OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Mittwoch, 11. Dezember 2019, 18:30-20:00 UhrNakaso Hitomi und Ikeda Wakana: „Traditionelle japanische Musikinstrumente – zeitlos faszinierend“

Traditionelle japanische Musikinstrumente? Monoton, langweilig und die Musik eher zum Einschlafen? Warum gelten bei der Shamisen solche für europäische Ohren eher unreine und störende Sawari-Laute als typisch und unentbehrlich? Wie kommt das, dass die Shamisen als eines der traditionellen Instrumente Japans anerkannt ist, und die meisten Bauteile trotzdem importiert werden müssen? Stimmt es, dass Musiknoten von oben nach unten gelesen werden? Inwiefern kann man die japanische Koto mit der deutschen Zither vergleichen? Lässt sich mit Koto und Shamisen auch westliche Musik intonieren?

Shamisen
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Das sind Fragen, die mich schon seit Langem beschäftigen und zugleich auch faszinieren. Unterstützt von meiner kompetenten Lehrerin und professionellen Koto– und Shamisen-Spielerin, Frau Wakana Ikeda, lade ich Sie zu einem musikalischen Experiment ein, an dessen Ende wir vielleicht nicht jede der oben aufgeworfenen Fragen beantworten können, aber doch unser Verständnis für die japanische Art des Musizierens erweitert haben werden.
Und weil es in die Jahreszeit passt, wird unser kleines Ensemble natürlich auch musikalisch zur weihnachtlichen Stimmung beitragen. (Nakaso Hitomi)

Nakaso Hitomi, deutschsprachige Reiseleiterin und Übersetzerin von Beruf, Studium an der Fremdsprachen-Universität zu Osaka, lernt seit 2014 Koto und kämpft mit der Shamisen seit 2018.
Ikeda Wakana, Magister an der Tokyo University of the Arts (Tokyo Geidai), begann mit 4 Jahren Koto zu spielen und Shamisen mit 13. Assistent-Dozentin an der Tsukuba University (traditionelle japanische Musikinstrumente) und gibt auch Privatunterricht. Professionelle Koto- und Shamisenspielerin der Miyagi-Kotoschule.