Vorträge
Mittwoch, 27. September 2006, 18:30–20:00 Andreas M. Schaumayer: „Internationalisierung von japanischen Unternehmensinteressen – Eine Fallstudie über japanische Verbände im ICT- und Chemie-Sektor“
Japan versucht seit den 90er Jahren, sich den neuen, globalen Rahmen-bedingungen anzupassen und selbst zu reformieren. Reformzwang besteht in den verschiedensten Politikfeldern, wie die Überalterung der Gesellschaft und die dadurch entstehenden Probleme für die sozialen Sicherungssysteme, oder die nicht geklärten Beziehungen zu den Nachbarländern Südkorea, China und Russland aufgrund der jüngeren japanischen Geschichte. Des weiteren verändern Globalisierungs- und Regionalisierungsprozesse die Rahmen-bedingungen des Nationalstaats und erzeugen zusätzlichen Handlungsdruck. Dadurch gewinnen nicht-staatliche Organisationen an Bedeutung und machen neue „modes of governance“ erforderlich.
Eine Betrachtungsweise, wie dieser Prozess beleuchtet werden kann, sind personelle- und organisationelle Verflechtungen. Untersucht wurden japanische Unternehmensverbände im ICT- (Information&Communication Technology) und Chemie-Sektor und deren Netzwerkstrukturen mit nationalen und internationalen Akteuren. Wie sich diese Strukturen auf die weitere Entwicklung in den Beziehungen zu Korea und China auswirken wird ein Teil des Vortrags sein.
Andreas M. Schaumayer, Diplom-Verwaltungswissenschaftler (Universität Konstanz), Doktorand an der Waseda-Universität in Tokyo











