OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Mittwoch, 30. November 2016, 18:30-20:00 UhrProf. Dr. Parissa Haghirian: „Umgang mit Konfliktpunkten in deutsch-japanischen Teams“

Die fortschreitende Globalisierung und der Einsatz von moderner Kommunikationstechnologie lassen viele Unternehmen glauben, dass internationales Management trotz kultureller und geographischer Unterschiede einfacher und produktiver wird. Neue Märkte werden erschlossen, weltweit Niederlassungen gegründet und die Kommunikation mit dem Mutterhaus ist einfacher und billiger als je zuvor. Ein weiterer Pluspunkt der steigenden Internationalisierung ist auch das immer größer werdende Angebot an internationalen Mitarbeitern und das steigende Interesse von jungen Menschen, in einem globalen Umfeld arbeiten zu wollen.

Die verstärkte Zusammenarbeit von Mitarbeitern unterschiedlicher Kulturen führt aber oft auch zu Konflikten und interkulturellen Missverständnissen, die sehr negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg und auch auf individuelle Karrieren haben können.

Die Zusammenarbeit von Deutschen und Japanern in multinationalen Unternehmen ist hier keine Ausnahme. Vor allem die Unterschiede in Kommunikationsstilen, Arbeitsabläufen und Ausbildungen werden in deutschen Niederlassungen in Japan sehr schnell bemerkbar und können die Basis für Konflikte und Missverständnisse sein.

Diese Problempunkte werden in deutschen Niederlassungen allerdings vermehrt thematisiert. Die Veränderungen am japanischen Arbeitsmarkt zwingen auch Unternehmen, die sehr erfolgreich im japanischen Markt sind, sich mit interkulturellen Konflikten zu beschäftigen, um gute japanische Arbeitnehmer zu halten und langfristig als interessanter Arbeitgeber im Markt gesehen zu werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Grundlagen interkultureller Kommunikation zwischen deutschen und japanischen Mitarbeitern und thematisiert die häufigsten Konfliktpunkte. Die Auswahl der Problempunkte basiert zum einen Teil auf einer wissenschaftlichen Analyse zu Thema und zum anderen auf der langjährigen Beratungstätigkeit von Parissa Haghirian in multinationalen Unternehmen in Japan. Im Fokus der Präsentation steht die Verbesserung der Zusammenarbeit von deutschen und japanischen Mitarbeitern. So werden Lösungen für verbesserte Kommunikations- und Managementprozesse präsentiert und mit dem Publikum diskutiert.

Dr. Parissa Haghirian ist Professorin für Internationales Management an der Sophia Universität in Tokyo. Sie studierte Japanologie (Universität Wien), Handelswissenschaften (Wirtschaftsuniversität Wien) und promovierte im Jahr 2003 in Bereich Internationales Management. Nach zwei Jahren als Junior-Professorin an der Kyūshū Sangyō Universität in Fukuoka, wurde sie Professorin an der Faculty of Liberal Arts an der Sophia Universität in Tokyo. Ihre Forschungsschwerpunkte beinhalten japanisches Management und Konsumentenverhalten sowie interkturelles Management.

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