OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Samstag, 29. September 2018, 10:15-12:30 UhrBesichtigung einer Werkstatt für Tatami-Herstellung

Jeder hat sie schon gesehen, viele werden die wohltuende Wirkung von Tatami schon gespürt haben und so mancher träumt vielleicht von der Anschaffung dieser Matten für das eigene Heim. Doch woraus bestehen Tatami – im Deutschen meist mit Reisstrohmatte übersetzt – eigentlich wirklich? Ist es tatsächlich nur Reisstroh? Wie werden sie hergestellt und wie unterscheiden sie sich? Woran erkennt man qualitativ hochwertige Tatami und was sollte man beim Kauf von Tatami beachten? Gibt es unterschiedliche Moderscheinungen auch bei Tatami? Gibt es noch innovative Weiterentwicklungen? Wie pflegt man die Matten am besten und wie oft sollte man sie austauschen?

Zum Schluss zwei Quizfragen: Warum leitet sich der Begriff „Tatami“ von dem japanischen Wort für „falten, zusammenlegen“ ab? Und: Welcher Raum bietet Ihnen mehr Fläche, der mit Tatami in der Größe von 6 Kyōma (Raum Kyoto) ausgelegte oder der mit 6 Edoma (Raum Tokyo/Kantō)? Am Ende dieser Tour werden Sie diese und noch viele mehr Fragen beantworten können.

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© Okada Tatami Honten

Die Firma Okada Tatami Honten in Kawagoe wurde Meiji 16 (1883) gegründet und wird inzwischen in der vierten Generation geführt.
Wir werden nicht nur die Werkstatt dieses traditionellen Familienunternehmes besichtigen, sondern jeder/jede Teilnehmer/in wird auch selbst eine kleine Tatami-Matte herstellen. Nach der Besichtigung besteht die Möglichkeit, sich die Stadt Kawagoe näher anzusehen.
Leitung: Maike Roeder