Montag, 16. Februar 2015, 10:00 - Sonntag, 22. Februar 2015, 17:00 Ausstellung mit Holzskulpturen von Haruo Nanbu

Haruo Nanbu, 1958 in der Präfektur Toyama geboren, stammt aus einer Holzschnitzer-Familie, in der sog. ranma (geschnitze und und luftdurchlässige Schmuckpanele, die in traditionellen japanischen Häusern zwischen dem oberen Türbalken und der Decke angebracht sind), Schnitzereien für Tempel, aber auch Inneneinrichtungen für Privathäuser hergestellt wurden.

Kampferbaum (kusunoki) oder jap. Zelkoven (keyaki), die in Japan häufig zum Schnitzen Verwendung finden, begleiteten ihn seit seiner Kindheit. Beeinflusst von den Ausdrucksformen des deutschen expressionistischen Künstlers Ernst Barlach, sind die Skulpturen von Nanbu immer figürlich und aus einem durchgehenden Block geschlagen.

Den Reiz des Schnitzens sieht Nanbu in der Schwierigkeit, die Schönheit und das Eigenleben des unbehauenen Holzes mit seinen eigenen Vorstellung von dem Werk in Einklang zu bringen.

Haruo Nanbu “心壊” (2008)
Haruo Nanbu “心壊” (2008)