Mittwoch, 14. Oktober 2026, 18:30–20:00 Künstlergespräch mit Kathrin Linkersdorff und Yuki Madoka

Anlässlich der Ausstellung „Anthesis“ von Kathrin Linkersdorff findet ein öffentliches Gespräch zwischen der Künstlerin Kathrin Linkersdorff und Yūki Madoka, Associate Professorin der Kyūshū Universität, statt. Linkersdorffs Arbeit „Fairies VII/ 1“ (2023) wurde für das Cover des von Yūki im Jahr 2026 mitherausgegebenen Buches Yomigaeru banitasu [Die wiederauferstandene Vanitas] (Iwanami Publishing) verwendet. Der Band fasst die Ergebnisse eines gemeinsamen deutsch-japanischen Forschungsprojekts zusammen und präsentiert Linkersdorffs Arbeit, die ausgehend vom Konzept von „Wabi-Sabi“ an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft entstanden ist, als ein Sinnbild für die Begegnung und Überschneidung japanischer und deutscher Bildvorstellungen.

Kathrin Linkersdorff (geb. 1966) studierte Architektur und erhielt anschließend ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für einen zweijährigen Aufenthalt in Tokyo. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Architektin, verfolgte aber auch ihre künstlerischen Interessen mit Fotografie und Sumi-e, der traditionellen Tuschemalerei, die sie in Japan kennengelernt hatte. 2006 begann sie ein Studium der Fotografie in Berlin. Seit 2012 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. 2023 bis 2025 war sie Artist in Residence am Institut für Biologie/Mikrobiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Herbst 2026 ist sie Teil des Forschungsprojekts „Museums, Nature, and Art: The Reorganization of Knowledge and Its Visualization“ an der Kyūshū Universität in Fukuoka, Japan.

Madoka Yuki ist Associate Professorin an der School of Design der Kyushu Universität, wo sie ein internationales Graduiertenprogramm für kuratorische Praxis leitet. Sie ist Projektleiterin des Forschungsprojekts „Museums, Nature, and Art: The Reorganization of Knowledge and Its Visualization“ und Mitherausgeberin der Publikation Yomigaeru banitasu — to mukiau gendai bijutsu [Die wiederauferstandene Vanitas – Zeitgenössische Kunst im Angesicht der Vergänglichkeit] (2026). Sie hat zahlreiche Publikationen zu kultureller Übersetzung und Fotografie veröffentlicht, darunter Ich-Fotografie (2013), „Japanische Fotografie in Deutschland“ (2017) und „Vanitas and Ikebana: Transience of Flowers and Photography“ (2023).

Ausstellungsmacher und Moderator: Stefan Speidel

Die Ausstellung von Kathrin Linkersdorff ist vom 12. bis 18. Oktober im Foyer des OAG-Hauses zu sehen. Eintritt frei.

Zusatzprogramm:

Samstag, 17. Oktober 2026, von 14:00 bis 17:00 Uhr, im Saal des OAG-Hauses
Symposium
Die Wiederkehr der Vanitas
Sprache: Japanisch

1. Teil
Vanitas – Wiederkehr und Danach
Mayumi KAGAWA (Emeritierte Professorin, Musashi Universität)
Keiko ISHIDA (Professorin, Kobe Universität)
Ryūko OKAZOE (Independent Researcher, Waseda Universität)

2. Teil
Kathrin Linkersdorff und Vergänglichkeit heute: Wo sich Kunst und Wissenschaft begegnen
Kathrin LINKERSDORFF (Künstlerin)
Chihiro HIRAMATSU (Professorin, Kyūshū Universität)
Madoka YUKI (Associate Professorin, Kyūshū Universität)

Im Zentrum des Symposiums steht die Frage, welche Gestalt die „wiederauferstandene Vanitas“ in der Gegenwart angenommen hat und in welchem Verhältnis sie zu unserer heutigen Lebens- und Gesellschaftswirklichkeit steht. Ausgangspunkt ist die im Januar 2026 bei Iwanami Publishing erschienene Publikation Yomigaeru banitasu — to mukiau gendai bijutsu [Die wiederauferstandene Vanitas – Zeitgenössische Kunst im Angesicht der Vergänglichkeit].

Im ersten Teil des Symposiums wird anhand von Werken, die in der Publikation nicht berücksichtigt werden konnten, der Frage nachgegangen: „Warum Vanitas heute?“ Dabei werden insbesondere ihre Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Fragestellungen in den Blick genommen.

Der zweite Teil widmet sich als einer der Fallstudien der fotografischen Arbeiten der Künstlerin Katrin Linkersdorff. Ihre Arbeiten werden aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet und in einem interdisziplinären Dialog neu gelesen.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Symposium
https://vanitas-art.com/

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