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Montag, 16. März 2026, 10:00 - Sonntag, 22. März 2026, 17:00 Niwa Yūta: „Zeiten des Rausches“
Der Titel der Ausstellung „Zeiten des Rausches“ (Tōsuijidai, 陶酔時代) verbindet zwei Themen, die den Künstler Niwa Yūta seit einigen Jahren beschäftigen: Fest und Krieg. Obwohl sie Gegensätze zu sein scheinen, eint sie eine Form von Rausch – eine intensive, mitreißende Energie, die Menschen erfasst.
Das deutsche Wort „Rausch“ bezeichnet dabei nicht nur eine lebensbejahende, feiernde Ekstase, sondern auch einen Zustand, in dem individuelles, rationales Denken in den Hintergrund tritt und in kollektive Erregung oder Raserei umschlägt. Die diffuse Unruhe und emotionale Aufladung, die unsere heutige Gesellschaft prägen, erinnern an Dynamiken, die die Geschichte bereits mehrfach hervorgebracht hat.
In seinen Arbeiten setzt sich Niwa Yūta mit Kräften auseinander, denen sich der Mensch kaum entziehen kann – mit unsichtbaren Bedrohungen und kollektiven Ängsten. Er fasst sie als ein „schwarzes Etwas“, das die Bildfläche durchdringt oder als Präsenz spürbar wird. Mit Tusche und traditionellen Techniken fragt er nach der Natur dieses Dunklen und danach, wie Menschen seit jeher versuchen, dem Unbegreiflichen eine Form zu geben.
Gleichzeitig verweist die Ausstellung auf eine einfache Handlung: Menschen, die an einem Tisch zusammenkommen, essen, trinken und teilen. Vielleicht liegt gerade darin eine Möglichkeit, dem zerstörerischen Rausch etwas entgegenzusetzen – und eine Form von Gemeinschaft zu finden, die nicht auf Eskalation beruht.
Nach dem Abschluss des Aufbaustudiengangs für Malerei an der Kyoto University of Art im Jahr 2019 ging Niwa Yūta (丹羽優太) für mehrere Monate zu Studienzwecken nach Peking. Anschließend lebte und arbeitete er zweieinhalb Jahre im Kōmyō-in, einem zum Tōfuku-ji in Kyoto gehörenden Zen-Tempel, wo er 32 Schiebetürbilder (Fusuma-e) schuf.
https://yutaniwa.com/
Ausstellungsmacher: Stefan Speidel
ドイツ語の Rausch(ラウシュ)には、生を肯定する祝祭的な高揚と同時に、理性的な判断を失わせ、集団的な興奮や狂気へと転じていく危うさも含まれています。現代社会を覆う得体の知れない不安や高揚感は、歴史が幾度となく示してきた危険な熱気と地続きなのかもしれません。
私はこれまで、人々が抗うことのできない巨大な力や、目に見えない厄災を「黒い何か」として描いてきました。それは、理解しがたい恐怖に形を与え、折り合いをつけようとしてきた人類の営みの延長でもあります。本展では、水墨という表現を通して、その「黒い何か」の正体をあらためて問い直します。
人々が同じテーブルを囲み、食事を分かち合う。このあまりにもシンプルな行為の中にこそ、破壊的な陶酔から私たちを引き戻す手がかりがあるのではないでしょうか。
丹羽優太は2019年に京都芸術大学大学院美術研究科を修了後、北京へ留学。その後、京都・東福寺塔頭光明院にて約2年半にわたり住み込みで制作を行い、32面の襖絵を手がけました。
自然災害や社会的不安など、人間の力では制御できないものを主題に制作を行ってきました。作品に現れる「黒い何か」は、目に見えない厄災や恐怖の象徴です。水墨や岩絵具などの伝統的素材を用い、不可視のものを可視化する試みを続けています。
その原点のひとつが、日本固有の生物であるオオサンショウウオとの出会いでした。具体的な形から出発し、やがて「厄災」という概念へと主題は広がっていきます。
近年は、Art Collaboration Kyoto「Golden Fight of Gods」や「キメラ・エピデミック」、MIDTOWN AWARD 2021 など、国内外で作品を発表しています。
OAG創立153周年記念行事では、展覧会「陶酔時代」をテーマに、丹羽優太が自身の作品や制作背景について講演を行います。
音楽は、京都を拠点とするギタリスト・渥美幸裕が担当し、伝統邦楽の音楽語法をギターによって現代的に表現します。
Intoxicated Age explores intoxication as a collective state — ranging from festive ecstasy to destructive frenzy.
Japanese painter Niwa Yūta reflects on invisible forces and anxieties shaping contemporary society through large-scale works created with traditional materials such as ink and mineral pigments.
For detailed information, please refer to the German or Japanese versions.





