Medienabend
Mittwoch, 28. September 2005, 19:30–21:00 Medienabend: „Japan nach den Unterhauswahlen: Wie geht es weiter?“
Die plötzliche Auflösung des Unterhauses hat auch den Journalisten in Japan einen „heißen Sommer“ beschert: Kann sich Koizumis LDP-Komeito-Koalition an der Macht behaupten? Oder wird die zerstrittene LDP – wie zuletzt 1993/94 – auf die Oppositionsbänke abgedrängt? Wie geht es im Verhältnis zu China, Korea und den USA weiter? Hat sich das Projekt „Ständiger Sitz im UNO-Sicherheitsrat“ erledigt? Was sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft? Und wie steht’s um die Postreform?
Wie präsentieren und bewerten die deutschsprachigen Korrespondenten in Tokyo diese dramatischen Entwicklungen? Welches Japan-Bild vermitteln sie ihren Lesern, Hörern oder Zuschauern in der Heimat? Und was für Menschen sind das eigentlich, die mit ihren Berichten aus Tokyo ganz wesentlich dazu beitragen, was man in deutschen, schweizer oder österreichischen Wohnstuben, Büros und Kinderzimmern – oder an den heimischen Stammtischen! – über Japan weiß, denkt und empfindet?
In unserer Medien-Serie ist diesmal der Japan-Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur – dpa – an der Reihe. Wir erwarten Lars Nicolaysen, der seit Dezember 1997 für dpa aus Japan berichtet und formell seit 1. Januar 1998 das dpa-Büro in Tokyo leitet; vorher hat er gut zwei Jahre in der Europa-Redaktion der Hamburger dpa-Zentrale gearbeitet. Für Herrn Nicolaysen ist dies bereits die zweite journalistische Japan-Tätigkeit. Von Januar 1994 bis Februar 1995 war er schon Tokyo-Korrespondent der Wirtschaftsagentur VWD (Vereinigte Wirtschaftsdienste). Nicolaysen hat ab 1990 in Hamburg Japanologie, Politik und Jura studiert und kam erstmals 1991 nach Japan.
Herr Nicolaysen wird zunächst in einem kurzen Einführungsvortrag seine Arbeit als dpa-Korrespondent in Tokyo darstellen und sein Verhältnis zu Japan erläutern. Sodann diskutiert er mit dem Moderator des Abends, dem OAG-Medienbeauftragten Gebhard Hielscher (bis Anfang 2000 fast drei Jahrzehnte







