Clemens Schlüter

Clemens Schlüter, Jahrgang 1955, studierte zunächst in Italien Theologie und Soziologie, bevor er sich dann in Köln und Bonn der Japanologie widmete, ergänzt durch Vergleichende Religionswissenschaften und Orientalische Kunstgeschichte. Es folgten zwei Jahre in Japan, davon eins als Austauschstipendiat an der Sophia-Universität/Tokyo.

Zurück in Köln wurde er Zeuge einer sensationellen Entdeckung im Museum für Ostasiatische Kunst: Eine bis dahin eher als unscheinbar eingestufte hölzerne Skulptur des Bodhisattva Jizō entpuppte sich als Erstlingswerk des Kōen-Daibusshi aus dem Jahre 1249. Für die nachfolgende Sonderausstellung über die Seele des Jizō leistete er photographische Beiträge über den Glauben an den Bodhisattva heute. Konsequent verfolgte er dann in seiner Magisterarbeit die Geschichte des Jizō von den Anfängen in Indien bis zu seiner Funktion als Schutzpatron der Kinder im gegenwärtigen Japan. Schon früh führte ihn seine Faszination für die vielfältigen Erscheinungsformen des Jizō zu einer regen Sammeltätigkeit. Heute umfasst die Sammlung der Familie Schlüter rund 1.700 Objekte, jetzt jedoch mehrheitlich bestehend aus Werken von Kunstschaffenden.