OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Freitag, 3. Februar 2012, 18:30-20:30 UhrAK Japanischer Film der Gegenwart: Das „typisch Japanische“ am Verhalten der Charaktere in Okuribito

Filme vermitteln nicht nur auf der verbalen Ebene Informationen. Das merkt jeder Zuschauer schmerzlich, wenn er auf das Lesen der Untertitel angewiesen ist. Denn dann entgehen ihm immer wieder wesentliche Informationen, nämlich die, die durch das Verhalten der Charaktere, die Kleidung der Schauspieler, das Bühnenbild etc. vermittelt werden. Diese visuellen Mittel der Darstellung sollen natürlich den Film interessant machen, die Emotionalität im Zuschauer ansprechen. Darüber sind sich die Drehbuchautoren im Klaren und arbeiten bewusst darauf hin.

An dem japanischen Film Okuribito (Englischer Titel: Departures) aus dem Jahr 2008 soll nun eine besondere Komponente der Visualität analysiert werden, die dem Alltagsleben des Landes entstammen, aus dem der Direktor, der Drehbuchautor und die Schauspieler stammen, und in dem der Film dann auch realisiert wurde, also Japan: Die nonverbale Komponente der Kommunikation. Etwas einfacher formuliert: Was ist das „typisch Japanische“ an der Verhaltensweise und der Art, wie sich die Charaktere in diesem Film in ihrer Rolle bewegen?

Dr. Elke Hayashi unterrichtet an der Sophia Universität, in der Abteilung für Deutsche Literatur u.a.. Sie ist Diplom-Übersetzerin (u.a. Japanisch) und promovierte Japanologin. Zu ihren wesentlichen wissenschaftlichen Arbeiten zählen die Monographien „Ehrfürchtiges Staunen“ (Nonverbalik in Japan), „Tagelöhner und Obdachlose in Tokyo“, so wie die sprachwissenschaftlichen Aufsätze zum Modalverb „sollen“ und Adjektiv/Adverb im Deutschen.

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