Mittwoch, 18. Januar 2006, 18:30–20:00 Gesprächskreis: Dia-Vortrag: „Bhutan und Buddhismus“

Im Rahmen unseres Gesprächskreises wird uns diesmal Frau Dr. Marlies Thiedemann mit Hilfe einer Diashow Einblicke in das von ihr bereiste, schwer zugängliche kleine Königreich Bhutan geben. Zu unserer großen Freude ist es möglich, daß die Ausführungen über dieses so außergewöhnliche Land fachgerecht durch einen Kurzvortrag von Rev. Tulku Tenzin Gyurmey in englischer Sprache über den tibetischen Buddhismus und weiterführende Erklärungen zu dem Gezeigten ergänzt werden. Bei der Diskussion mit Rev. Tulku Tenzin Gyurmey wird C.Y. Jobst, der Bhutan vor 28 Jahren selbst bereist hat, Hilfestellung leisten.

Bhutan – in der Sprache seiner Einwohner Druk Yul, „Reich der Drachen“, für manche Reisenden „Shangri-La“, das verloren geglaubte Paradies. In dem kleinen Königreich am Südhang des Himalaya zwischen China und Indien hat sich der Mahayana-Buddhismus tibetischer Prägung erhalten können, stets in Verbindung mit der alten Bon-Religion.

Bhutan
Die Bilder zeigen Tempel und Dzongs (Klosterburgen), die weltlichen und geistlichen Zentren, vor einer grandiosen Bergkulisse, geschickte Bogenschützen, tanzende Mönche in farbenprächtigen Kostümen…

Die Vortragenden:

Dr. Marlies Thiedemann, Dipl-Biologin; OAG-Mitglied, verheiratet mit einem Diplomaten; bisherige Auslandsaufenthalte: 1991-93 Bangladesh, 1996-99 Ägypten, seit 2003 Japan; dabei ausgedehnte Reisen in den Gast- und deren Nachbarländern.

Tulku (= inkarnierter Lama) Tenzin Gyurmey, 1980 in Tawang geboren. Tawang, im indischen Staat Arunachal Pradesh an der nordöstlichen indischen Grenze von Bhutan gelegen, beherbergt das größte und schönste tibetische Kloster auf indischem Boden, das im 17. Jh. gegründete Galden Namgyal Lhatse, das Raum für ca. 700 Mönche bietet. Tulku Tenzin Gyurmey ist durch seine Geburt dazu ausersehen, später die Leitung dieser mächtigen Anlage zu übernehmen. Gegenwärtig lebt er zu seiner Geshe, d.h. Ausbildung als tibetischer Doktorand im Verband der tibetischen Klosteruniversität Sera Je bei Mysore in Südindien. Er ist dort schon mit verschiedenen Aufgaben in der Leitung betraut, u. a. auch mit der Leitung eines kleinen Waisenhauses, das von C.Y. Jobst finanziert wurde.