Filmvorführung
Mittwoch, 28. Juni 2006, 18:00–23:00 „Baruto no Gakuen“
Am 17. Juni kommt der Film „Baruto no Gakuen“ (“Ode an die Freude”), der die Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen in Bandō/Shikoku und die Uraufführung der 9. Symphonie von Beethoven behandelt, landesweit in die Kinos.
In Presse und Fernsehen wird intensiv für diesen Film und die beiden Hauptdarsteller Ken Matsudaira und Bruno Ganz geworben. Viele in Japan lebende deutsche und ausländische Männer haben als Statisten an diesem Film mitgewirkt, und vielleicht entdecken Sie das eine oder andere Gesicht aus Ihrem Bekanntenkreis. Die Produktionskosten für diesen Film beliefen sich auf über 1,5 Mrd. Yen, was für japanische Filme sehr viel ist. Das Lager Bandō wurde teilweise wieder aufgebaut und soll künftig als Kulisse der Dreharbeiten neue Touristen nach Shikoku locken.
Sei es, daß Sie sich für dieses Kapitel der deutsch-japanischen Beziehungen selbst interessieren, sei es, daß Sie interessiert, wie diese Beziehungen von einem japanischen Regisseur dargestellt, mit einem multinationalen Team umgesetzt wurden und in Zukunft vermarktet werden sollen – sicherlich wird es ein spannender Abend.
Herr Hirao, Präsident der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Chiba, wird den Regisseur Masanobu Deme über die Entstehungsgeschichte des Films, über seine Motivation, ein so großes Projekt anzugehen und die Dreharbeiten in Japan und Deutschland interviewen. Es werden Ausschnitte aus dem 140 minütigen (!!) Film sowie Aufnahmen von den Dreharbeiten gezeigt.
Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der OAG mit den Japanisch-Deutschen Gesellschaften Tokyo und Chiba und wird simultan gedolmetscht.
Ablauf
17.45 Uhr 1. Einlaß:
18.10-18.25 Uhr Zitherkonzert mit Frau Toshiko Naitō (Präsidentin des japanischen Zitherverbands)
18.25 Uhr 2. Einlaß
18.30 Uhr Beginn des Interviews und der Filmvorführungen
20.00 Uhr Gemütliches Beisammensein bei einem Büffet im Foyer

An dieser Stelle möchten wir Sie noch einmal auf folgende, sehr sehenswerte Homepage des Deutschen Instituts für Japanstudien aufmerksam machen.
Virtuelle Ausstellung der Bandō-Sammlung des DIJ
seit dem 26. Oktober 2005 dauerhaft im Internet
Beethovens Neunte und Schokoladen-Pudding in einem Kriegsgefangenenlager? Die Kreativität der Gefangenen und das Wohlwollen der Lagerleitung in Bandō ermöglichten beides. Erfahren Sie mehr über das „etwas andere Lager“ in der „Virtuellen Ausstellung der Bandō-Sammlung des DIJ“!
In einem virtuellen Rundgang durch die Anlage können Sie die Wohnbaracken, Restaurants und die Budenstadt Tapatau näher kennen lernen. Entdecken Sie, wie die Gefangenen die lange Zeit der Unfreiheit sinnvoll nutzten. Der Themenrundgang „Verpflegung“ führt die breite Palette an Lebensmitteln und Getränken, die im Lager erhältlich waren, vor Augen. Die Aufführungen der Lagerbühne spiegelt der Rundgang „Theater“ wieder. Die sehr positiven Kontakte zur japanischen Bevölkerung werden illustriert durch ausgewählte Materialien u.a. zur 1918 von den Kriegsgefangenen organisierten „Ausstellung für Bildkunst und Handfertigkeit“.
Neben dem Ausstellungsteil gibt es außerdem die Möglichkeit, über eine Datenbank in den Dokumenten zu blättern, in diesen gezielt mit sachlichen und formalen Suchbegriffen zu recherchieren oder über Freitextsuche, die kompletten Einträge durchsuchen zu lassen. Alle Dokumente sind mit Digitalaufnahmen verknüpft, so daß alle Materialien in Ruhe am Bildschirm in hoher Auflösung betrachtet werden können. Datenbank und Ausstellung sind zweisprachig angelegt, Deutsch und Japanisch. Die Sammlung, die sich im Besitz der Bibliothek des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) befindet, wird damit zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.










