OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Mittwoch, 7. Juni 2023, 18:30-20:00 UhrProf. Dr. Christian W. Spang, Prof. em. Dr. Rolf-Harald Wippich, Prof. Dr. Sven Saaler: „Neue Publikation zur Geschichte der OAG“

Titel_Geschichte_der_OAG_2023

Christian W. Spang, Rolf-Harald Wippich, Sven Saaler
Die OAG 1873 – 1979. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens,
Iudicium, 2023

Nachdem im Rahmen der 150-Jahr Feier am 22. März dieses Jahres bereits eine kurze Vorstellung des Buches sowie einiger OAG-Jubiläen und des Arbeitskreises für die Geschichte der OAG (GOAG, der selbst auf eine 20-jährige Vergangenheit zurückblickt) vorgenommen wurde, soll am 7. Juni eine breiter angelegte Einführung in die an Wendungen reiche Geschichte der Gesellschaft von der frühen Meiji-Zeit bis in die späten 1970er Jahr durch die drei Autoren des Werkes vorgenommen werden.

Sven Saaler und Christian W. Spang werden vor Ort in der OAG-Bibliothek sprechen, während Rolf-Harald Wippich aus der Schweiz per Zoom zugeschaltet sein wird.
Der Vortragsteil der Veranstaltung wird sich am üblichen OAG-Rahmen ausrichten, so dass die drei Autoren insgesamt ca. 60 min. über die OAG-Geschichte referieren werden und danach hoffentlich eine intensive Diskussion darüber folgen wird, die wir anschließend ab 20 Uhr gerne im Restaurant im Erdgeschoss fortsetzen können.

Der Vortrag gliedert sich grob in folgende Abschnitte.

  • Einführung: Spang
  • Gründung der OAG (Max v. Brandt): Wippich
  • Überblick über die erste Phase der OAG (oyatoi-Zeit): Spang
  • Vom Anfang des 20. Jahrhundert bis 1933: Saaler
  • Die OAG in der NS-Zeit: Spang
  • Vom Wiederaufbau nach dem Krieg bis zur Planung des aktuellen OAG-Hauses: Wippich
  • Schlusswort & Diskussionsleitung: Saaler

Christian W. Spang studierte Anglistik und Geschichte in Erlangen, Freiburg und am Trinity College Dublin (Irland). 2009 Promotion an der Universität Freiburg. Seit 1998 in Tokyo, zunächst als Doktorand und Lehrbeauftragter. 2009-12 Associate Professor an der Tsukuba Universität. 2012 Wechsel an die Daitō Bunka Universität (Tokyo/Saitama), wo er seit 2016 als Professor lehrt. 2018/19 war er Gastprofessor an der Universität Erlangen. Leitete den GOAG von 2003 bis 2023. OAG-Vorstandsmitglied 2001-04, 2019-23. 2009 wurde seine Dissertation Karl Haushofer und Japan (DIJ Monographie 52, 2013) mit dem Gerhard-Ritter-Preis seiner Alma Mata ausgezeichnet. Er ist Mitherausgeber der Sammelbände Japanese-German Relations, 1895-1945 (Routledge, 2006) und Transnational Encounters between Germany and Japan (Palgrave Macmillan, 2016). In der OAG erschien von ihm Karl Haushofer und die OAG (2018). Zurzeit arbeitet er an der Herausgabe zweier Japan-Tagebücher von jüdisch-stämmigen Deutschen.

Rolf-Harald Wippich war nach Promotion und wissenschaftlicher Tätigkeit an der Universität zu Köln (1985-89) in Japan zunächst Nachrichtensprecher (Deutsches Programm) bei NHK Tokyo und Deutschlektor an diversen Bildungsstätten in Tokyo (1989-91). Von 1991-2011 war er Professor für Europäische Geschichte an der Sophia-Universität Tokyo (1991-2011). Seitdem lebt und arbeitet er als freischaffender Historiker in Luzern/CH. Sein Forschungsinteresse liegt im Bereich der diplomatischen und kulturellen Kontakte zwischen Deutschland und Japan im 19. und 20. Jahrhundert. Als OAG-Mitglied (seit 1990) wirkte er in verschiedenen Ausschüssen mit, darunter im Wissenschaftsausschuss und im Arbeitskreis für die Geschichte der OAG. Seine jüngsten Forschungen erstrecken sich auf: Antisemitismus unter den Meiji-Deutschen, die japanischen Bediensteten der Meiji-Deutschen sowie Exotismus im Alltag, am Beispiel des Japanfestes 1911 in Karlsruhe.

Sven Saaler ist Professor für Moderne Japanische Geschichte an der Sophia-Universität, Repräsentant der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Tokyo und Mitglied im Beirat der National Institutes for the Humanities (NIHU). Nach dem Studium der Japanologie, der Geschichtswissenschaft und der Politikwissenschaften an den Universitäten Mainz, Köln, Bonn war er von 2000 bis 2005 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Japanstudien tätig, von 2005 bis 2008 als Associate Professor an der Universität Tokyo. Er ist Autor bzw. Herausgeber von Politics, Memory and Public Opinion (2005), Pan-Asianism in Modern Japanese History (2007), The Power of Memory in Modern Japan (2008), Pan-Asianism: A Documentary History (2011), Unter den Augen des Preußen-Adlers (2011), Mutual Perceptions and Images in Japanese-German Relations, 1860-2010 (2017), dem Routledge Handbook of Modern Japanese History (2018) und Men in Metal. A Topography of Public Bronze Statuary in Modern Japan (2020).

Für diejenigen, die in die Bibliothek kommen, gibt es eine kleine Überraschung.
ACHTUNG! Das Buch ist voraussichtlich ab Juli im dt. Buchhandel und wird dort € 45,00 kosten. In Japan ist das Buch im OAG-Büro für 4.900 Yen erhältlich. Bei Vorbestellung bis einschließlich 7. Juni erhalten Mitglieder in Japan das Buch zum Vorzugspreis von ¥ 3.000 Yen, Nicht-Mitglieder für ¥ 3.500.

Zeit: 18.30-20.00 Uhr (Japan), 11.30-13.00 Uhr (MESZ)
Zoom-Link:
https://us02web.zoom.us/j/88106429096?pwd=TVJYZmpWZVpwTUkzR1NaamdSR3A0Zz09

Meeting ID: 881 0642 9096
Passcode: 748357

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