Mittwoch, 18. November 2026, 18:30–20:00 Sabrina Wägerle: „Bäume – Kōda Ayas poetische Essays“

Die japanische Schrifststellerin Kōda Aya (1904–1990) gehört zu den renommiertesten weiblichen literarischen Stimmen vor allem der Nachkriegszeit. Sie steht in einer familiären Linie von berühmten Schriftstellerinnen und Schriftstellern: Ihr Vater ist Kōda Rohan (1867–1947), Noma-Preisträger 1943, ihre Tochter Aoki Tama (*1929) und Enkelin Aoki Nao (*1963) sind ebenfalls bekannte Essayistinnen und Schriftstellerinnen.

Kōda Aya
Kōda Aya

In ihrem Werk „Ki“, einer Mischung aus Naturbeschreibung, Essay, Reisebericht und Memoir, reflektiert Aya über die Rolle, die Bäume und Pflanzen in unserem Leben spielen.
Das Werk wurde auch deshalb „wiederentdeckt“, weil es in dem Film „Perfect Days“ von Wim Wenders (2023) eine gewisse Rolle spielt – Herr Hirayama, der Hauptdarsteller, kauft Kōda Ayas Essaysammlung „Ki“ und liest oft darin.

Die Übersetzerin Sabrina Wägerle wird über Ayas Werk „Bäume“ sprechen, Passagen daraus vorlesen und uns einen Einblick in ihre „Übersetzerwerkstatt“ geben.

Bäume von Kōda Aya
Bäume von Kōda Aya

Sabrina Wägerle (*1987) hat japanische Literatur und Geistesgeschichte in Frankfurt am Main und Kyoto studiert und 2016 ein deutsch-japanisches Doppelmasterstudium der Universitäten Tsukuba und Bonn abgeschlossen. Aus dem Japanischen übersetzt sie u. a. Dazai Osamu und Nosaka Akiyuki. 2025 wurde sie für die Übersetzung von Kōda Ayas literarisch-philosophischem Essayband „Bäume“ vom Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. 2026 ist sie Translator in Residence am „Waseda International House of Literature/The Haruki-Murakami Library“ Tokyo. Sie lebt in Berlin.