Mittwoch, 23. März 2005, 18:30–20:00 Christlieb Jobst: Das Freiluft-Feuerritual Saitō Goma in Gunma

Goma ist eine schon aus der Rg-veda bekannte brahmanische Zeremonie, die in allen Ländern des indischen Kulturkreises heute noch in vielen Abwandlungen praktiziert wird. Nach Japan wurde diese beeindruckende Zeremonie im Jahre 806 von Kōbō Daishi (Kūkai, 774-835) gebracht und ist seither eine der wichtigsten Zeremonien der durch ihn begründeten Shingon-Schule des esoterischen Buddhismus.

Während dieser Zeremonie wird der sogenannte kyōryōrinjin (wörtlich „Lehrbefehlsradkörper“) des Buddha Mahavairocana, der in allem Sein sich spiegelt, in der Gestalt des „Unbewegten Königs des Weisheitslichtes“ (Fudō Myōō) in das heilige Feuer herabgebeten. Die Zeremonie gibt es in zweierlei Form: vormittags als ein feierliches Ritual in der Tempelhalle, nachmittags als Freiluft-Feuerritual, wobei die Teilnehmer im Anschluß an die Zeremonie über die verlöschenden, aber noch ein wenig glühenden Kohlen laufen können.

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Feuerritual Saitō Goma in Gunma