Samstag, 14. November 2026, 09:45–12:30 Prof. Dr. Peter Baron: „Das große Martyrium von Edo: Ausflug zum Märtyrerfeld und zu zwei Kirchen“

Am 4. Dezember 1623 fand im heutigen Tokyo an bekannter Stelle das Martyrium von 50 Christen durch Verbrennung am Pfahl stat. In den folgenden Tagen wurden dort weitere Christen hingerichtet. Die Verurteilung und Vollstreckung folgte dem Edikt des Tokugawa Shogunats, das das Christentum verboten hatte.

Das Große Martyrium
Das Große Martyrium in Edo

Unser Ausflug führt uns zunächst zur Takanawa Kirche in der Nähe des Shinagawa Bahnhofs. Diese Kirche ist der „Maria Königin der Märtyrer“ geweiht in Erinnerung an das Geschehen in nicht allzu großer Entfernung. Herr Baron wird die Kirche und die Ausstellungsstücke erklären und auf den Besuch der Hinrichtungsstelle in Tamachi vorbereiten. Danach Fahrt mit der Yamanote-Linie vom Bahnhof Shinagawa nach Tamachi und von dort Fußweg (8-9 Minuten) zum Märtyrerfeld. Führung durch das Gelände. Danach Fahrt mit der Yamanote-Linie nach Meguro und Besichtigung der früheren Benediktiner Kirche St. Anselm (auch bekannt als Meguro Catholic Church), die von dem Architekten Antonin Raymond entworfen und 1954 fertiggestellt wurde.

Im Anschluss daran besteht für Interessierte die Möglichkeit, gemeinsam in einem Restaurant um den Meguro Bahnhof einzukehren.
Diese Exkursion ist die Ergänzung zu dem Vortrag „Kirchen in Tokyo – Spiegel des japanischen Christentums“, den Herr Baron am 8. April 2026 in der OAG gehalten hat.

Die Aufzeichnung des Vortrags ist kostenlos über diesen Link zu sehen.

Prof. Dr. Peter Baron war Jahrzehnte lang in Leitungspositionen für die heutige HVB in Japan tätig. Seine Verbundenheit zu seiner Wahlheimat kommt auch in seiner 20-jährigen Lehrtätigkeit an der damaligen Gerhard Mercator Universität/Duisburg im Fach „Japanisches Bank- und Finanzwesen“ und in der Erreichung des Grades eines Natori im Kouta-Gesang zum Ausdruck. Sein Buch über 22 katholische Kirchen in Tokyo erschien in drei Sprachen.