OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Samstag, 17. November 2007, 12:45-15:00 UhrBesuch des Toppan-Printing-Museum Tokyo

Was verbindet den Stein von Rosetta, eine Gutenbergbibel und eine CD? Das Prinzip der beweglichen Drucklettern ist den meisten bekannt, aber wie funktioniert das mit den Abertausend chinesischen Zeichen, den Kanji?
Das kleine aber feine Toppan Druckmuseum in Iidabashi bietet eine faszinierende Entdeckungsreise durch die Geschichte und Technik des Drucks. Gleichzeitig ist dort bis 9. Dezember eine sehr sehenswerte Austellung über die Geschichte der Enzyklopädien, Bilderlexika und Wörterbücher in Ost und West zu sehen.
Wir besuchen zunächst die beeindruckende Panorama-Wand der permanenten Ausstellung, die uns anhand von Meilensteinen der Schrift und des Drucks wie den Stein von Rosetta eine anschauliche Übersicht über die Geschichte des Druckens in verschiedenen Kulturen gibt. Ab ca. 13.30 Uhr bekommen wir dann von erfahrenen Schriftsetzern gezeigt, wie bis vor knapp 20 Jahren in japanischen Zeitungsverlagen die Kanji für die einzelnen Artikel zusammen-gesucht und -gesetzt und dann gedruckt wurden.
Der Besuch der Enzyklopädie-Ausstellung schließt sich daran an. Welche Bedeutung spielte die Erfindung des Buchdrucks für die Kompilation von Enzyklopädien in Japan, China und Europa? Was hat die Menschen dazu bewogen, Wissen zu sammeln, zu systematisieren und optisch ansprechend in Bilderlexika zu verewigen? Eine Vielzahl von wertvollen antiquarischen Aus-stellungsstücken veranschaulicht die inhaltlichen sowie technischen Entwick-lungen.
Die Führung wird geleitet und sprachlich vermittelt von Frau M. Roeder, Herrn Shigeru Matsuda, der u.a. in Deutschland Drucktechnik gelernt hat und seit vielen Jahren die OAG-Notizen druckt, sowie von Herrn Mahito Ohgo, einem Kenner alter Drucke.
Je nach Interesse können Sie sich danach noch die weiteren Teile des Museums ansehen.

Da der Weg zum Museum etwas kompliziert ist, treffen wir uns am Ostausgang des Bahnhofs Iidabashi der JR-Sobu-Linie und gehen dann gemeinsam zum Museum.
Wer sich im Voraus den sehr schönen Katalog der Sonderaustellung im OAG-Büro ansehen möchte, melde sich bitte bei Frau Roeder.

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