OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Montag, 2. Februar 2015, 18:30-20:00 UhrProf. Dr. Ralf Bebenroth: „FLYJIN ‒ Das Erdbeben von 2011 und die Auswirkungen auf die Deutschen“

Die Bezeichnung „flyjin“ beschreibt nicht-japanische Manager, die 2011 nach dem Erdbeben plötzlich Japan verließen, für Japaner gesehen „Hals über Kopf von Board gingen“, also urplötzlich wegflogen.

Der Redner konzentriert sich hauptsächlich auf deutsche Manager. Gründe der abgewanderten „flyjin“ werden analysiert und betrachtet, welche Auswirkungen sie auf die Firmen hatten (und noch immer haben). Es werden Ergebnisse von rund 20 qualitativen Experteninterviews diskutiert sowie quantitative Fragebogenergebnisse präsentiert.

Expatriierte Manager flogen demnach schneller aus als lokal angestellte deutsche Manager. Vielflieger kamen lange Zeit nicht mehr nach Japan. Die in Japan ansässigen Unternehmen verspürten allerdings keine großen Probleme durch das Fernbleiben der Expatriierten. Im Gegensatz zu deutschen Managern flogen Franzosen noch häufiger, Briten hingegen nahezu überhaupt nicht aus. Gründe werden diskutiert.

Prof. Dr. Ralf Bebenroth, geb. in Kassel und nach der Promotion im Fach Wirtschaftswissenschaften an der Uni Kassel seit 2001 in Japan lebend.
Zunächst zwei Jahre DAAD Postdoc Stipendiat in Tokyo, dann zwei weitere Jahre Humboldt-Stipendiat in Osaka. Seit 2005 Professor für Betriebswirtschaft an der Universität Kobe (permanent angestellt), zugehörig dem Forschungsinstitut für VWL und BWL. Die ersten 5 Jahre wurden alle Fächer auf Japanisch gelehrt, jüngst im Zuge der Internationalisierung lehrt er „International Business“ und verwandte Themen auf Englisch. Mehr unter: http://Bebenroth.eu

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