OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Montag, 3. Juni 2019, 10:00 - Sonntag, 9. Juni 2019, 17:00 UhrAusstellung von Haruo Nanbu

Nach seiner ersten Ausstellung 2015 in der OAG stellt der Holzschnitzer und Holzskulpturen-Meister Haruo Nanbu diesmal drei seiner neuesten Skulpturen aus und fügt sie in eine Installation aus Mōsō-Bambusstangen (Mōsōchiku oder Mōsōdake) ein. Seit alters her findet Bambus in Japan nicht nur im Alltag Verwendung, sondern markiert bei buddhistischen und shintoistischen Zeremonien den Bereich zwischen dieser und jener Welt (kekkai).

Nanbu fühlt sich dem Holzschnitzer Ernst Barlach und seinen expressionistischen Skulpturen, die oft das menschliche Leid darstellen, sehr verbunden. So möchte er mit seinen Skulpturen die seelische Bedrängnis, in der Menschen in Japan heute leben, ihre Trauer, aber auch Gefühle wie Hass zum Ausdruck bringen. Seine Kunstwerke lenken den Blick auf diejenigen, die aus verschiedenen Gründen in dieser Gesellschaft nicht „mitkommen“ oder die irgendeiner Art von diskriminierten Minderheiten angehören.
Diese Ausstellung ist nicht statisch, sondern bis zur Eröffnungsfeier am Mittwochabend in stetem Fluss, denn der Künstler wird den Bambus erst nach und nach hinzufügen und dadurch ein neues Raumgefühl der Reinheit und einer neuen, anderen Dimension schaffen.

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Aus dem Atelier des Künstlers

Haruo Nanbu, *1958 in der Präfektur Toyama, stammt aus einer Holzschnitzer-Familie, in der sog. ranma (geschnitze und und luftdurchlässige Schmuckpanele, die in traditionellen japanischen Häusern zwischen dem oberen Türbalken und der Decke angebracht sind), Schnitzereien für Tempel, aber auch Inneneinrichtungen für Privathäuser hergestellt wurden.

Geöffnet: Montag, den 3. Juni bis Sonntag, den 9. Juni 2019, täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr, am Sonntag bis 17.00 Uhr.

Die Ausstellungseröffnung findet am Mittwoch, den 5. Juni nach dem Bhutan-Vortrag bei einem kleinen Umtrunk im Foyer statt.