Freitag, 16. Juni 2006, 14:30–17:00 Besuch eines japanischen Hospiz

Die moderne Medizin trachtet wesentlich nach der Quantität des Lebens und nicht nach dessen Qualität. Dagegen versuchen Hospize bzw. die Palliativmedizin die Lebensqualität von schwerkranken Patienten, für die keine Hoffnung mehr auf Heilung besteht, zu erhöhen.
Die Idee, ein japanisches Hospiz zu besuchen, kam nach dem Vortrag von Dr. Deeken im Februar dieses Jahres. Dr. Shimada, ein Kollege von Herrn Deeken und Vorreiter auf dem Gebiet der Hospizbewegung in Japan, hat in den Bereichen der Kinderherzchirurgie, der Kardiologie und der Palliativmedizin gearbeitet und auf diese Weise den Menschen vom Säugling bis zum Sterbenden erlebt und begleitet. Er wird uns durch das Hospiz des Heilsarmee-Krankenhauses in Kiyose führen und erklären, welche Gedanken hinter der Gründung des Hospiz stehen, wie es arbeitet und wie man versucht, helfen, wo es keine medizinische Hilfe mehr gibt.

Die Führung findet auf Deutsch statt.

Shimada Munehiro, MD., Ph.D.
Absolvent der medizinischen Fakultät der Universität Tokyo und DAAD-Stipendiat. Gemeinsam mit Prof. Horst F. Kern hat er das Tawara-Aschoff-Symposium gegründet, das im Deutschlandjahr zum vierten Mal stattfand.

Wann
(Treffpunkt um 14.15 Uhr vor dem Haupteingang des Krankenhauses)
Hospiz im Heilsarmmee-Krankenhaus Kiyose

Direktor: Prof. Dr. med. Kunio Murakami
Adresse: 1-17-9 Takeoka Kiyose-shi, Tokyo 204-0023
Tel.: 0424-91-1411

Mit dem Bus braucht man etwa 5 Minuten vom Bahnhof Kiyose bis zu dem Heilsarmee-Krankenhaus Kiyose. Teilnehmer erhalten eine ausführliche Wegbeschreibung.

Heilsarmee-Krankenhaus Kiyose
Heilsarmee-Krankenhaus Kiyose