OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

13. Juni 2022 - 19. Juni 2022
Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
カミノチカラ Kami no chi-ka-ra. Iwami Kagura-Masken von Kobayashi Taizō

Für die Herstellung der wegen ihrer teilweise tiefen Einfurchungen sehr ausdrucksstarken Masken werden zunächst konvexe Körper aus Iwami-Ton moduliert, die dann nach dem Trocknen mit vielen Schichten von Japanpapier aus der Region Sekishū beklebt werden. Anschließend wird der Tonmodel mit einem Hammer herausgehauen. Diese Methode nennt sich dakkatsuhō. Die so erhaltene sehr leichte, aber außerordentlich stabile Papiermaske wird dann mit einem Gemisch aus weißem Muschelkalk überzogen und schließlich mit verschiedenen Farben bemalt und unter Umständen mit Hörnern und Haaren versehen.

Maskenherstellung
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Auswahl einiger Masken

Die Vielfalt der Masken ist groß und reicht von solchen für Gottheiten, Prinzessinnen und Glücksgötter über männliche und weibliche Dämonen bis zu Schlangenköpfen. Der Ausdruck der Masken variiert nicht nur nach Zeitepoche und Hersteller, sondern auch je nach Tänzer oder Tänzerin.
(Siehe auch die Erklärungen zu den Masken im Impressum der Juni-Ausgabe der OAG-Notizen 2022)

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Herr Taizō Kobayashi (*1980), der zu den wenigen noch aktiven Masken-Herstellern in der Region Iwami gehört, begann schon mit elf Jahren nach dem Erwerb einer Maske mit der Herstellung dieser men unter Anleitung eines professionellen Masken-Herstellers. Nach dem Studium der Volkskunde an der Kyoto University of Art and Design und einer kurzen Zwischenstation als Angestellter an seiner Alma Mater machte er sich 2008 selbständig und stellt seitdem nicht nur die unterschiedlichsten Masken her, sondern repariert und restauriert auch alte Masken. In seiner Freizeit selbst als Iwami kagura-Tänzer aktiv, reizt ihn an seinem Beruf auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Tanz- und Trommelgruppen und darstellenden Künstlern. Mit Hilfe von dakkatsuhō stellt er außerdem größere, teilweise monumentale Reliefs her, die z.T. die reichen Legenden und Mythen seiner Heimat zum Thema haben.

Mehr über den Künstler und seine Masken auf seiner persönlichen Webseite

Wann? Montag, den 13. bis Sonntag, den 19. März 2022, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr, am Sonntag bis 17.00 Uhr
Wo? Foyer des OAG-Hauses
Wieviel? Eintritt frei
Die Ausstellungseröffnung fällt zusammen mit dem geselligen Beisammensein im Anschluss an den Festvortrag anlässlich der Jubiläumsfeier.

Bitte beachten Sie auch den Workshop mit Herrn Kobayashi am 18. Juni