Vorträge
Mittwoch, 10. Dezember 2025, 18:30–20:00 Prof. Dr. Susanne Schermann: „Populär, aber kaum bekannt: Das japanische Volkstheater Taishū Engeki“
Wahrscheinlich haben Sie schon vom „fahrenden Volk“ gehört – von Spielleuten und Minnesängern des Mittelalters oder den Wanderbühnen der frühen Neuzeit.
Doch hätten Sie gedacht, dass es in Japan bis heute Schauspieltruppen gibt, die Monat für Monat weiterziehen, in einem neuen Theater auftreten – und dort auch leben?
Dass die Kinder dieser Schauspieler mitreisen und ständig die Schule wechseln?
Dass manche Fans ihren Lieblingsensembles sogar von Ort zu Ort folgen?
In diesem Vortrag geht es um die Geschichte und Gegenwart dieser erstaunlich lebendigen Theaterform Taishū Engeki 大衆演劇: um ihren Spielplan und den Alltag der Truppen, um die Kommunikation mit dem Publikum – von traditionellen Bühnenformen bis zu modernen sozialen Medien.
Tauchen Sie ein in eine faszinierende Parallelwelt, die mitten in der Gegenwart existiert – populär, bewegend und doch fast unbekannt.





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Dr. phil. Susanne Schermann ist Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf dem japanischen Kino. Sie studierte ab 1987 an der Waseda-Universität Filmgeschichte und wurde dort 1998 mit einer Dissertation über den Regisseur Naruse Mikio promoviert. Seit 1999 lehrt sie als Professorin an der Meiji-Universität.
Ihr Forschungsinteresse gilt dem japanischen Film, insbesondere der Zeit zwischen 1930 und 1970, sowie der Geschichte von Kinos als architektonische und kulturelle Räume. In den letzten Jahren veröffentlichte sie Arbeiten zum japanischen Propagandafilm, shinpa-Film und Kinos im ländlichen Raum.
Aktuell forscht sie über den Drehbuchautor Noda Kōgo sowie über Mishima Yukio und dessen Verhältnis zum Film.
Im Anschluss: Gemütlicher Jahresausklang bei Lebkuchen, Glühwein und mehr.
Der Besuch des Vortrags ist kostenlos und ohne vorherige Anmeldung möglich.
Beitrag für die anschließende Feier (20.00 bis ca. 21.30 Uhr) mit Buffett, Glühwein und mehr:
2.000 Yen für Mitglieder, 2.500 Yen für Nicht-Mitglieder.
Geld- oder (kulinarische) Sachspenden sind sehr willkommen.





