Mittwoch, 19. Oktober 2005, 19:30–21:00 Gerhard Schepers: „Strukturreform an Japans Universitäten – Teil I“

Reformen allenthalben, nicht nur bei der Post, sondern auch an den Universitäten gehören Reformen und insbesondere Strukturreformen längst zum Alltag von Universitätsangehörigen – nicht nur in Japan, sondern auch in Deutschland. Eine besonders radikale Reform erlebte (oder erlitt?) die ehemalige Tokyo Toritsu Daigaku (Präfekturuniversität Tokyo), die nun Shuto Daigaku Tokyo (Hauptstadt-Universität) heißt, und im Wirkungsbereich des Gouverneurs Ishihara Shintarō liegt.

Unter anderem wurde die traditionsreiche germanistische Abteilung aufgelöst. Von daher liegt es nahe, daß wir unsere kleine Reihe, die sich mit den Strukturreformen an Japans Universitäten beschäftigen soll, mit diesem besonders radikalen Beispiel beginnen wollen.

Zwei Betroffene aus der germanistischen Abteilung, die sich aktiv mit der Umstrukturierung ihrer Universität auseinandergesetzt haben, werden davon berichten: Dr. Hatsumi Motoi, Germanist und Vorstandsmitglied der JGG (Japanische Germanisten), der sich vor allem mit der Literatur und Philosophie der Moderne beschäftigt hat, und der Germanist und Linguist Prof. Hosaka Yasuito, der in den Gremien der Universität und auch im Internet eine große Anzahl von Diskussionen zu dem Thema geführt hat.

Aber auch an den privaten Universitäten wird kräftig reformiert.

Prof. Dr. Gerhard Schepers, Germanist und Vorsitzender der OAG, der als langjähriger Dekan und Vizepräsident der ICU die Reformdiskussion aus eigener Anschauung sehr genau kennt, wird ebenfalls von seinen eigenen Erfahrung berichten.