OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Montag, 19. Februar 2018, 18:30-20:00 UhrToshiro Kamiuchi: „Digitale Technologie für die Erschaffung und Wiederbelebung dieser Welt: Archive anlegen, Wissen teilen und Werte schaffen“ (Teil 2)

Seit Beginn des Siebold-Seminars in Japan 2005 stand die Problematik der Archivierung als Thema zur Debatte unter der Ankündigung: „Eine weitere Zielsetzung ist es daher, auch über die Möglichkeiten der Digitalisierung und einer freien Archiv-Software zu diskutieren, die mit Hilfe von IT eine interdisziplinäre Siebold Forschungsplattform bilden könnte. Die umfangreichen Sammlungen und Forschungsmaterialien Siebolds könnten somit als Gemeinbesitz einem internationalen Kreis zur Verfügung gestellt werden.“

Dr. Toshiro Kamiuchi ist derzeit Präsident der International DIS Laboratory Co. Ltd., die zur Erhaltung großer Meisterwerke in der Welt, historischer Kunstsammlungen und Dokumente durch Anwendung von digitaler Bildaufzeichnungstechnologie beiträgt.

Zuvor war er in Hitachis R&D Abteilung tätig und hatte an der Universität Florenz, an der Tokyo Universität, am National Institute of Informatics und am International Research Center of Japanese Studies (Nichibunken) Gastprofessuren inne. Außerdem war er Trustee am Asia/Pacific Cultural Center der UNESCO.

Dr. Kamiuchi spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der japanischen Computerkontrollsysteme des Shinkansen. Er war verantwortlich für die Digitalisierung des japanischen Nationalschatzes „Bilderrolle der Geschichte des Prinzen Genji“ und Leonardo da Vincis Gemälde „Die Verkündigung“. Darüber hinaus erlangte er Bekanntheit als Organisator der da Vinci-Ausstellung in Tokyo als Teil von „Primavera Italiana 2007“, die mit großem Interesse und Erfolg bedacht wurden. Für seine Verdienste erhielt er den „Ordine della Stella della Solidarietà Italiana“.