kobe und in Osaka, als Referent für nukleare Abrüstung bei der deutschen VN-Vertretung in Wien, von 2004 bis 2008 Leiter des Pressereferats der Botschaft Tokyo. Von 2008 bis 2014 Schwerpunkt China, zunächst als stv. Referatsleiter in Berlin, dann als Leiter der politischen Abteilung der Botschaft Peking. Von 2104-18 Referatsleiter Asien/Afrika im Bundespräsidialamt, u.a. betraut mit der Vorbereitung und Durchführung von Staatsbesuchen China, Japan und Korea. Im Sommer 2018 Rückkehr als Gesandter an die Botschaft Tokyo.

Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Sollte die Zahl der Anmeldungen die Zahl der Sitze überschreiten, werden OAG-Mitglieder bevorzugt.