Samstag, 29. Oktober 2011, 10:00–10:00 Exkursion nach Hakone

Berge, der See Ashino, reiche Flora und Fauna, heiße Quellen, Zollstation an der alten Handelsstraße Tōkaidō, Bade- und Kurort seit der Nara-, vor allem aber seit der Edo-Zeit, mondäner Ferienort und Sommerfrische für die ersten Ausländer nach der Öffnung Japans im 19. Jahrhundert, Sammelpunkt für über 20 Museen und Austragungsort des berühmten Ekiden-Wettlaufs (217,9 km, gelaufen von 10 Personen) am 2. und 3. Januar – das alles gehört zu Hakone, im westlichen Teil der Präfektur Kanagawa gelegen. Vor allem Menschen aus der Metropole Tokyo schätzen dieses Gebiet, weil es reiche Abwechslung bietet und in Tagesausflügen oder Kurzreisen relativ gut zu bereisen ist. Das insgesamt eher westliche Flair – die Mischung von japanischer und westlicher Architektur in den Hotels, die vielen Museen mit westlicher Kunst, die ausländische Küche mit einheimischen Produkten – aber auch die erholsamen heißen Quellen zum Baden verbreiten Urlaubsstimmung.

Die Geschichte Hakones ist aber auch auf vielfältige Weise mit dem Schicksal von Deutschen verknüpft, angefangen bei Engelbert Kämpfer, der über die Schönheit der Landschaft und die heißen Quellen schrieb, über Kaufleute, Diplomaten, Familien und auch Matrosen, die vor und während des Zweiten Weltkriegs in den Bergen Erholung und Zuflucht fanden.

Bei dieser Exkursion wollen wir uns die Ausstellung „Aufschlagen – Deutsche Spuren in Hakone“ von Katrin Paul im Photographie-Museum ansehen (weitere Informationen) und auch möglichst viel von dem, was mit dem Aufenthalt von Deutschen in Hakone zu tun hat, besichtigen: das Ryokan Matsuzakaya, wo die Matrosen lebten, die Schwefelquellen von Ōwakudani, die Bälz beschrieb, das legendäre Hotel Fujiya, in dem viele berühmte Persönlichkeiten logierten. Am zweiten Tag ist eine leichte Wanderung auf dem alten Tōkaidō, zur Zollstation und zum Hakone-Schrein geplant. Je nach Teilnehmerzahl und Wetter können Programmpunkte hinzugefügt oder in der Reihenfolge geändert werden.

Es ist auch möglich, den ersten Tag gemeinsam in der Gruppe und den zweiten Tag auf eigene Faust zu gestalten. Ausführliche Karten können im Büro eingesehen werden. Bitte melden Sie sich bei Interesse im Büro an (Tel: 03-3582-7743) oder schreiben Sie an: roeder@oag.jp.

Leitung: Mechthild Duppel-Takayama und Maike Roeder

Wieviel?
Fahrtkosten von Shinjuku: 5.000 Yen, (Hakone Free Pass, gilt für zwei Tage), Eintritt Foto-Museum: 500 Yen, hinzu kommen Ausgaben für Essen/Getränke und evtl. Eintritt für weitere Museen
Übernachtung im Fujiya-Hotel: 14.000 Yen pro Person (Twin) incl. Frühstück; Verbindliche Anmeldung bei Übernachtungswunsch: 14. Oktober