Freitag, 11. März 2011, 18:30-20:30 UhrFilmabend: „Chinas Grenzen – Abenteuer vom Usuri bis zum Hindukusch“ mit Johannes Hano

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Sechs Monate waren Johannes Hano und sein Team in Chinas entlegensten Grenzprovinzen unterwegs. 20.000 Kilometer haben sie dabei zurückgelegt, auf Landstraßen, Geröllpisten und im offenen Gelände. Sie haben ein Land entdeckt, das so selbst den allermeisten Chinesen noch völlig unbekannt ist und das das Chinabild im Westen verändern wird.

Im ersten Teil der Dokumentation „Chinas Grenzen“ fährt Johannes Hano an Chinas Grenzen zu Russland und Nordkorea entlang Richtung Süden bis an die Grenze zu Myanmar. – von der eisigen Kälte an der russischen Grenze in die subtropischen Wälder Südchinas. Er wird Zeuge, wie chinesische Lachsfischer, mit russischen Soldaten um Fischressourcen kämpfen, wird Zeuge illegalen Warenschmuggels an der nordkoreanisch-chinesischen Grenze, trifft in den wilden Wäldern einen Mann der von einem der letzten Armur-Tiger beinahe gefressen wurde und lernt auf der taiwanesischen Insel Kinmen, dass China eigentlich keine festen Grenzen kenne.

Der zweite Teil der Dokumetation führt zunächst in den Westen Chinas durch die uigurische Provinz Xinjiang bis an die pakistanische Grenze und dann Richtung Norden hinauf in die Innere Mongolei. Das Team fährt über schneebedeckte Pässe, durch Wüsten und Gebirge aus Sand und durch die Weite der mongolischen Graslands und entdeckt dabei die kulturelle und religiöse Vielfalt Chinas. Johannes Hano spricht mit Uiguren und Kirgisen, feiert Hochzeit mit Tadschiken und übernachtet bei Nomaden in der Inneren Mongolei und fragt sich, was dieses Riesenreich zusammenhält.

Johannes Hano, studierte politische Wissenschaften sowie Staats- und Verwaltungsrecht in Frankfurt/M. Nach diversen Praktika (u.a. NDR, Spiegel TV, ZDF) war er zunächst freier Journalist (u.a. Redakteur vom Dienst der NDR Hörfunk-Nachrichten), von 1994 bis 1998 im ZDF Landesstudio Hamburg und dort für Berichte und Live-Reportagen für aktuelle Sendungen zuständig. Als Planungsredakteur und (Live-)Reporter berichtete er bis 1999 für das ZDF-Morgenmagazin, von 1999 bis 2001 als Parlamentskorrespondent für das ZDF-Hauptstadtbüro. 2001 bis 2006 war er Reporter für Frontal 21. „Der Tag, der die Welt veränderte – der 11. September 2001″, seine gemeinsam mit Elmar Theveßen gedrehte Dokumentation, wurde 2003 mit dem RIAS-Fernsehpreis ausgezeichnet. Seit 2007 ist er Leiter des Studios in Beijing, welches auch für die Berichterstattung aus anderen Gebieten Südostasiens abdeckt. Er hat bereits im Oktober 2009 einen Vortrag zu seiner Tätigkeit in Ostasien in der OAG gehalten.