OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Carl Emil Adolph Leysner

Carl Emil Adolph Leysner (1840–1926) reiste nach seiner Ausbildung als Kaufmann 1863 in die Niederlande. 1866 traf er zusammen mit A. Dumelin in Yokohama ein. Adolph Leysner ist erstmalig in den Japan Directories 1867 als Mitarbeiter der Firma Trautmann & Co., Kaufmann, Yokohama gelistet. Als Trautmann & Co. nach nur einem Jahr bereits 1868 wieder liquidiert wurde, entsandte die Firma Textor & Co. Adolph Leysner 1869 als ihren Vertreter nach Niigata. Er wurde auch als deutscher Konsul für Niigata berufen. Zusammen mit A. R. Weber gründete er dort Leysner & Co. Die geschäftliche Partnerschaft war anscheinend nicht harmonisch, aber auch nicht erfolglos. Trotzdem verschärfte sich die Partnerschaft im Laufe der Zeit und führte 1873 zur Trennung. C. E. Adolph Leysner und A. R. Weber wurden ab 1874 selbstständige, aber getrennte Kaufleute in Niigata. Leysner nahm aber weiterhin in seiner Eigenschaft als Konsul Einfluß auf Webers Geschäfte und schikanierte ihn, teilweise auch mit seiner Polizeigewalt als Konsul. Diese ständigen Differenzen und auch eingetretene ökonomischen Verluste veranlassten ihn, Japan etwa 1878 zu verlassen. Leysner dagegen blieb in Japan bis 1884. Das Konsulat von Niigata wurde mit der Rückkehr der letzten beiden Deutschen, des Konsuls C. E. Adolph Leyssner und seines zeitweiligen Vertreters H. Hoeninghaus, im März 1882 geschlossen, das Archiv dem Generalkonsulat übergeben. Ab 1885 wurde Adolph Leysner wieder im Melderegister der Stadt Krefeld als Seidenweberfabrikant, von London kommend, eingetragen. Er lebte hier bis zu seinem Tod.