Mittwoch, 10. April 2019, 18:30–20:00 Dr. Nana Miyata: „Dr. Hans Kühne (1875-1963): Deutscher Diplomat in Japan. Von Blüte im Frieden bis Niedergang im Krieg.“

Album Dr. Hans Kühne 1901 – 1909 Seite 41
April 1909. Diner im Hôtel Oriental, gegeben den Yokohama-Behörden vom Konsular Corps.

Hans Kühne (1875-1963), Diplomat im Auswärtigen Amt, war von 1908 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 am General-Konsulat in Yokohama tätig. Nach seinem Militärdienst als Offizier in der Sächsischen Armee an der russischen und französischen Front übernahm er wieder seine Aufgaben als Konsularbeamter in Schweden, Dänemark und Rumänien.

Über seine Dienst- und Freizeit und vier Fotoalben erhalten geblieben, insbesondere mit Bildzeugnissen aus Japan. Was diesen anschaulichen Dokumenten ihren besonderen Wert gibt, ist der Eindruck in das Leben der Deutschen in Japan vor dem Ersten Weltkrieg. Nicht voraussehn konnten sie ihr bevorstehendes Schicksal, das ihre Lebenswelt fundamental veränderte.

Im März 2019 wurde die Publikation über sein Leben mit zahlreichen Fotografien durch die Unterstützung von Kühnes Enkeltochter Michaela Wirtz und ihrem Schwiegersohn Siegwart Grafen zu Eulenburg vom Iudicium Verlag in München veröffentlicht. In ihrer Anwesenheit wird ein zweisprachiger Vortrag (dt-jp) über das Leben von Kühne und seine Fotografien mit Schwerpunkt auf Japan gegeben. Das Buch kann an dem Abend zu einem Sonderpreis käuflich erworben werden (Mitglieder: 2.500 Yen/Nicht-Mitglieder 3.000 Yen).

Kühne-Buch

MIYATA, Nana, 2003 BA in Liberal Arts an der International Christian University (ICU) in Tokyo, 2007 MA im Fach Japanologie (HF), Sinologie und Vgl. Religionswissenschaft (NF) an der Universität Bonn. 2011 Gastkuratorin für die Ausstellung über die 150 Jahre der deutsch-japanischen Beziehungen im Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. 2012 Promotion an der Universität Bonn im Fach Japanologie. Von 2011 bis 2012 Forschungsstipendiatin der Fritz Thyssen Stiftung. 2015 weiteres Studium (MSc) im Bereich der Sozialwissenschaften (Psychotherapie) an der Universität Edinburgh. Von 2012 bis 2013 u. von 2015 bis 2018 Gastwissenschaftlerin im Inst. f. Neuzeit- u. Zeitgeschichtsforschung der ÖAW in Wien. Z. Zt. Projektleiterin zur Gründung einer neuen kulturellen Plattform mit Schwerpunkt auf Japan (Kunst, Bibliothek, Postkarten, Ephemera).

Im Anschluss wird die von Frau Miyata zu Vortrag und Buch konzipierte Ausstellung bei einem kleinen Umtrunk im Foyer eröffnet.