Vorträge
Mittwoch, 9. März 2005, 18:30–20:00 György Széll: „Deutschland in Europa und Japan“
Die intensiven und privilegierten Beziehungen zwischen Deutschland und Japan in der Vergangenheit – im Guten wie im Schlechten – werden durch neue Dynamiken seit einigen Jahren in Frage und auf die Probe gestellt. Einerseits hat der Europäische Einigungsprozess tiefgehende Auswirkungen nicht nur auf die ökonomischen, sondern zunehmend auch politischen, sozialen und kulturellen Strukturen aller Mitgliedsstaaten. Auf der anderen Seite verändert sich auch die Landschaft in Ostasien insbesondere durch die Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung in der VR China zusehends. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan – besonders für die junge Generation. Von daher müssen diese Beziehungen neu konzipiert werden. Der Vortrag wird dazu einige Perspektiven entwickeln.
György Széll, geb. 1941 in Budapest, ist seit 1973 Professor für Soziologie bzw. Berufs- und Praxisfeldforschung. Seit 2004 ist er gleichzeitig Professor am Institut für Wirtschaftsforschung und des EU-Instituts in Japan an der Hitotsubashi Universität, Tokyo. Er erwarb den Abschluß Diplom-Soziologe 1965 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als der erste DAAD-Stipendiat in Algerien (1965-66) promovierte er 1967 über Algerien zum Dr.sc.pol. Im Rahmen des DAAD-Hochschullehreraustausches war er Gastprofessor an 30 Hochschulen in allen Kontinenten. Seit 2000 ist er Mitglied des DAAD-Auswahlausschusses Japan/Korea bzw. ab 2004 Übersee sowie Mitglied des Kuratoriums der Hans Böckler Stiftung.
Seine Forschungsschwerpunkte sind: Arbeitsbeziehungen, International Vergleichende Sozialwissenschaften, Umweltmanagement sowie Regionalentwicklung.










