OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Samstag, 14. Mai 2011, 13:40-16:00 UhrBesichtigung der Werkstatt des Lackmeisters Kazumi Murose

Kazumi Murose, 1950 in Tokyo geboren, studierte an der Kunsthochschule von Tokyo (Tokyo Geijutsu Daigaku) zunächst Kunstgewerbe, später spezialisierte er sich auf japanische Lackkunst. Seit der Mitte der 70er Jahre sind seine Arbeiten jährlich bei der großen Ausstellung japanischen traditionellen Kunsthandwerks (Nihon dentō kōgeiten) zu sehen. Herr Murose erhielt zahlreiche hohe Auszeichnungen, von denen die höchste die Anerkennung als „Bewahrer eines wichtigen geistigen Kulturgutes“ ist (jūyō mukei bunkazai hojisha), die ihm 2008 zuteil wurde.

Die Arbeit von Herrn Murose ist sehr vielfältig. Aufbauend auf den traditionellen Techniken des Lackierens und der Maki-e (Streubilder) entwirft er auch Kunstgegenstände, deren neue Formen und Muster von einem eigenen, modernen Stil und einem fein entwickelten Schönheitsempfinden zeugen. Neben dem Entwurf und der Herstellung von Kästen, Schalen oder Dosen restauriert er aber auch alte Lack- und Maki-e-Kunstwerke. Dabei verwendet er japanischen Lack (urushi), Perlmutt und Metallstreifen für Intarsienarbeiten (raden res. hyōmon) sowie Gold- und Silberstaub für die sog. Streubilder Maki-e. In ganz Japan gibt es außer ihm nur fünf oder sechs Künstler, die die Qualifikation haben, Nationalschätze zu restaurieren.

Unter folgendem Link können Sie einen ersten Eindruck von den Arbeiten gewinnen. http://murose.com/

Ablauf:
Wir treffen uns zunächst am Bahnhof Mejiro und gehen dann ca. 10 Min. zu Fuß zur Werkstatt. Dort wird uns Herr Murose selbst die Werkstatt und die einzelnen Arbeitsschritte zeigen und Fragen beantworten. Frau Yasuko Sakaedani und Frau Maike Roeder werden dolmetschen.

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