OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Mittwoch, 24. Januar 2018, 18:30-20:00 UhrFrank Käser: „Wäre Dr. Hata nicht gewesen…“ Die Bedeutung deutsch-japanischer Wissenschaftsbeziehungen am Beispiel von Hata Sahachirō und Paul Ehrlich

Im Jahre 2018 wird sich der 80. Todestag von Hata Sahachirō jähren, der in den Jahren 1907 bis 1910 in Deutschland forschte. Sein Name ist bis heute sowohl in Japan als auch in Deutschland mit Paul Ehrlich (1864-1915) verbunden, der als Leiter des Chemotherapeutischen Instituts in Frankfurt/Main (Georg-Speyer-Haus) mit Hata den Nachweis der Wirksamkeit des Präparates 606 gegen die Syphilis erbrachte.

Paul_Ehrlich-und-Sahachiro_Hata

Im vorliegenden Vortrag soll am Beispiel Paul Ehrlichs und Hata Sahachirōs ein Kapitel deutsch-japanischer Wissenschaftsbeziehung behandelt werden. Auf der Grundlage in der Literatur bislang unberücksichtigter Quellen soll dabei das persönliche Verhältnis zwischen Paul Ehrlich und seinem japanischen Mitarbeiter aufgezeigt werden und insbesondere das Präparat Ehrlich-Hata in den Kontext deutsch-japanischer Medizinzusammenarbeit gestellt werden.

Frank Käser: Studium der Geschichte, Japanologie und Alten Geschichte in Würzburg, Trier und Berlin. Von 2009 bis 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ostasiatischen Seminar der Freien Universität Berlin im Arbeitsbereich von Frau Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit. Abschluss des Promotionsverfahrens zum Thema „Japan und das Rote Kreuz 1867-1905“ an der Freien Universität Berlin im Juni 2014. Gegenwärtig JSPS-Fellow an der Tokyo Universität im Arbeitsbereich von Herrn Prof. Dr. Kaoru Iokibe; Arbeitsthema: Deutsche Kriegsgefangene im Japan des Ersten Weltkrieges. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der deutsch-japanischen Beziehungen, Medizingeschichte und Geschichte des Roten Kreuzes.