Vorträge
Mittwoch, 6. Juni 2007, 18:30–20:00 Prof. Rudolf Hammer: „Freude an japanischen Gärten: Tokyo und Ostjapan“.
Ohne Zweifel findet sich die Mehrzahl an sehenswerten und historisch wertvollen Gärten im Kansai. Dies geht vor allem auf die mehr als tausendjährige Geschichte Kyotos als Kaiserstadt zurück. Dennoch haben auch die Bewohner Tokyos Gelegenheit in ihrer Umgebung interessante japanische Gärten zu sehen. Mit der Verlegung des Shogunatsitzes Anfang des 17. Jahrhunderts nach Edo, ließen sich die neuen Machthaber großzügige Residenzen mit weitläufigen Gartenanlagen bauen. Dies galt sowohl für die Shogun-Familie als auch für die Feudalherren, die laut Erlaß des Shoguns gezwungen waren, einen Großteil ihrer Zeit in Edo zu verbringen. Von diesen großen Wandelgärten sind mehrere im heutigen Tokyo noch vorhanden. Auch im südlich von Tokyo gelegenen Kamakura, das zuvor im 12. Jahrhundert zum ersten Shogunatsitz Japans wurde, sind historisch bedeutende Gärten erhalten. Selbst aus der Heianzeit kann in Hiraizumi im Nordosten Japans eine schöne Anlage eines Paradiesgartens besichtigt werden.
Mit dem Vortag soll nach einem kurzen Abriß über die Entwicklung der japanischen Gartenkultur Interesse für den Besuch der Gärten in Tokyo und Ostjapan geweckt werden.
Prof. Rudolf Hammer, Ph.D. ist Naturwissenschaftler. Nach Studium der Biologie und Pharmakologie in Österreich und den USA promovierte er 1972 und habilitierte sich 1988 in biochemischer Pharmakologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. Seit über 30 Jahren übt er eine wissenschaftliche Tätigkeit für den Pharmakonzern Boehringer Ingelheim aus. Seine Liebe zu japanischen Gärten entdeckte Prof. Hammer bereits vor 25 Jahren bei seinen Dienstreisen nach Japan. Seit 2001 lebt er im Kansai und hat in dieser Zeit die Gelegenheit genutzt, Gärten in ganz Japan kennenzulernen.

(großer Wandelgarten aus der Edo-Zeit).









