Mittwoch, 15. Mai 2013, 18:30–20:00 Mit Deutschsprachigen in Japan unterwegs. Beobachtungen eines japanischen Fremdenführers

Was für ein Reiseziel ist Japan wohl für Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz? Mit Japan tut sich vor ihnen ein Land der Gegensätze auf.

Herr Kamei betreut seit 10 Jahren Gäste aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg und führte schon ca. 100 Gruppen mit insgesamt rund 1000 Gästen durch Japan. Die Zahl der Japan-Reisenden aus den oben genannten deutschsprachigen Ländern, beträgt laut Statistik 200.000 jährlich. Durch den Wechselkurs zwischen € und ¥ und vor allem nach dem katastrophalen Erdbeben in Ostjapan unterliegen die Zahlen jedoch starken Schwankungen.

Laut Werbeslogan wird Japan meist folgendermaßen beworben: „Japan – Sushi, Sake und mit dem Shinkansen zum Koya-san“ , „Kirschblüte, Kamikaze und Vulkanbad“, oder aber „Gartenreise ins unbekannte Japan“.
Was die Werbeslogans natürlich verschweigen, sind die unübersehbaren Kulturunterschiede zwischen Japan und dem deutschsprachigen €pa – eine völlig fremde Religion, die Hightech-Toiletten und Bäder, das Schuheausziehen vor dem Betreten eines Hauses, das fremde Essen, die weitverbreitete Benutzung von Mundschutz-Masken im Alltag und vieles mehr.
Im Rahmen dieses Vortrags hören wir, wie Herr Kamei das Aufeinanderprallen der Kulturen erlebt, wie er etwaige Probleme löst und was er im Rahmen seiner Arbeit als Reiseleiter sonst noch Spannendes erlebt und zu erzählen hat.

Naomi Kamei wurde in Maebashi, nördlich von Tokyo, geboren und studierte Ingenieurwissenschaften an der staatlichen Universität von Gunma. Von 1961 bis 1977 arbeitete er für den Handelskonzern Toyomenka, u.a. auch einige Jahre in Hamburg. 1978-2003 war er beim Fertighaushersteller Misawa Homes tätig, von 1993-2003 als Präsident von Misawa Homes Hanken Co.Ltd. Nach seiner Pensionierung erwarb er die offizielle Fremdenführer-Qualifikation von JGA (Japan Guide Association), Klasse A. Außerdem arbeitet er noch als Essayist und Berater der Firma Roofearth.