<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" 
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" 
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" 
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" 
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" 
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/">
<channel>
<title><![CDATA[OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo) - 公益社団法人オーアーゲー・ドイツ東洋文化研究協会]]></title>
<description><![CDATA[Die OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) in Tokyo ist ein Treffpunkt für alle Deutschsprachigen, die an Japan und Ostasien interessiert sind. Die OAG wurde 1873 von deutschen Kaufleuten, Gelehrten und Diplomaten in Tokyo gegründet. Ihr Ziel ist es, die Länder Ostasiens, insbesondere Japan, zu erforschen und Kenntnisse darüber zu verbreiten. Diese wissenschaftliche Aufgabe verbindet die OAG mit einer geselligen Funktion. So sind neben der Vortrags- und Veröffentlichungstätigkeit Exkursionen, Reisen, Feiern und kulturelle Veranstaltungen Bestandteil der Aktivitäten der]]></description>
<language>de</language>
<link>https://oag.jp/</link>
<atom:link href="https://oag.jp/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
<image>
<url>https://oag.jp/core/ico/favicon-512.png</url>
<link>https://oag.jp/</link>
<title><![CDATA[OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo) - 公益社団法人オーアーゲー・ドイツ東洋文化研究協会]]></title>
</image>
<lastBuildDate>Fri, 25 Sep 2026 04:05:37 +0000</lastBuildDate>
<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
<item>
<title><![CDATA[Notizen Oktober 2026 | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/books/notizen-oktober-2026/</link>
<guid isPermaLink="false">36496</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 03:00:09 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Fri, 25 Sep 2026 04:05:10 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/books/"><![CDATA[Publikationen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-cat/oag-notizen/"><![CDATA[OAG Notizen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/biographien/"><![CDATA[Biographien]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/china/"><![CDATA[China]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/geschichte/"><![CDATA[Geschichte]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/politik/"><![CDATA[Politik]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/heinrich-menkhaus/"><![CDATA[Heinrich Menkhaus]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/karin-yamaguchi/"><![CDATA[Karin Yamaguchi]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/sven-saaler/"><![CDATA[Sven Saaler]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/thomas-weyrauch/"><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></category>
<description><![CDATA[Zum Titelbild Impressum_202610 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis OAG-Vorsitz …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/a3e55ee0c7f457a4b821fa253bb74f19-722x1024.jpg" /></figure>
<p> 56 Seiten Deutsch 2026 0 ¥ </p>
<h2>Zum Titelbild</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Impressum_202610.pdf">Impressum_202610</a></p>
<h2>Inhaltsverzeichnis</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_Inhaltsverzeichnis.pdf">Inhaltsverzeichnis</a></p>
<h2>OAG-Vorsitzende Karin Yamaguchi im Oktober 2026</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_BaM.pdf">BaM</a></p>
<h2>Feature</h2>
<p>Thomas Weyrauch<br />War Cao Kun ein „Ferkelpräsident“?<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_Feature-Cao-Kun.pdf">Feature Cao Kun</a></p>
<h2>Rezension I</h2>
<p>Prue S. Holstein:<br />The German Experience of Japan’s Treaty Port System.<br />A Case Study of C. Nickel & Co. Ltd., 1860–1923.<br />Routledge, 2025.<br />(Sven Saaler)<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_Rez-Holstein.pdf">Rez Holstein</a> </p>
<h2>Rezension II</h2>
<p>David Baerwald:<br />The Fire Agent. A Novel. <br />Spiegel & Grau. New York, 2026<br />(Heinrich Menkhaus)<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_Rez-Baerwald.pdf">Rez Baerwald</a></p>
<h2>Neuzugänge / Neuanschaffungen</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2610_Neuzugaenge_Neuanschaffungen.pdf">Neuzugänge Neuanschaffungen</a></p><p><a href="https://oag.jp/books/notizen-oktober-2026/">oag.jp/books/notizen-oktober-2026</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/09/a3e55ee0c7f457a4b821fa253bb74f19.jpg" length="344331" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lutz Walter und Jonas Rüegg: „Die Entdeckung der Bonin-Inseln (Ogasawara guntō) auf japanischen und europäischen Landkarten“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/lutz-walter-und-jonas-rueegg-die-entdeckung-der-bonin-inseln-ogasawara-gunto-auf-japanischen-und-europaeischen-landkarten/</link>
<guid isPermaLink="false">36526</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 06:15:09 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Fri, 25 Sep 2026 02:44:10 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/lutz-walter/"><![CDATA[Lutz Walter]]></category>
<description><![CDATA[„Ehe wir diese allgemeine geographische Nachrichten schließen, müssen wir noch z …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>„Ehe wir diese allgemeine geographische Nachrichten schließen, müssen wir noch zweier Inseln erwähnen, die von Osju Ost- und Nordwestwärts etwa 150 Meilen entfernt sind, aber doch, wie die Japaner behaupten, zu ihrem Reiche gehören. Sie habn sehr schöne Namen; die kleinste, nördlichste und also entfernteste heißt Ginsima, d. i. Silberinsel; die nähere Kinsima, d. i. Goldinsel. Die Beschaffenheit und Lage dieser Eylande wird vor den Ausländern sehr verborgen gehalten, und dies umso mehr, weil die viel versprechenden Namen schon lange die Lust einer genauern Bekantschaft bei den Europäern erzeugt haben. Der König von Spanien ließ sie schon 1620 durch einen erfahrenen Schiffer aufsuchen, der sie aber, weil ihm die Lage nicht genau bekannt war nicht finden konnte …<br />Im Jahre 1675 entdeckten die Japaner eine große Insel, durch eine von ihrer Insel Fatsisjo mit Sturm dahin verschlagenen Barke. … Man hat auf derselben keine Menschen aber einen guten Boden, Bäche, fruchtbare Bäume … angetroffen … Man gab dieser Insel den Namen Bunesima, und legte ihr, weil sie unbewohnt ist, den Charakter (das Schriftzeichen) einer Insel ohne Menschen bei.“</p>
<p>Engelbert Kaempfer, der sich im Dienste der VOC (Niederländische Ostindien-Kompanie) ab September 1690 für gut zwei Jahre in Japan aufhielt, beschreibt hier in seinem posthum 1728 zunächst in englischer Übersetzung und erst 1770 auf Deutsch erschienen Werk <a href="https://www.iudicium.de/katalog/931-1.htm">Das heutige Japan</a> die Entdeckung der Bonin-Inseln im Jahr 1670 durch japanische Schiffbrüchige, die mit einer Ladung Orangen von Miyazaki nach Edo unterwegs gewesen waren. Ihr Bericht an die zuständigen Behörden hatte ungeachtet der offiziellen Politik der Landesabschließung (sakoku) die Ausrichtung einer Expedition zur Erkundung des neu entdeckten Archipels zur Folge, unter dem Kommando von Shimaya Ichizaemon, einem Kapitän, der noch vor dem Erlass der Sakoku-Verbote Erfahrung auf hoher See gesammelt hatte. Nach seiner Rückkehr musste Shimaya jedoch feststellen, dass seitens der Shogunatsregierung kein weiteres Interesse an der Erschließung der Bonin-Inseln bestand. Das mag auch daran gelegen haben, daß er zwar verschiedene Hölzer, Muscheln, Mineralien und lebende Vögel mitgebracht hatte, um den Reichtum der Inseln an Rohstoffen zu demonstrieren, aber weder Gold noch Silber.</p>
<figure><img fetchpriority="high" src="https://oag.jp/img/2026/09/Abraham-Ortelius-Maris-Pacifici-1589-1024x768.jpeg" /><figcaption>Abraham Ortelius 1589, Maris Pacifici</figcaption></figure>
<p>Noch vor den japanischen Schiffbrüchigen hatten spanische Seefahrer bei dem letztlich wegen der Unkenntnis widriger Winde (Nordwestpassat) erfolglosen Versuch, Neu-Spanien von den Philippinen aus zu erreichen, einige der Bonin-Inseln gesichtet, wovon Kaempfer ebenfalls berichtet, allerdings ohne sie betreten zu haben. Am 25. September 1543 sichtete Bernardo de la Torre (gest. 1545) mit seiner Mannschaft auf der „San Juan de Letrán“ eine kleine Insel, die sie wegen hoch aufschäumender Wogen „Mal abrigo“ (schlechter Ankerplatz) bzw. „Aprioocchio“ (Augen offen halten!) nannte. Im weiteren Verlauf nördlich der „Ladrones“ (die Marianen, entdeckt 1521 von Magellan) sahen sie zwei Inseln, die sie „Las dos hermanas“ (die zwei Schwestern) nannten. Einen Vulkan, der an drei Stellen eruptierte, nannten sie „Balcones“ (Bolcanes = Vulkane). Am 2. Oktober sichteten sie „Forfana“ (huérfana = das Waisenkind). Eine spanische Bezeichnung für die Bonin-Inseln insgesamt, „Islas de Arzobispo“, geht ebenfalls auf Bernardo de la Torre zurück.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/van-Langren_ostorientierte-Karte-Asiens-1596-1-1024x768.jpg" /><figcaption>van Langren 1596, ostorientierte Karte Asiens</figcaption></figure>
<p>Wohl nicht zuletzt, weil manche dieser Entdeckungen zu wichtigen Fixpunkten auf dem Seeweg nach Japan wurden, fanden sich deren Benennungen durch die spanischen Seefahrer in variierenden Schreibweisen zunächst auf portugiesischen Portolankarten und bereits im 16. Jahrhundert auf zahlreichen gedruckten Welt- und Asienkarten wieder, wo sie auch noch im 19. Jahrhundert auftreten. </p>
<p>Zu Beginn des 18. Jahrhunderts lebte das Interesse an den Bonin-Inseln auch in Japan wieder auf. Zwischen 1719 und 1722 befahl Shōgun Yoshimune, eine erneute Expedition auszurichten, was letztlich jedoch erfolglos blieb, weil Japan infolge der Sakoku-Politik nicht mehr über die für die Hochseeschiffahrt notwendige Expertise verfügte. </p>
<p>Mit der Behauptung, sein Vorfahr Ogasawara Sadayori habe zwischen 1593 und 1626 dort gelebt, erhob der herrenlose Samurai Ogasawara Chōkei 1702 Anspruch auf die Inseln, die seinem Vorfahr von keinem geringeren als Tokugawa Ieyasu zugesprochen worden seien. 1728 wiederholte Sadatoris Sohn Ogasawara Sadatō diesen Anspruch und brach schließlich mit Genehmigung eines Beamten in Osaka dorthin auf, obwohl auch sein Antrag zurückgewiesen worden war. Tragischerweise kehrte er von dieser Expedition nicht zurück, und die Familie wurde mit dem Entzug ihres Status als Samurai für seine Unbotmäßigkeit bestraft. In einer tragisch-ironischen Wendung berief sich die Meiji-Regierung auf die angebliche Inbesitzname durch die Ogasawara im 16. Jahrhundert, als sie die Inselgruppe 1876 als japanisches Territorium beanspruchte und das Archipel offiziell in „Ogasawara Guntō“ umbenannte.</p>
<p>Mit der Veröffentlichung seiner geopolitischen Studie „Sankoku Tsūran Zusetsu“ (Überblick über drei Königreiche) im Jahr 1786 zielte deren Autor Hayashi Shihei auf eine Neubewertung bzw Neuausrichtung der zentristischen Abschließungspolitik Japans ab. Die Besiedlung und wirtschaftliche Entwicklung der bisher menschenleeren Inseln, „bunin shima“, mit ihrem milden Klima und ihren zahlreichen natürlichen Häfen würde nicht nur die nationale Sicherheit stärken, sondern auch volkswirtschaftlichen Zwecken dienen. Auf keinen Fall dürfe dieser Außenposten im Südosten in fremde Hände fallen. Visualisiert wurden Hayashis Thesen durch Landkarten von Ezo (Hokkaidō, Kamchatka und Sakhalin), Korea, Ryūkyū (Taiwan) und den Bonin-Inseln, sowie einer Gesamtkarte, die Japan nicht als Anhängsel des Asiatischen Kontinents zeigt, sondern im Zentrum eines das Kernreich schützend umgebenden Archipels. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/Hayashi-shihei-1786_SankokuTsuuran-kouchi-rotei-zenzu-1-765x1024.jpeg" /><figcaption>Hayashi Shihei 1786, Sankoku Tsūran kōchi rotei zenzu</figcaption></figure>
<p>Vermutlich hätte es all dieser Argumente gar nicht bedurft, um das 1792 erlassene Verkaufsverbot des fertigen Werks sowie die Einziehung und Vernichtung der unverkauften Exemplare und der Druckplatten zu bewirken. Allein schon die Tatsache, dass Fragen von derartiger sicherheitspolitischer Bedeutung unter Missachtung erst kürzlich erlassener einschlägiger Zensurbestimmungen in aller Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt wurden, hätte genügend Anlass dafür geboten. Allerdings haben die Maßnahmen die Verbreitung des Werks nicht mehr verhindern können, da sich bereits zuviele Exemplare im Umlauf befanden, von denen wegen des starken Publikumsinteresses auch zahlreiche manuelle Kopien kursierten.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/Hayashi-Shihei-Muninjima-1786-1024x443.jpg" /><figcaption>Hayashi Shihei 1786, Muninjima</figcaption></figure>
<p>Ein Exemplar der gedruckten Ausgabe gelangte mit Isaac Titsingh (1745–1812) nach Paris, der den Text ins Französische übersetzte. Beides, Original und Übersetzung, erwarb nach Titsinghs Tod Jean-Pierre Abel-Rémusat. Dieser veröffentlichte im Juli 1817 im Journal des Savants eine gekürzte Fassung des Texts über die Bonin-Inseln, der er eine von ihm selbst verfertigte Karte der „Isles Bo-nin“ beifügte. Ein Nachdruck erschien 1842. Inzwischen war die Originalausgabe nach Abel-Rémusats Tod in die Hände von Julius Klaproth gelangt, der 1832 im Auftrag des Oriental Translation Fund of Great Britain and Ireland eine französischsprachige Ausgabe edierte, der farbgetreue Reproduktionen aller fünf Karten des Originals beigegeben wurden. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/d831a97501457858f15e3b2bb33b0499-513x1024.jpg" /><figcaption>Klaproth 1832, Mouninsima ou Ogasawara sima</figcaption></figure>
<p>Frederick William Beechey, Kapitän der H.M.S. Blossom, führte eine Übersetzung von Hayashis Programmschrift mit sich, als er im Zuge seines Auftrags zur Exploration der Inseln im Südpazifik im Juni 1827 die Bonin-Inseln erreichte, und lieferte gleichzitig den lebendigen Beweis für die Berechtigung von Hayashis Sorge vor der Bedrohung japanischer territorialer Ansprüche auf die Bonin-Inseln durch fremde Mächte. Vor Verlassen der Bonins, nachdem er Teile des Archipels kartiert hatte, befestigte er an einem Baum ein mit einer Kupferplatte beschlagenes Brett mit der eingravierten Aufschrift:</p>
<p>HBM Ship Blossom Capt F. W. Beechy took possession of this Group of Islands<br />in the Name and on the behalf of His Britannic Majesty George the IV on the 14th June 1827. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/48286bca9c186640507ba3c32b91f135-1024x769.jpg" /><figcaption>Beechey 1827, Port Lloyd</figcaption></figure>
<p>Infolge der Entdeckungsreisen Cooks entwickelte sich zwischen den seefahrenden Nationen ein Wettlauf um die Entdeckung der Inseln im Pazifik mit Protagonisten wie de La Perouse, Broughton und Krusenstern, die ebenfalls kartografisch Zeugnis von den Bonin-Inseln ablegten. </p>
<p>Als möglicher Siedlungsort war ihnen lange kaum Aufmerksamkeit geschenkt worden. Als erste zeigten im 19. Jahrhundert Walfänger Interesse an der Möglichkeit, dort ihre Vorräte an Trinkwasser und anderen Nahrungsmittel zu ergänzen, und gelegentlich blieben einzelne Besatzungsmitglieder zurück und lebten für einige Zeit auf den Inseln. Zu einer dauerhaften Besiedlung kam es jedoch erst, als Richard Carlton, der erste britische Konsul auf den Sandwich-Inseln (Hawai’i) eine Gruppe von ca. 30 bis 40 Kolonisten auf Chichijima ansiedelte, darunter fünf Männer aus vier verschiedenen Ländern, der Rest Männer, Frauen und Kinder aus Hawai’i.</p>
<p>Obgleich das Territorium von Beechey für die Krone in Besitz genommen worden war, erhielt die kleine Kolonie keinerlei offizielle Anerkennung oder Unterstützung und blieb weitgehend auf sich selbst gestellt. Schnell wurde sie zu einem beliebten Geschäftspartner der Walfänger. Die Bedeutung der Inseln für deren Versorgung erkannte auch Perry, der zu diesem Zweck auf Peel’s Island (Chichijima) sogar ein Grundstück erwarb.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/Perry-1856_Chart-of-the-Bonin-Group-768x1024.jpg" /><figcaption>Perry 1856, Chart of the Bonin Group</figcaption></figure>
<p>Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Herkunft der Insulaner entwickelte sich eine einzigartige hybride Kultur mit einer eigenen englisch-basierten Kreolsprache. Im Zuge der Meiji-Restauration gliederte das Kaiserreich Japan das Archipel 1876 in sein Hoheitsgebiet ein. Die westlich-polynesischen „Ureinwohner“ wurden japanische Staatsbürger, während gleichzeitig eine starke japanische Zuwanderung einsetzte. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Inseln evakuiert und später heftig umkämpft. Von 1945 bis 1968 standen sie unter US-amerikanischer Militärverwaltung, bevor sie an Japan zurückgegeben wurden.</p>
<p>Heute wohnen etwa 3.000 Menschen auf den Inseln. Sie sind also nicht mehr „bunin“ bzw. „mujin“, aber dennoch bei weitem nicht so überlaufen, wie manche anderen Gegenden unseres Gastlandes. Mit ca. 73 Quadratkilometern machen sie nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtfläche Japans aus (etwa 0,028 Prozent) und üben dennoch eine starke Faszination aus. Nicht zuletzt mag dies damit zusammenhängen, dass sie nach wie vor schwer zu erreichen sind. Historische Landkarten erlauben uns eine Zeitreise entlang ihrer Entdeckungsgeschichte.</p>
<p>Der Vortrag beruht im Wesentlichen auf der Monographie von Jonas Rüegg <a href="https://www.cambridge.org/core/books/kuroshio-frontier/A3240222992D53CAAAB0223267DEFEB8">The Kuroshio Frontier, Empire and Environment in the Making of Japan’s Pacific</a>, Cambridge University Press, 2025. Die Geschichte der Entdeckung und Entwicklung der Bonin-Inseln wird anhand des verfügbaren Kartenmaterials von Lutz Walter vorgetragen und erläutert. Jonas Rüegg nimmt per Zoom teil und steht für Fragen bzw. Ergänzungen zur Verfügung.</p>
<p><b>Lutz Walter</b>, juristische Ausbildung in Berlin, München (2. Staatsexamen 1974) und Kyoto (LL.M. 1979). Von 1984 bis 2007 Tätigkeit für ein deutsches Industrieunternehmen in Tokyo. In dieser Zeit Mitarbeit in den Gremien der OAG, zunächst im damaligen Wissenschaftlichen Ausschuss, dem heutigen Publikationsausschuss, später in verschiedenen Funktionen im Vorstand. 1993 aus Anlass des 120jährigen Gründungsjubiläums Gestaltung einer Ausstellung zur Kartographiegeschichte Japans, die in Tokyo, Kobe und Nagasaki, sowie in Berlin und schließlich in New York gezeigt und jeweils von einem Katalog in Japanisch bzw. Deutsch und Englisch begleitet wurde. Lebt seit 2007 etwa hälftig in Kyoto und München.</p>
<p><b>Jonas Rüegg</b> unterrichtet Geschichte Japans, des Pazifiks und Globalgeschiche an der Universität Zürich. Nach mehrjährigen Forschungsaufenthalten in Japan und Taiwan hat er sein Doktorat in History and East Asian Languages 2022 an der Harvard University erworben. 2025 erschien von seine Monographie <a href="https://www.cambridge.org/core/books/kuroshio-frontier/A3240222992D53CAAAB0223267DEFEB8">The Kuroshio Frontier, Empire and Environment in the Making of Japan’s Pacific</a>bei Cambridge University Press. <a href="https://jonasruegg.com/">https://jonasruegg.com/</a></p>
<p><b>ACHTUNG WINTERZEIT!!</b><br /><b>Zeit:</b> 18.30-20.00 Uhr (Japan), 10.30-12.00 Uhr (MESZ)<br /><b>Zoom-Link:</b> <a href="https://us02web.zoom.us/j/81735259155?pwd=jzzT5OOEcXWGpBQxcgtdlWx8B7drz9.1">https://us02web.zoom.us/j/81735259155?pwd=jzzT5OOEcXWGpBQxcgtdlWx8B7drz9.1</a><br /><b>Meeting ID:</b> 817 3525 9155<br /><b>Passcode:</b> 610412</p>
<li>4. November 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/lutz-walter-und-jonas-rueegg-die-entdeckung-der-bonin-inseln-ogasawara-gunto-auf-japanischen-und-europaeischen-landkarten/">oag.jp/events/lutz-walter-und-jonas-rueegg-die-entdeckung-der-bonin-inseln-ogasawara-gunto-auf-japanischen-und-europaeischen-landkarten</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/09/van-Langren_ostorientierte-Karte-Asiens-1596.jpg" length="694077" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[OAG-Herbstwanderung zum Tsurutsuru-Onsen. Leitung: Jürgen Draschan | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/oag-herbstwanderung-zum-tsurutsuru-onsen-leitung-juergen-draschan/</link>
<guid isPermaLink="false">36519</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:48:09 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:49:10 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/exkursionen/"><![CDATA[Exkursionen]]></category>
<description><![CDATA[Vom Bahnhof JR Musashi-Itsukaichi gehen wir kurz durch die Stadt Itsukaishi Rich …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Bahnhof JR Musashi-Itsukaichi gehen wir kurz durch die Stadt Itsukaishi Richtung Wald. Am Anfang des Waldweges gibt es einen etwas steileren Anstieg, der dann auch bald eine schönen Ausblick auf das Akigawa-Tal bietet. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/foto-1024x768.jpeg" /></figure>
<p>Danach führt der Weg mit leichterem aber konstantem Anstieg meistens durch Waldgebiet. Nach ca. drei Stunden passieren wir den Asoyama (794 m). Etwa eine Stunde später, nach einer Rast am Fuße des Hinode, den wir im Frühjahr erklommen haben, steigen wir dieses Mal vorher ab mit Ziel Tsururu-Onsen, wo offiziell die Wandertour endet. </p>
<p>Wer möchte, kann sich dort im Freiluft-Becken (Eintritt 1.150 Yen) entspannen oder nur das Restaurant genießen oder auch direkt mit dem Bus (ca. alle 30 Min.) zurück zum Bahnhof JR Musashi-Itsukaichi fahren.<br /><a href="http://www.tsurutsuru-onsen.com">www.tsurutsuru-onsen.com</a></p>
<p><b>Empfohlene Bahnverbindung </b><br />Shinjuku ab 8.11 Uhr mit dem Expresszug „Tokkyū“ der Chūō-Linie Richtung Ōme;<br />Umsteigen in Haijima (an 8.54 Uhr / ab 9.08 Uhr),<br />Ankunft in Musashi-Itsukaichi 武蔵五日市駅 9.25 Uhr.</p>
<p><b>Voraussetzungen:</b> Gute Grundkondition, gutes Schuhwerk, warme Kleidung, Regenschutz.<br />Getränke und Proviant bitte selbst mitbringen.<br />Der Tsurutsuru-Onsen verfügt auch über ein preiswertes Gasthaus</p>
<p><b>Wanderzeit total:</b> ca. 5 Stunden. <b>Teilnahme auf eigene Gefahr!</b><br />Die Wanderung wird nur bei guter Witterung durchgeführt.<br />Bei Schlechtwetter muss die Herbstwanderung leider abgesagt werden.<br />Leitung: Jürgen Draschan</p>
<li>25. Oktober 2026, <b>09:30</b>–<b>15:30</b><b> Uhr</b></li>
<li>JR Musashi-Itsukaichi</li>
<li>Einfache Fahrt ab Shinjuku: 910 Yen</li>
<li>Deutsch/Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/oag-herbstwanderung-zum-tsurutsuru-onsen-leitung-juergen-draschan/">oag.jp/events/oag-herbstwanderung-zum-tsurutsuru-onsen-leitung-juergen-draschan</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/09/foto.jpeg" length="1070204" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Medienabend mit Miriam Steimer und Sacha Seibert (ZDF-Studio Ostasien in Peking) | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/medienabend-mit-miriam-steimer-und-sacha-seibert-zdf-studio-ostasien-in-peking/</link>
<guid isPermaLink="false">36514</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:39:09 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:39:10 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/medienabend/"><![CDATA[Medienabend]]></category>
<description><![CDATA[Viele kennen die „ZDFheute“-Nachrichten, das „auslandsjournal“ oder auch die Kin …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Viele kennen die „ZDFheute“-Nachrichten, das „auslandsjournal“ oder auch die Kindernachrichten von „logo!“. Aber wie entstehen die Filme, die dort gezeigt werden? Und was passiert beim Dreh hinter der Kamera? Antworten darauf gibt das Team des ZDF-Studios Ostasien beim Medienabend in der OAG.</p>
<p>Von Nachrichtenbeiträgen über Magazine bis hin zu Dokumentationen bringen wir Ausschnitte aus aktuellen Beiträgen mit, erzählen von unserer Arbeit, den Herausforderungen und schönen Erlebnissen unserer Drehreisen – und freuen uns auf Ihre Fragen.</p>
<p><b>Miriam Steimer</b>, Jahrgang 1987, leitet seit 2022 das ZDF-Auslandsstudio Ostasien in Peking. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft sowie Französisch und einer journalistischen Ausbildung an der ifp-Journalistenschule in München war sie zunächst als freie Journalistin und seit 2012 in verschiedenen Redaktionen des ZDF tätig. Sie berichtete als mobile Reporterin unter anderem von den Terroranschlägen in Paris, dem G20-Gipfel in Hamburg und der französischen Präsidentschaftswahl 2017. Als ZDF-Korrespondentin ist sie für die Berichterstattung unter anderem aus China, Japan, Korea, der Mongolei und den Philippinen zuständig.</p>
<p><b>Sacha Seibert</b>, Jahrgang 1970, ist Kameramann und Cutter und seit 31 Jahren für das ZDF tätig. Er begann seine Tätigkeit für das ZDF in der Zentrale in Mainz und wechselte 2001 ins Landesstudio Saarland. In verschiedenen Auslandsstudios hat er Vertretungen gemacht und mehrere Jahre im ZDF-Studio Brüssel gearbeitet. Er reiste mit Papst Franziskus durch Südostasien und war zur aktuellen Berichterstattung in Grönland. Seit April 2026 verstärkt er das Team des ZDF-Studios Ostasien.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/09/IMG_6305.jpeg" /></figure>
<li>28. Oktober 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>OAG-Bibliothek, 4. Stock des OAG-Hauses</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/medienabend-mit-miriam-steimer-und-sacha-seibert-zdf-studio-ostasien-in-peking/">oag.jp/events/medienabend-mit-miriam-steimer-und-sacha-seibert-zdf-studio-ostasien-in-peking</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/09/IMG_6305.jpeg" length="1020530" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Notizen September 2026 | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/books/notizen-september-2026/</link>
<guid isPermaLink="false">35985</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 15:00:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Tue, 15 Sep 2026 05:48:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/books/"><![CDATA[Publikationen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-cat/oag-notizen/"><![CDATA[OAG Notizen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/biographien/"><![CDATA[Biographien]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/ethnologie/"><![CDATA[Ethnologie]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/geschichte/"><![CDATA[Geschichte]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/religion/"><![CDATA[Religion]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/heinrich-menkhaus/"><![CDATA[Heinrich Menkhaus]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/karin-yamaguchi/"><![CDATA[Karin Yamaguchi]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/rolf-harald-wippich/"><![CDATA[Rolf-Harald Wippich]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/ulrich-pauly/"><![CDATA[Ulrich Pauly]]></category>
<description><![CDATA[Zum Titelbild Impressum Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis OAG-Vorsitzende Ka …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/0d7c198ea71b16bb56a01126fb29e3c7-722x1024.jpg" /></figure>
<p> 68 Seiten Deutsch 2026 0 ¥ </p>
<h2>Zum Titelbild</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Impressum_202609.pdf">Impressum</a></p>
<h2>Inhaltsverzeichnis</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_Inhaltsverzeichnis.pdf">Inhaltsverzeichnis</a></p>
<h2>OAG-Vorsitzende Karin Yamaguchi im September 2026</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_BaM.pdf">BaM</a></p>
<h2>Feature</h2>
<p>Ulrich Pauly<br />Die goma-Feuerzeremonie des Shingon in Japan und ihre Entwicklung aus der vedischen homa-Feuerzeremonie Indiens<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_Feature_Goma-Feuerzeremonie.pdf">Feature_Goma-Feuerzeremonie</a></p>
<h2>Rezension I</h2>
<p>Harding, Christopher:<br />A Short History of Japan.<br />und<br />Die kürzeste Geschichte Japans.<br />Aus dem Englischen von Stephan Pauli<br />(Heinrich Menkhaus)<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_Rez_Harding_A-Short-History.pdf">Rez_Harding_A Short History</a></p>
<h2>Rezension II</h2>
<p>Raphael Studer:<br />Marginalized Imperialist.<br />The Global Life of Swiss Diplomat Paul Ritter (1865-1921)<br />(Rolf-Harald Wippich)<br /><a href="https://oag.jp/img/2026/08/Notizen-2609_Rez_Studer_Paul-Ritter.pdf">Notizen 2609_Rez_Studer_Paul Ritter</a></p>
<h2>Neuzugänge / Neuanschaffungen</h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_Neuzugaenge_Neuanschaffungen.pdf">Neuzugänge_Neuanschaffungen</a></p>
<h2>Vorstellung einer neuen digitalen Edition </h2>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/Notizen-2609_Neue-digitale-Edition.pdf">Neue digitale Edition</a></p><p><a href="https://oag.jp/books/notizen-september-2026/">oag.jp/books/notizen-september-2026</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/0d7c198ea71b16bb56a01126fb29e3c7.jpg" length="346865" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Künstlergespräch mit Kathrin Linkersdorff und Yuki Madoka | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/kuenstlergespraech-mit-kathrin-linkersdorff-und-yuki-madoka/</link>
<guid isPermaLink="false">34026</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 05:23:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Fri, 25 Sep 2026 03:25:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<description><![CDATA[Anlässlich der Ausstellung „Anthesis“ von Kathrin Linkersdorff findet ein öffent …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Ausstellung „Anthesis“ von Kathrin Linkersdorff findet ein öffentliches Gespräch zwischen der Künstlerin Kathrin Linkersdorff und Yūki Madoka, Associate Professorin der Kyūshū Universität, statt. Linkersdorffs Arbeit „Fairies VII/ 1“ (2023) wurde für das Cover des von Yūki im Jahr 2026 mitherausgegebenen Buches Yomigaeru banitasu [Die wiederauferstandene Vanitas] (Iwanami Publishing) verwendet. Der Band fasst die Ergebnisse eines gemeinsamen deutsch-japanischen Forschungsprojekts zusammen und präsentiert Linkersdorffs Arbeit, die ausgehend vom Konzept von „Wabi-Sabi“ an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft entstanden ist, als ein Sinnbild für die Begegnung und Überschneidung japanischer und deutscher Bildvorstellungen. </p>
<p><b>Kathrin Linkersdorff</b> (geb. 1966) studierte Architektur und erhielt anschließend ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für einen zweijährigen Aufenthalt in Tokyo. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Architektin, verfolgte aber auch ihre künstlerischen Interessen mit Fotografie und Sumi-e, der traditionellen Tuschemalerei, die sie in Japan kennengelernt hatte. 2006 begann sie ein Studium der Fotografie in Berlin. Seit 2012 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. 2023 bis 2025 war sie Artist in Residence am Institut für Biologie/Mikrobiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Herbst 2026 ist sie Teil des Forschungsprojekts „Museums, Nature, and Art: The Reorganization of Knowledge and Its Visualization“ an der Kyūshū Universität in Fukuoka, Japan.</p>
<p><b>Madoka Yuki</b> ist Associate Professorin an der School of Design der Kyushu Universität, wo sie ein internationales Graduiertenprogramm für kuratorische Praxis leitet. Sie ist Projektleiterin des Forschungsprojekts „Museums, Nature, and Art: The Reorganization of Knowledge and Its Visualization“ und Mitherausgeberin der Publikation <a href="https://www.iwanami.co.jp/book/b10154379.html">Yomigaeru banitasu — to mukiau gendai bijutsu</a> [Die wiederauferstandene Vanitas – Zeitgenössische Kunst im Angesicht der Vergänglichkeit] (2026). Sie hat zahlreiche Publikationen zu kultureller Übersetzung und Fotografie veröffentlicht, darunter Ich-Fotografie (2013), „Japanische Fotografie in Deutschland“ (2017) und „Vanitas and Ikebana: Transience of Flowers and Photography“ (2023).</p>
<p>Ausstellungsmacher und Moderator: Stefan Speidel</p>
<p>Die Ausstellung von Kathrin Linkersdorff ist vom 12. bis 18. Oktober im Foyer des OAG-Hauses zu sehen. Eintritt frei.</p>
<p><b>Zusatzprogramm:</b></p>
<p>Samstag, 17. Oktober 2026, von 14:00 bis 17:00 Uhr, im Saal des OAG-Hauses<br /><b>Symposium</b><br /><b>Die Wiederkehr der Vanitas</b><br />Sprache: Japanisch</p>
<p>1. Teil<br />Vanitas – Wiederkehr und Danach<br />Mayumi KAGAWA (Emeritierte Professorin, Musashi Universität)<br />Keiko ISHIDA (Professorin, Kobe Universität)<br />Ryūko OKAZOE (Independent Researcher, Waseda Universität)</p>
<p>2. Teil<br />Kathrin Linkersdorff und Vergänglichkeit heute: Wo sich Kunst und Wissenschaft begegnen<br />Kathrin LINKERSDORFF (Künstlerin)<br />Chihiro HIRAMATSU (Professorin, Kyūshū Universität)<br />Madoka YUKI (Associate Professorin, Kyūshū Universität)</p>
<p>Im Zentrum des Symposiums steht die Frage, welche Gestalt die „wiederauferstandene Vanitas“ in der Gegenwart angenommen hat und in welchem Verhältnis sie zu unserer heutigen Lebens- und Gesellschaftswirklichkeit steht. Ausgangspunkt ist die im Januar 2026 bei Iwanami Publishing erschienene Publikation <a href="https://www.iwanami.co.jp/book/b10154379.html">Yomigaeru banitasu — to mukiau gendai bijutsu</a> [Die wiederauferstandene Vanitas – Zeitgenössische Kunst im Angesicht der Vergänglichkeit].</p>
<p>Im ersten Teil des Symposiums wird anhand von Werken, die in der Publikation nicht berücksichtigt werden konnten, der Frage nachgegangen: „Warum Vanitas heute?“ Dabei werden insbesondere ihre Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Fragestellungen in den Blick genommen.</p>
<p>Der zweite Teil widmet sich als einer der Fallstudien der fotografischen Arbeiten der Künstlerin Katrin Linkersdorff. Ihre Arbeiten werden aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet und in einem interdisziplinären Dialog neu gelesen.</p>
<p>Weitere Informationen zum Projekt und zum Symposium<br /><a href="https://vanitas-art.com/">https://vanitas-art.com/</a></p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/logo-set-3-1024x246.jpg" /></figure>
<li>14. Oktober 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/kuenstlergespraech-mit-kathrin-linkersdorff-und-yuki-madoka/">oag.jp/events/kuenstlergespraech-mit-kathrin-linkersdorff-und-yuki-madoka</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/OAG-Web-1.jpg" length="501350" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kathrin Linkersdorff: „Anthesis“ - カトリン・リンケルスドルフ：「開花」 | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/kathrin-linkersdorff-anthesis/</link>
<guid isPermaLink="false">34012</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 05:20:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 24 Sep 2026 08:02:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/ausstellungen/"><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/stefan-speidel/"><![CDATA[Stefan Speidel]]></category>
<description><![CDATA[Die Ästhetik von Kathrin Linkersdorffs Arbeiten wurzelt im japanischen Konzept d …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ästhetik von Kathrin Linkersdorffs Arbeiten wurzelt im japanischen Konzept des Wabisabi, das Schönheit in Vergänglichkeit, Unvollkommenheit und Verletzlichkeit findet. Ihre Werke richten den Blick auf verborgene Prozesse, in denen Werden und Vergehen untrennbar miteinander verbunden sind.</p>
<p>Ihr Atelier wandelte sich daher zunehmend in ein Labor, in dem sie Blüten nicht nur beim Trocknen beobachtete, sondern systematisch mit Chemikalien experimentierte. Um den Zusammenhang zwischen floralen Strukturen und ihren Farbpigmenten besser zu verstehen, entwickelte sie ein Verfahren, mit dem sich bei Tulpen kontrolliert die Pflanzenfarbstoffe, die sogenannten Anthocyane, entziehen ließen. So gelang es ihr mit der Serie „Fairies“, das feine Gerüst der Blüten und mit ihm die fragile Schönheit ihrer vergänglichen Struktur sichtbar zu machen.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/cd73d1fe7e1e86a74d240a8420bc4be3.jpg" /><figcaption>Fairies I 5 © KathrinLinkersdorff</figcaption></figure>
<p>Ausgehend von der Serie „Floriszenzen“, in der sie verfolgte, wie sich Pflanzenpigmente in das Wasser einer Blumenvase ergießen, führte sie diesen Gedanken weiter. Den separierten und rekonzentrierten Blütenfarbstoff ließ sie als farbige Tinte in die Komposition der entfärbten Stillleben einfließen. Ihre Fotografien halten diesen Prozess der Wiedervereinigung in malerischen Bildwelten fest, in denen Tulpenblätter zu Pinseln werden und Farbe zur Metapher für Lebendigkeit wird. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/ab2f800dcd489b4d8ec1dfb0c1a82682.jpg" /><figcaption>Fairies IV 2 © KathrinLinkersdorff</figcaption></figure>
<p>Für ihre Werkgruppe „Microverse“ arbeitete Kathrin Linkersdorff mit dem Institut für Mikrobiologie der Humboldt-Universität zu Berlin zusammen. Dort entstand die Idee, den Zerfall von pflanzlicher Zellulose mit neuem mikrobiellem Wachstum zu verbinden und so die Zirkularität natürlicher Stoffkreisläufe sichtbar zu machen. Entfärbte Blüten und Pflanzenteile dienten dabei als Wachstumssubstrat für das Bodenbakterium Streptomyces coelicolor, dessen Kolonien intensiv gefärbte antibiotische Pigmente hervorbringen.</p>
<p>Innerhalb dieses offenen Experiments fanden biologische Umwandlungsprozesse statt, deren Verlauf sich nur bedingt vorhersagen lässt. Die Petrischale wird dabei zur Bühne eines organischen Geschehens, bei dem Wachstum, Zerfall und Transformation sichtbar werden – Vorgänge, die sich normalerweise im Verborgenen des Bodens vollziehen. </p>
<p>Die Fotografien von Kathrin Linkersdorff machen diese mikrobischen Prozesse als eindrucksvolle Farblandschaften erfahrbar. In den entstandenen Bildwelten verschmelzen wissenschaftliche Erkenntnis und künstlerische Imagination zu einer neuen Wahrnehmung der lebendigen Natur. </p>
<p>Die jüngste Serie „Anthesis“ führt diesen Ansatz weiter. Durch die Invertierung der Farbwerte scheinen die entfärbten Pflanzenstrukturen in einem grenzenlosen, kosmischen Raum zu schweben, während die von den Bakterien gebildeten Pigmente wie ferne Sterne und Galaxien aufleuchten. Farbe löst sich hier von ihrer abbildenden Funktion und wird zum sichtbaren Ausdruck lebendiger Prozesse – zu einer Metapher für Transformation, Erneuerung und die unaufhörliche Dynamik des Lebens.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/5494e99ca55021fe2e72d9b1d2724123.jpg" /><figcaption>Anthesis 1 © Kathrin-Linkersdorff</figcaption></figure>
<p><b>Kathrin Linkersdorff</b> (geb. 1966) studierte Architektur und erhielt anschließend ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für einen zweijährigen Aufenthalt in Tokyo. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie als Architektin, verfolgte aber auch ihre künstlerischen Interessen mit Fotografie und Sumi-e, der traditionellen Tuschemalerei, die sie in Japan kennengelernt hatte. 2006 begann sie ein Studium der Fotografie in Berlin. Seit 2012 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. 2023 bis 2025 war sie Artist in Residence am Institut für Biologie/Mikrobiologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Herbst 2026 ist sie Teil des Forschungsprojekts „Museums, Nature, and Art: The Reorganization of Knowledge and Its Visualization“ an der Kyūshū Universität in Fukuoka, Japan.</p>
<p>Ausstellungsmacher: Stefan Speidel</p>
<p><b>Weitere Veranstaltungen im Haus während der Ausstellungsdauer</b></p>
<p><b>Donnerstag, 15. Oktober 2026</b><br />Konzert des <a href="https://www.andromedameo.com/">Andromeda Mega Express Orchestra</a><br />Einlass 18:00  Beginn 19:00</p>
<p>Tickets<br />Erwachsene: Vorverkauf ¥4,000  Abendkasse ¥4,500<br />U23 ¥3,000<br />U18 ¥2,000</p>
<p>Tickets sind ab sofort via Peatix zu kaufen.<br /><a href="https://super-deluxe.com/events/20261015/">https://super-deluxe.com/events/20261015/</a></p>
<p><b>Samstag, 17. Oktober 2026,</b> von 14:00 bis 17:00 Uhr, im Saal des OAG-Hauses<br /><b>Symposium<br />Die Wiederkehr der Vanitas</b><br /><b>Sprache: Japanisch</b></p>
<p>1. Teil<br />Vanitas – Wiederkehr und Danach<br />Mayumi KAGAWA (Emeritierte Professorin, Musashi Universität)<br />Keiko ISHIDA (Professorin, Kobe Universität)<br />Ryūko OKAZOE (Independent Researcher, Waseda Universität)</p>
<p>2. Teil<br />Kathrin Linkersdorff und Vergänglichkeit heute: Wo sich Kunst und Wissenschaft begegnen<br /> Kathrin LINKERSDORFF (Künstlerin)<br /> Chihiro HIRAMATSU (Professorin, Kyūshū Universität)<br /> Madoka YŪKI (Associate Professorin, Kyūshū Universität)</p>
<p>Im Zentrum des Symposiums steht die Frage, welche Gestalt die „wiederauferstandene Vanitas“ in der Gegenwart angenommen hat und in welchem Verhältnis sie zu unserer heutigen Lebens- und Gesellschaftswirklichkeit steht. Ausgangspunkt ist die im Januar 2026 bei Iwanami Publishing erschienene Publikation <a href="https://www.iwanami.co.jp/book/b10154379.html">Yomigaeru banitasu — to mukiau gendai bijutsu</a> [Die wiederauferstandene Vanitas – Zeitgenössische Kunst im Angesicht der Vergänglichkeit].<br />Im ersten Teil des Symposiums wird anhand von Werken, die in der Publikation nicht berücksichtigt werden konnten, der Frage nachgegangen: „Warum Vanitas heute?“ Dabei werden insbesondere ihre Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Fragestellungen in den Blick genommen.</p>
<p>Der zweite Teil widmet sich als einer der Fallstudien der fotografischen Arbeiten der Künstlerin Katrin Linkersdorff. Ihre Arbeiten werden aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven betrachtet und in einem interdisziplinären Dialog neu gelesen.</p>
<p>カトリン・リンケルスドルフの作品に通底する美学は、はかなさ、不完全さ、そして脆さの中に美を見いだす日本の侘び寂びの思想に根ざしています。彼女の作品は、生成と消滅が切り離すことのできないものとして結びつく、目に見えないプロセスへと見る者の意識を向けます。</p>
<p>こうした探究のなかで、彼女のアトリエは次第に実験室へと姿を変えていきました。花が乾燥していく過程を観察するだけでなく、化学物質を用いた体系的な実験にも取り組むようになったのです。植物の構造とそこに含まれる色素との関係をより深く理解するため、彼女はチューリップから植物色素であるアントシアニンを制御しながら抽出する独自の方法を開発しました。こうして生まれた≪Fairies≫シリーズでは、花の繊細な骨格と、そのはかない構造がもつ脆く美しい姿を可視化しています。</p>
<p>花瓶の水に植物の色素が溶け出していく様子を捉えた≪Floriszenzen≫シリーズを起点に、彼女はこの考察をさらに発展させました。分離・再濃縮した花の色素を色彩豊かなインクとして、脱色された静物画の中へと再び取り入れたのです。そこでは、チューリップの花びらが筆となり、色彩が生命の象徴として機能します。彼女の写真は、分離されたものが再びひとつになるこのプロセスを、絵画的なイメージとして捉えています。</p>
<p>≪Microverse≫シリーズでは、カトリン・リンケルスドルフはベルリン・フンボルト大学微生物学研究所との共同研究に取り組みました。そこで着想されたのは、植物セルロースの分解と新たな微生物の増殖を結びつけることで、自然界における物質循環のサイクルを可視化するという試みです。脱色した花や植物の一部は、土壌細菌ストレプトマイセス・コエリカラーの増殖基質として用いられました。この細菌のコロニーは、鮮やかな色彩をもつ抗生物質系の色素を生成します。</p>
<p>この開かれた実験の場では、その進行を完全には予測することのできない生物学的な変換が起こります。シャーレは、生命現象が繰り広げられる舞台となり、成長、分解、変容という、通常は土壌の内部でひそかに進行しているプロセスが目に見えるかたちで現れてきます。</p>
<p>カトリン・リンケルスドルフの写真は、こうした微生物の活動を、鮮烈な色彩による風景として立ち上げます。そこに広がるイメージの世界では、科学的な知見と芸術的な想像力が融合し、生きた自然に対する新たな視覚体験が生み出されます。</p>
<p>最新作≪Anthesis≫では、このアプローチがさらに展開されています。色彩の階調を反転させることで、脱色された植物の構造は、果てのない宇宙空間に浮かぶかのように姿を変えます。その一方で、細菌によって生成された色素は、遠く離れた星々や銀河のように鮮やかな光を放ちます。ここでは色彩は、対象を再現するための手段から解放され、生きたプロセスそのものを可視化する表現へと変化します。それは、変容と再生、そして絶え間なく躍動し続ける生命そのものを象徴するメタファーとなっているのです。</p>
<p>カトリン・リンケルスドルフ（1966生）<br />建築を学んだ後、ドイツ学術交流会（DAAD）の奨学金を得て、2年間東京に滞在。帰国後は建築家として活動する一方、日本滞在中に出会った伝統的な水墨画である墨絵や写真を通して、芸術活動にも取り組む。2006年、ベルリンで写真を学び始める。2012年よりフリーランスのアーティストとして活動。2023年から2025年まで、ベルリン・フンボルト大学生物学・微生物学研究所のアーティスト・イン・レジデンスを務める。2026年秋には、九州大学での研究プロジェクト「博物館・自然・現代美術―知の再編とその可視化」に参加。</p>
<p>展示企画：シュテファン・シュパイデル</p>
<p>関連イベント情報：</p>
<p> 10月15日【木】<br /><a href="https://www.andromedameo.com/">Andromeda Mega Express Orchestra</a> 初来日公演《in Tokyo》<br />会場：ドイツ文化会館 </p>
<p>Open: 18:00  Start: 19:00<br /> チケット：<br />一般 前売 ¥4,000｜当日 ¥4,500<br />23歳以下 ¥3000<br />18歳以下 ¥2000</p>
<p>チケットは【Peatix】にて発売中<br /><a href="https://super-deluxe.com/events/20261015/">https://super-deluxe.com/events/20261015/</a></p>
<p> 10月17日【土】14時～17時 会場:OAGホール<br />シンポジウム「の現在地」</p>
<p>第一部: 甦ったヴァニタス、その後<br />　　　香川檀（武蔵大学名誉教授）<br />　　　石田圭子（神戸大学教授）<br />　　　岡添瑠子（早稲田大学非常勤講師)<br />第二部：カトリン・リンケルスドルフとはかなさの現在：アートと科学が交差する場<br />　　　カトリン・リンケルスドルフ（アーティスト）<br />　　　平松千尋（九州大学教授）<br />　　　結城円（九州大学准教授）<br />言語：日本語<br />入場無料</p>
<p>本シンポジウムでは、2026年1月に刊行された<a href="https://www.iwanami.co.jp/book/b10154379.html">『甦るヴァニタス—＜はかなさ＞と向き合う現代美術』</a>（岩波書店）を起点に、「甦ったヴァニタス」が現在どのような姿となっているのか、そして現代社会とどのように関わっているのかを考察します。</p>
<p>第一部では、現在の社会状況などとの関連を踏まえ、書籍では取り上げることのできなかった作品を中心に、「いま、なぜヴァニタスなのか？」という問いについて議論します。 </p>
<p>第二部では、そのケーススタディーの一つとして、カトリン・リンケルスドルフの作品を取り上げ、複数の専門領域から学際的に読み解きます。</p>
<p><a href="https://vanitas-art.com">vanitas-art.com</a></p>
<p>Ausstellung und Symposium mit freundlicher Unterstützung durch:</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/logo-set-3-1024x246.jpg" /></figure>
<p>Am Mittwoch, den 14.10. gibt es ab 18.30 Uhr ein Gespräch mit der Künstlerin und Yūki Madoka. Im Anschluss daran findet die Eröffnung der Ausstellung bei einem kleinen Umtrunk im Foyer statt.<br />10月14日(水) 18時30分からカトリン・リンケルスドルフ氏と結城円氏を招いたアーティストトーク(ドイツ語)を開催します。アーティストトーク終了後は、ホワイエにて展覧会のオープニングパーティーを行います。</p>
<li>12. Oktober 2026 – 18. Oktober 2026 <br />Täglich von <b>10:00</b> bis <b>20:00 Uhr</b> <br />Am ersten Tag erst ab <b></b><b>13:00</b> Uhr <br />Am Wochenende nur bis <b></b><b>17:00</b> Uhr</li>
<li>Foyer des OAG-Hauses</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch/Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/kathrin-linkersdorff-anthesis/">oag.jp/events/kathrin-linkersdorff-anthesis</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/OAG-Web-3.jpg" length="334015" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die September-Notizen sind online! | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/news/die-september-notizen-sind-online/</link>
<guid isPermaLink="false">35999</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 05:17:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Tue, 18 Aug 2026 05:27:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/news/"><![CDATA[News]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/armin-stein/"><![CDATA[Armin Stein]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/ulrich-pauly/"><![CDATA[Ulrich Pauly]]></category>
<description><![CDATA[oag.jp/books/notizen-september-2026 oag.jp/books/bestie-im-schatten Wir wünschen …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://oag.jp/books/notizen-september-2026/">oag.jp/books/notizen-september-2026</a><br /><a href="https://oag.jp/books/bestie-im-schatten/">oag.jp/books/bestie-im-schatten</a></p>
<p>Wir wünschen anregende Lektüre!</p><p><a href="https://oag.jp/news/die-september-notizen-sind-online/">oag.jp/news/die-september-notizen-sind-online</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/September-Notizen.jpg" length="156493" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Prof. Dr. Gabriele Vogt: „Junge Stimmen in einer alternden Demokratie: Politische Partizipation in Japan“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/prof-dr-gabriele-vogt-junge-stimmen-in-einer-alternden-demokratie-politische-partizipation-in-japan/</link>
<guid isPermaLink="false">33563</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 12:01:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Mon, 17 Aug 2026 12:01:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/gabriele-vogt/"><![CDATA[Gabriele Vogt]]></category>
<description><![CDATA[In zahlreichen liberalen Demokratien geraten unter dem Eindruck der voranschreit …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In zahlreichen liberalen Demokratien geraten unter dem Eindruck der voranschreitenden Bevölkerungsalterung Generationengerechtigkeit, gesellschaftliche Nachhaltigkeit und die allgemeine Fähigkeit zur Umsetzung politischer Reformen zunehmend unter Druck. Dieser Beitrag richtet den Blick auf Japan, wo die politische Partizipation und Repräsentation älterer Menschen die zentralen demokratischen Institutionen des Landes zu dominieren scheint. Der Vortrag legt dar, wie junge Menschen in Japan auf die alternde Demokratie reagieren und wie sie ihre eigene Rolle darin verstehen. </p>
<p>Im Mittelpunkt stehen folgende Forschungsfragen: Welche Einstellungen haben junge Japaner:innen gegenüber politischer Partizipation? Fühlen sie sich vom politischen System vernachlässigt und ziehen sich deshalb aus der Politik zurück, oder entwickeln sie neue Strategien informeller politischer Beteiligung, um ihre Stimmen hörbar zu machen? </p>
<p>Der Vortrag basiert auf empirischen Daten, die im Rahmen meines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts “Demography and Democracy: How Population Aging Alters Democracy – The Case of Japan” (DFG-Projektnummer 510553228) an der Ludwig-Maximilians-Universität München unter Mitwirkung der Projektmitarbeiterinnen Anne-Sophie L. König, Stefanie Schwarte und Antonia Vesting erhoben wurden.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/2026.10.07-Themenbild-1-1024x904.jpg" /><figcaption>Szene aus der Feldforschung: Studierende werden mit Picture-Prompts zur Diskussion über ihre Erfahrungen mit politischer Partizipation angeregt. © Stefanie Schwarte</figcaption></figure>
<p><b>Gabriele Vogt</b> ist Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Japanologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Derzeit leitet sie zwei von der DFG geförderte Forschungsprojekte: eines zur Wechselwirkung von Demografie und Demokratie in Japan, auf dem dieser Vortrag basiert (<a href="https://www.kw.lmu.de/japan/en/research-profile/demography-and-democracy-how-population-aging-alters-democracy-the-case-of-japan/">kw.lmu.de/japan/demography-and-democracy-how-population-aging-alters-democracy-the-case-of-japan</a>), sowie ein weiteres zur Pandemiepolitik Japans im Kontext von Vigilanzkulturen (im Sonderforschungsbereich 1369 der LMU). </p>
<p>Veröffentlichungen im Kontext dieses Vortrags sind u.a. Gabriele Vogt (2026): „Die Jugend und die alternde Demokratie. Wie sich der demografische Wandel auf die politische Teilhabe auswirkt“, in: forschung. Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, S. 8–13, <a href="https://www.dfg.de/resource/blob/393362/forschung-2026-01.pdf">dfg.de/forschung-2026-01</a> (open access) sowie Yosuke Buchmeier & Gabriele Vogt (2024): “The Aging Democracy: Demographic Effects, Political Legitimacy, and the Quest for Generational Pluralism”, in: Perspectives on Politics 22:1, S. 168–180, <a href="https://doi.org/10.1017/S1537592723000981">doi.org/10.1017/S1537592723000981</a> (open access).</p>
<p>Das Artikelbild wurde mit KI generiert.</p>
<li>7. Oktober 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/prof-dr-gabriele-vogt-junge-stimmen-in-einer-alternden-demokratie-politische-partizipation-in-japan/">oag.jp/events/prof-dr-gabriele-vogt-junge-stimmen-in-einer-alternden-demokratie-politische-partizipation-in-japan</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/ChatGPT-Image-Aug-4-2026-11_22_01-PM.jpeg" length="338268" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fritz Schumann: „Japanische Spuren in China – Wie Museen Krieg erinnern und inszenieren. Eine Reise von der russischen Grenze bis Nanjing in Bildern“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/fritz-schumann-japanische-spuren-in-china-wie-museen-krieg-erinnern-und-inszenieren-eine-reise-von-der-russischen-grenze-bis-nanjing-in-bildern/</link>
<guid isPermaLink="false">35967</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 12:00:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Wed, 02 Sep 2026 23:07:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/fritz-schumann/"><![CDATA[Fritz Schumann]]></category>
<description><![CDATA[Der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg (1937–1945) und die Aufarbeitung der Gesc …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg (1937–1945) und die Aufarbeitung der Geschichte sorgt bis heute für Spannung zwischen den beiden Nationen. Was als Suche nach den Spuren vom Einsatz chemischer Kampfstoffe durch Japan in China begann, führte Fritz Schumann zu mehreren Orten, an denen mit Museen und Denkmälern auf unterschiedliche Arten an die Zeit der japanischen Besatzung erinnert wird. Angefangen bei der Marco-Polo-Brücke und dem „Museum des chinesischen Widerstands gegen die japanische Aggression“ in Beijing, führt die Reise in die Mandschurei zum Museum der Einheit 731 in Harbin. Der anschließende bis zu 1000 Kilometer lange Roadtrip durch Nordostchina bringt ihn unter anderem zu weniger zugänglichen japanischen Militäreinrichtungen und einem Privatsammler in Qiqihar, der 50.000 Objekte der kaiserlichen Armee aufbewahrt.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/DSC5040kl-1024x684.jpg" /></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/DSC1247kl-1024x684.jpg" /></figure>
<p>Diese Orte stehen im Kontrast zu Einrichtungen in Shanghai, die den Krieg gezielt heroisieren, sowie dem Museum zum Massaker in Nanjing, welches international große Aufmerksamkeit erfahren hat. Fritz Schumann hat auf der Reise zahlreiche Fotografien erstellt, mit denen er die Orte und Erzählungen dem Publikum nahebringt.</p>
<p><b>Fritz Schumann</b> berichtet seit 2009 als freier Journalist für deutsche und internationale Medien über Japan. Seit 2013 recherchiert er zur Produktion von Giftgas auf Ōkunoshima in der Seto-Inlandsee/Präfektur Hiroshima und japanische Kriegsverbrechen in China. Seine Arbeit umfasst Reportagen, Dokumentarfilme und Bücher. Er ist Mitglied der OAG, sitzt im Beirat der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin und nimmt regelmäßig an Symposien der Japanologie teil. Fritz Schumann lebt in Berlin und reist häufig für Recherchen nach Japan. </p>
<p><a href="https://www.fotografritz.de/">fotografritz.de</a></p>
<li>30. September 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/fritz-schumann-japanische-spuren-in-china-wie-museen-krieg-erinnern-und-inszenieren-eine-reise-von-der-russischen-grenze-bis-nanjing-in-bildern/">oag.jp/events/fritz-schumann-japanische-spuren-in-china-wie-museen-krieg-erinnern-und-inszenieren-eine-reise-von-der-russischen-grenze-bis-nanjing-in-bildern</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/DSC7544kl_cut.jpg" length="252435" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Philippe Bürgin: „Bühne, Blick und Zensur: Foucault in Japan“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/philippe-buergin-buehne-blick-und-zensur-foucault-in-japan/</link>
<guid isPermaLink="false">35951</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 11:46:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Sat, 12 Sep 2026 11:36:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/philippe-buergin/"><![CDATA[Philippe Bürgin]]></category>
<description><![CDATA[Der Vorhang öffnet sich im Jahr 1978 in Tokyo für ein Gespräch zwischen dem fran …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vorhang öffnet sich im Jahr 1978 in Tokyo für ein Gespräch zwischen dem französischen Philosophen Michel Foucault und dem japanischen Theaterwissenschaftler Watanabe Moriaki. Dieses Gespräch, das unter dem Titel Die Bühne der Philosophie veröffentlicht ist, findet im Zuge von Foucaults zweitem Japan-Besuch statt. Gegenstand der Diskussion ist die philosophische Frage danach, wodurch sich eine Bühne definiert. Die Bühne ist zunächst ein leerer Raum, der danach verlangt, gefüllt zu werden. Was auf der Bühne ausgetragen wird, das wird gerade dafür zur Schau gestellt, um Blicke anzuziehen und Aufmerksamkeit zu erregen.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/Foucault-im-Yukata.jpg" /><figcaption>Foucault im Yukata</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/images.jpg" /><figcaption>Cover des japanischen Werkes, „Tetsugaku no butai“, erschienen bei Asahi Shuppansha</figcaption></figure>
<p>Indem Foucault und Watanabe mit dem Gedanken einer „Bühne der Philosophie“ experimentieren, fällt ihnen eine Spannung ins Auge: Die Philosophie beschäftigt sich mit der Frage, was real ist und was nicht, doch die Bühne ist ein Ort, an dem diese Frage in den Hintergrund tritt. Eine Bühne funktioniert nur dann, wenn die Unterscheidung zwischen dem Realen und dem Imaginären zugunsten einer anderen Art der Wahrnehmung und Sinnstiftung aus dem Blick gerät. Die beiden Gesprächspartner scheinen sich der Tatsache bewusst gewesen zu sein, dass sie genau in diesem Moment auf besagter Bühne einen Diskurs eröffnen: Darin geht es um die Rolle des aufgeklärten Subjekts auf der Bühne, um die Blicke, die auf diese Bühne gerichtet sind und auch um die Zensur, die diese Blicke lenkt oder sogar vereitelt.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/Foucault-in-Japan_Tempel_cut.jpg" /><figcaption>Foucault im Tempel</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/watanabemoriaki_Cut-2-503x512.jpg" /><figcaption>Watanabe Moriaki</figcaption></figure>
<p>Foucaults Japanbesuch im April 1978 erfolgte auf Einladung der französischen Botschaft, die dem französischen Intellektuellen nicht nur Einblicke in die japanische Universitäts- und Publikationslandschaft ermöglichte, sondern ebenfalls ins Justizvollzugswesen, in Psychiatrien und buddhistische Tempel. </p>
<p>Diese Begegnungen vollziehen sich zu einer Zeit, als sich Foucaults Interesse zunehmend den Fragen nach Wissens- und Machtverhältnissen zuwendet: Welche Rolle kann ein Körper als Zentrum von Machtinteressen, etwa auf der Bühne, einnehmen? Wie konstituieren sich diese Interessen gerade durch Blicke als Formen von Wissens- und Machtausübung? Und wie verändern sich durch Zensur – durch Verbergen, Verwischen oder Vorenthalten – die Bedingungen dessen, was überhaupt gesagt oder getan werden darf? Diesen Fragen anhand von Foucaults und Watanabes Austausch schlaglichtartig auf den Grund zu gehen, das ist die Absicht dieses Vortrags.</p>
<p><b>Philippe Bürgin</b> studierte Philosophie und Anglistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie anschließend praxisorientierte Kulturphilosophie an den Universitäten Stuttgart und Paris 8 Vincennes-Saint-Denis. Seit 2022 ist er Doktorand im Bereich Ästhetik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Das Hauptaugenmerk seiner Forschung liegt auf den Schnittstellen der kantischen Ästhetik des Erhabenen mit Liminalitätserfahrungen in japanischen Kunstformen.</p>
<p><b>Zeit:</b> 18.30-20.00 Uhr (Japan), 11.30-13.00 Uhr (MESZ)<br /><b>Zoom-Link</b><br /><a href="https://us02web.zoom.us/j/89444211391?pwd=hRPK0G7ZLiWcjH1oNTEysDIHfY8J2E.1">https://us02web.zoom.us/j/89444211391?pwd=hRPK0G7ZLiWcjH1oNTEysDIHfY8J2E.1</a><br /><b>Meeting ID:</b> 894 4421 1391<br /><b>Passcode:</b> 654329</p>
<p>Im Anschluss an den Vortrag findet die Eröffnung der Ausstellung von Klara Kirsch bei einem kleinen Umtrunk im Fopyer statt. Um ca. 20.30 Uhr ist eine Performance der Künstlerinnen Klara Kirsch und Takahashi Karen im Foyer geplant.</p>
<li>16. September 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/philippe-buergin-buehne-blick-und-zensur-foucault-in-japan/">oag.jp/events/philippe-buergin-buehne-blick-und-zensur-foucault-in-japan</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/Foucault_Watanabe.jpg" length="87209" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Klara Kirsch: „after the window through the veils“ - クララ・キルシュ展 | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/klara-kirsch-after-the-window-through-the-veils/</link>
<guid isPermaLink="false">35940</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 11:18:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Sun, 13 Sep 2026 04:47:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/ausstellungen/"><![CDATA[Ausstellungen]]></category>
<description><![CDATA[Was bleibt, wenn Hüllen an- und abgelegt werden? Ausgehend von persönlichen Erfa …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Was bleibt, wenn Hüllen an- und abgelegt werden? Ausgehend von persönlichen Erfahrungen zwischen Tokyo und Berlin, Gesprächen mit japanischen Freund*innen und der Arbeit an einer Sprachschule, reflektiert after the window through the veils soziale Kontrolle, Anpassung und Überwachung als Teil eines stark regulierten Alltags. Die Idee der „transparenten Existenz“ beschreibt ein Gefühl, unter ständiger Beobachtung zu stehen und gleichzeitig im gesellschaftlichen Gefüge unsichtbar zu sein. </p>
<p>Inspiriert von den mehrschichtigen Vorhängen, die Tokyos Fenster stets verhüllen, und den allgegenwärtigen Sichtachsen aus Sicherheitsspiegeln auf den Straßen setzt sich die installative Arbeit mit der Ambivalenz zwischen Beobachten und Beobachtetwerden und der Performativität des Alltäglichen auseinander. </p>
<p>Teil der Ausstellung ist eine Performance in Kollaboration mit der Künstlerin Karen Takahashi. Zwischen Absurdität und Beklemmung untersuchen die Künstlerinnen gemeinsam das Spannungsfeld von Privatem und Öffentlichem, Sichtbarkeit und Verhüllung in Gesellschaft und urbanem Raum.</p>
<p><b>Klara Kirsch</b> (geb. 1995 in Speyer) studierte Bildende Kunst an der UdK Berlin und der ECUAD Vancouver. 2024 war sie Artist-in-Residence bei Tokyo Arts and Space. Ihre Arbeiten wurden zuletzt unter anderem im MUU Helsinki (2025), im Ballhaus Ost (2024) und im Spoiler Berlin (2023) sowie auf Festivals wie der B3-Biennale gezeigt, wo sie 2024 den Rotraut-Pape-Inspiration-Award erhielt. In ihrer multimedialen künstlerischen Praxis setzt sie sich mit den Mechanismen und menschlichen Abgründen (post-)kapitalistischer Systeme auseinander. <br /><a href="http://www.klarakirsch.com">www.klarakirsch.com</a><a href="http://instagram.com/klara_elektrik_bones">instagram.com/klara_elektrik_bones</a></p>
<p><b>Takahashi Karen</b> (geb. 2000 in Tokyo) arbeitet als Künstlerin in den Bereichen Druckgrafik, Zeichnung, digitale Medien und partizipative Praktiken. In ihrer künstlerischen Praxis erforscht sie die menschliche Erfahrung durch Zuhören, alltägliche Begegnungen sowie Momente der Ironie und des Widerspruchs und untersucht dabei, wie sich persönliche Erfahrungen mit übergeordneten kulturellen und sozialen Kontexten überschneiden. Sie erwarb einen Bachelor of Fine Arts in Bildender Kunst an der University of British Columbia Okanagan. </p>
<p>Ausstellungsmacher: Stefan Speidel</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/we-see-through-you-819x1024.jpeg" /><figcaption>we-see-through-you © Klara Kirsch</figcaption></figure>
<p>What remains when layers are put on and taken off? Drawing on personal experiences in Tokyo and Berlin, conversations with Japanese friends, and work at a language school, after the window through the veils reflects on social control, conformity, and surveillance as part of a highly regulated everyday life. The idea of a “transparent existence” describes the feeling of being under constant observation while simultaneously being invisible within the social fabric. </p>
<p>Inspired by the multi-layered curtains that constantly veil Tokyo’s windows and the ubiquitous sightlines created by security mirrors on the streets, the installative work explores the ambivalence between observing and being observed, as well as the performativity of everyday life. Part of the exhibition is a performance in collaboration with the artist Karen Takahashi. Navigating the spectrum between absurdity and anxiety, the artists jointly explore the tension between the private and the public, visibility and concealment in society and urban space.</p>
<p><b>Klara Kirsch</b> (b. 1995, in Speyer) studied fine arts at the UdK Berlin and ECUAD Vancouver. In 2024, she was an artist-in-residence at Tokyo Arts and Space. Her work has recently been exhibited at venues including MUU Helsinki (2025), Ballhaus Ost Berlin (2024), and Spoiler Berlin (2023), as well as at festivals such as the B3 Biennale, where she received the Rotraut Pape Inspiration Award in 2024. In her multi-media artistic practice she examines the mechanisms and human abysses of (post-)capitalist systems.</p>
<p><b>Karen Takahashi</b> (b. 2000, Tokyo) is an artist working across print, drawing, digital media, and participatory practices. Her practice explores human experience through acts of listening, everyday encounters, and moments of irony and contradiction, considering how personal experiences intersect with broader cultural and social contexts. She received a BFA in Visual Arts from the University of British Columbia Okanagan.</p>
<p>Curator: Stefan Speidel </p>
<p>あなたがヴェールを脱いだとき、そこには何が残るのだろう？東京ーベルリンを往来する生活、日本人とのつながり、東京での語学学校での勤務を基に『after the window through the veils』は、日常を厳しく統制し、同化、監視を繰り返す社会システムついて考察する。「veils」の概念は、人々に絶えまない監視を社会構造の中に秘匿された装置として機能する。</p>
<p>東京のアパート群を覆う多層のカーテンや、至る所に設置された防犯ミラーをめぐる視線にインスピレーションを得て、このインスタレーション作品は、「観察すること」と「観察されること」の間にある両義性、そして日常生活そのもののパフォーマンス性について考察しています。展覧会の一部として、アーティストの高橋佳伶とのコラボレーションによるパフォーマンスを実施いたします。不条理と不安の間で、両アーティストは社会や都市空間における「私」と「公」、そして「可視」と「秘匿」の間の緊張関係を共に探求している共通点を経て、このコラボレーションが実現しました。</p>
<p><b>クララ・キルシュ</b>（1995年シュパイアー生まれ）は、ベルリン芸術大学（UdK）およびバンクーバーのECUADで美術を学んだ。2024年には、TOKASでアーティスト・イン・レジデンスを務めた。近年の作品は、MUUヘルシンキ（2025年）、 ベルリンの「Ballhaus Ost」（2024年）、ベルリンの「Spoiler」（2023年）などの会場や、B3ビエンナーレなどのフェスティバルで展示されており、2024年には同ビエンナーレでロトラウト・パペ・インスピレーション賞を受賞した。彼女の芸術活動では、メディアアートやパフォーマンスアートを用いて、（ポスト）資本主義システムのメカニズムや人間のロマンチズムを批判的に考察している。<br /><b><br />高橋佳伶</b>（2000年東京都生まれ）は、版画、ドローイング、デジタルメディア、参加型プロジェクトなど、複数のメディアを横断して制作を行うアーティスト。日常の些細な出来事や皮肉、矛盾を手がかりに、個人的な経験と文化的・社会的な文脈が交差する地点を探っている。2022年、ブリティッシュ・コロンビア大学オカナガン校ビジュアル・アーツ専攻卒業。</p>
<p>展示企画：シュテファン・シュパイデル</p>
<p>Am Mittwoch, den 16. September findet ab 20.00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung bei einem kleinen Umtrunk statt. Performance am Mittwoch um ca. 20.30 Uhr und am Sonntag um 15.00 Uhr von Klara Kirsch und Karen Takahashi.</p>
<li>15. September 2026 – 20. September 2026 <br />Täglich von <b>10:00</b> bis <b>20:00 Uhr</b> <br />Am Wochenende nur bis <b></b><b>17:00</b> Uhr</li>
<li>Foyer des OAG-Hauses</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/klara-kirsch-after-the-window-through-the-veils/">oag.jp/events/klara-kirsch-after-the-window-through-the-veils</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/08/we-see-through-you_cut.jpeg" length="223963" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Takahashi Kinuyo, Nozawa Mitsuko und Nozawa Taena: „Bericht über die Tätigkeit des Vereins zur Förderung von Grün und Quellwasser in der Stadt Wakō“ - NPO法人和 光・緑と湧き水の会活動報告 | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/takahashi-kinuyo-nozawa-mitsuko-und-nozawa-taena-bericht-ueber-die-taetigkeit-des-vereins-zur-foerderung-von-gruen-und-quellwasser-in-der-stadt-wako/</link>
<guid isPermaLink="false">35930</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 10:45:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Mon, 17 Aug 2026 21:07:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/siebold-seminar/"><![CDATA[Siebold-Seminar]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/mahito-ohgo/"><![CDATA[Mahito Ohgo]]></category>
<description><![CDATA[In diesem Monat werden Frau Takahashi Kinuyo, Frau Nozawa Mitsuko und Frau Nozaw …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Monat werden Frau Takahashi Kinuyo, Frau Nozawa Mitsuko und Frau Nozawa Taena, Mitglieder des Vereins „Wakō • Midori to wakimizu no kai“ (Verein zur Förderung von Grün und Quellwasser in der Stadt Wakō), über die Tätigkeiten ihres Vereins berichten.</p>
<p>Im Jahr 2026 jährt sich die Reise Siebolds zum Hofe des Shōgun zum 200. Mal.</p>
<p>„Ich kann hier unmöglich unberührt lassen, auf welche Weise mich viele japanische Botaniker unterstützen. Alles, was ich früher hierüber gesagt (Abhandl. über d. Z. d. B. [Abhandlung über den Zustand der Botanik auf Japan, 1825]) ist viel zu wenig. Zwei kaiserliche Leibärzte […] und zwei Botaniker in der Landschaft Owari […] beschäftigen sich mit dieser Wissenschaft ganz im europäischen Sinne, und ich habe mit diesen gelehrten Männern Verbindungen zur Bearbeitung der Flora von Japan für alle Zukunft angeknüpft und unterstütze diese wissbegierigen Leute mit aller literarischen Hülfe“. (Hans Körner: Die Würzburger Siebold. Eine Gelehrtenfamilie des 18. und 19. Jahrhunderts, 1967)</p>
<p>Einer dieser Botaniker aus Owari war Itō Keisuke, der in der Meiji-Zeit an der Tokyo Universität den späteren Professor Makino Tomitarō unterrichtete, der als der Begründer Botanik im europäischen Sinne in Japan gilt. So sehen wir hier den Einfluss von Siebold.</p>
<p>Im Vortrag wird vorgestellt, wie Vereinsmitglieder die Pflege der Flora im heutigen modernen städtischen Leben mit Tradition und Passion im Sinne Siebolds, Itōs und Makinos übernehmen. Die Bürgerinitiative der Stadt Wakō erhielt im Jahr 2025 einen Sonderpreis des Premierministers für die Förderung der Stadtbegrünung. Dabei wurde besonders die Rettungsaktion der bedrohten Pflanze Hiroha amana (Amana erythronioides) gewürdigt.<br />Die Vortraggebende, Frau Takahashi Kinuyo, wird über ihre fast 30-jährige Rettungstätigkeit berichten, Frau Nozawa Mitsuko gibt einen Sachbericht als DNA-Analytikerin. Zum Schluss berichtet die Schülerin Nozawa Taena über ihre Bürgerinitiative.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/Hirohaamana-1024x765.jpg" /></figure>
<h2>204回『シーボルト・ゼミナールのご案内』<br />シーボルト江戸参府200年記念</h2>
<p>OAG・ドイツ東洋文化研究協会は、明治6年（1873年）、在日ドイツ人外交官、学者、貿易商による設立以来、伝統の研究会を開催しています。シーボルト・ゼミナール「日本語使用」は、2004年、石山禎一先生により創立され、毎月1回（原則第2月曜日）開催されます。世界で唯一のシーボルト・ゼミナールと云われ、その存在はドイツでも知られています。今年、2026年は、シーボルト 江戸幕府参府後200年を迎える記念の年です。</p>
<p>　テ ー マ：　　『 NPO法人和 光・緑と湧き水の会活動報告 』<br />　　　　　　　　― 絶滅危惧種 ヒロハアマナ救出と内閣総理大臣表彰 受賞 ―</p>
<p>　報 告 者： 代表理事　高 橋 絹 世　　野 沢　光子　　野 沢　妙</p>
<p>　と　　き：　　 2026年9月14日（月）18:30―20:00<br />　と こ ろ：　　 ドイツ文化センター/OAGハウス 1 階ホール<br /> 　　　　　　　　港区赤坂7-5-56（地下鉄青山一丁目駅から7分）<br />　か い ひ：　　 無料　　　（懇親会参加希望者は会費2500円）　</p>
<p>（シーボルトの手紙から）<br />「わたしはここで、日本の植物学者が如何に私を支援したか触れずにはおれません。以前これに関して述べたことでは不十分です。二人の幕府の奥医師、二人の尾張地方の植物学者が全くヨーロッパ的な学識をもって従事してくれており、日本植物の記述のために、これらの学者たちと将来にわたり連絡をとる糸口をつくり、これらの知識慾の旺盛な人々に学術上の支援をしています。（ハンス・ケルナー : ウュルツブルグのシーボルトより.）」</p>
<p>　この尾張の2人の内のひとりが、のちの明治時代になって東京大学で牧野富太郎を教えた伊藤圭介で、牧野はその後日本におけるヨーロッパの学術に基づく日本植物学の創始者になりました。講演では、会員が現代の都市生活において、「シーボルト―伊藤圭介―牧野富太郎」の伝統とパッション（情熱）を受け継いだ市民活動の報告をします。その和光市の活動の成果として、緑化推進運動功労者「内閣総理大臣表彰 受賞」を受け、特に牧野富太郎発見の「ヒロハアマナ」の保全維持管理が認められました。</p>
<p>講演者、高橋絹世代表理事は、30年近くに及ぶ活動の全体像を、野澤 光子会員は、DNA分析者としてその分野の成果を、最後に高校生である野澤 妙会員は、この活動の若い力の発信をします。（会場ではシーボルト旧蔵日本植物図　341図掲載豪華本その他を展示）</p>
<li>14. September 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>OAG-Saal, Erdgeschoß</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/takahashi-kinuyo-nozawa-mitsuko-und-nozawa-taena-bericht-ueber-die-taetigkeit-des-vereins-zur-foerderung-von-gruen-und-quellwasser-in-der-stadt-wako/">oag.jp/events/takahashi-kinuyo-nozawa-mitsuko-und-nozawa-taena-bericht-ueber-die-taetigkeit-des-vereins-zur-foerderung-von-gruen-und-quellwasser-in-der-stadt-wako</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2017/06/siebold-seminar-800.jpg" length="212070" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ohgo Mahito: „Über den aktuellen KI-Informationsstand zum Thema Siebold-Straße“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/ohgo-mahito-ueber-den-aktuellen-ki-informationsstand-zum-thema-siebold-strasse/</link>
<guid isPermaLink="false">36507</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 10:45:08 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 24 Sep 2026 05:22:9 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/siebold-seminar/"><![CDATA[Siebold-Seminar]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/mahito-ohgo/"><![CDATA[Mahito Ohgo]]></category>
<description><![CDATA[In diesem Monat wird Ohgo Mahito, Koordinator des OAG Siebold-Seminars, über den …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Monat wird <b>Ohgo Mahito</b>, Koordinator des OAG Siebold-Seminars, über den jetzigen KI-Informationsstand zum Thema „Siebold-Straße“ sprechen. </p>
<p>Die Antwort auf eine Recherche am 16. September 2026 zum Thema „Siebold-Straße” mit Google Gemini lautet folgendermaßen: </p>
<p>Hauptbedeutungen als Konzept und Slogan<br /><b>Symbol des japanisch-europäischen Kultur-und Medizinaustausches</b><br />Siebold reiste nicht nur einfach, sondern sammelte unterwegs japanische Pflanzen und pflegte einen tiefen Austausch mit Ärzten und Gelehrten wie Takano Chōei oder Mogami Tokuna aus verschiedenen Regionen. Daher wird diese Route als „symbolischer Weg, auf dem die moderne Medizin, die westliche Wissenschaft nach Japan gelangten“, angesehen.</p>
<p><b>Regionale Tourismusförderung (Öko- und Kulturtourismus)</b><br />Präfekturen wie Nagasaki, Saga und Aichi sowie dortige Tourismusverbände, die einen Bezug zu Siebold haben, nutzen diesen Begriff als Slogan (Motto) für eine überregionale Zusammenarbeit. Damit betreiben sie Stadtgestaltung mit historischem Thema, organisieren Walking-Events und Werben um Touristen.</p>
<p><b>Akademische und zivilgesellschaftliche Aktivitäten auf Siebolds Spuren</b><br />Der Begriff wird auch als Rahmen für internationale Austauschveranstaltungen zwischen Japan und Niederlanden bzw. Deutschland sowie für Feldforschungen von Geschichtsliebhabern und Forschern verwendet, die unter dem Motto „Auf den Spuren der Siebold-Straße“ stattfinden.</p>
<p>Am 10. April 2026 fand anlässlich des 200. Jahrestages der Ankunft Siebolds am Hofe des Shōgun eine Gedenkveranstaltung im Kanda Myōjin-Schrein in Tokyo statt. Prof. em. Yokoyama Minoru berichtete im Siebold-Seminar am 13.4.2026 darüber, wie die historischen Kleidungsstücke der Gesandtschaft im Rahmen eines Projekts rekonstruiert und nachgeschneidert und dann bei der Veranstaltung vorgeführt wurden.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/08/Kanda-Myojin.jpeg" /><figcaption>Veranstaltung mit historisch nachempfundenen Kostümen am 10. April 2026 im Kanda Myojin</figcaption></figure>
<p><b><br />Dies ist eine Veranstaltung in japanischer Sprache.</b></p>
<p>205回『シーボルト・ゼミナールのご案内』<br />　　　　　　　　　　　　シーボルト江戸参府200年記念</p>
<p>OAG・ドイツ東洋文化研究協会は、明治6年（1873年）、在日ドイツ人外交官、学者、貿易商による設立以来、伝統の研究会を開催しています。<br />シーボルト・ゼミナール「日本語使用」は、2004年、石山禎一先生により創立され、毎月1回（原則第2月曜日）開催されます。<br />世界で唯一のシーボルト・ゼミナールと云われ、その存在はドイツでも知られています。<br />今年、2026年は、シーボルト 江戸幕府参府後200年を迎える記念の年です。</p>
<p>　テ ー マ：　　『 Google Gemini(2026)シーボルト街道に関する回答 』<br />　　　　　　　　―プロンプトに対する出力、取得日2026年9月16日 ―</p>
<p>　報 告 者： 大　胡　真　人　OAG・シーボルト・ゼミナール・コーディネーター</p>
<p>　と　　き：　　 2026年10月13日（火）18:30―20:00<br /> と こ ろ：　　 ドイツ文化センター/OAGハウス 1 階ホール<br /> 港区赤坂7-5-56（地下鉄青山一丁目駅から7分）<br />　か い ひ：　　 無料　　　（懇親会参加希望者は会費2500円）　</p>
<p>ドイツ東洋文化研究協会の公式会報ネット(Webサイトやデジタルニュースレターなど)に掲載されるとのこと、大変光栄です! まさにタイムリーなことに、QAGの「シーボルト・ゼミナール(Siebold-Seminar)」では、シーボルト江戸参府200年に向けた「シーボルト街道開設(設置)構想」の特別講演や議論が重ねられておられます・・・。</p>
<p>　公益社団法人 OAG・ドイツ東洋文化研究協会が主催する歴史ある講座「シーボルト・ゼミナール」や関連する「シーボルト・シンポジウム」の文脈において使われる「シーボルト街道」は、観光プロモーションを越えた「日欧の学術交流のネットワーク」および「歴史遺産の公式ルート化(開設)」という、より具体的かつ学術的な構想としての意味が込められています。これらの場で議論され、発信されている「シーボルト街道の主な意味あいは以下の通りです。</p>
<p>　「日独・日欧の歴史的・文化的絆」を再確認する知的ネットワーク、シーボルト・ゼミナールは、ドイツ出身の医師・博物学者であるシーボルトの功績や、江戸時代の日欧交流史を研究・共有する場です。ここで云う「シーボルト街道という、単にシーボルトの物理的に歩いたというだけではなく、「西洋の科学・医学と日本の伝統文化・地理学が交差した知のルート」を指しています。道中で行われた日本人知識人(幕府天文方の高橋景保など)との双方向的な情報交換の足跡そのものが「街道」という概念で捉えられています。</p>
<li>13. Oktober 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>OAG-Saal, Erdgeschoß</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/ohgo-mahito-ueber-den-aktuellen-ki-informationsstand-zum-thema-siebold-strasse/">oag.jp/events/ohgo-mahito-ueber-den-aktuellen-ki-informationsstand-zum-thema-siebold-strasse</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2017/06/siebold-seminar-800.jpg" length="212070" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neuerscheinung! Diesmal ein Krimi … | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/news/neuerscheinung-diesmal-ein-krimi/</link>
<guid isPermaLink="false">32817</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 03:07:07 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 16 Jul 2026 00:13:8 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/news/"><![CDATA[News]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/armin-stein/"><![CDATA[Armin Stein]]></category>
<description><![CDATA[In Japan gibt es den Brauch, sich in den schwül-heißen Sommernächten unheimliche …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In Japan gibt es den Brauch, sich in den schwül-heißen Sommernächten unheimliche Geister-Geschichten zu erzählen. Der kalte Schauer, der einem über den Rücken läuft, soll ein wenig Abkühlung bringen … Sicherlich funktioniert das auch mit Kriminalgeschichten … Probieren Sie es aus!</p>
<p>In Deutschland ist das Buch „Bestie im Schatten“ von Edogawa Ranpo absofort über den Iudicium Verlag oder über den Buchhandel zu erwerben. In Japan wird das Buch in Kürze eintreffen und ist dann im OAG-Büro käuflich zu erwerben. Vorbestellungen werden gerne angenommen unter <a href="https://oag.jp/contact/">oag.jp/contact</a>.</p>
<p><a href="https://oag.jp/books/bestie-im-schatten/">oag.jp/books/bestie-im-schatten</a></p><p><a href="https://oag.jp/news/neuerscheinung-diesmal-ein-krimi/">oag.jp/news/neuerscheinung-diesmal-ein-krimi</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/07/Ankuendigung-Edogawa-auf-HP.jpg" length="122913" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bestie im Schatten | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/books/bestie-im-schatten/</link>
<guid isPermaLink="false">32805</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 02:45:07 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 16 Jul 2026 01:21:8 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/books/"><![CDATA[Publikationen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-cat/oag-books/"><![CDATA[OAG Bücher]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/armin-stein/"><![CDATA[Armin Stein]]></category>
<description><![CDATA[Aus dem Japanischen übertragen und mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen v …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/07/9783862056835-707x1024.jpg" /></figure>
<p> 273 Seiten Deutsch Iudicium Verlag München 2026 26 €; Mitglied: 3.000 ¥ / Nicht-Mitglied: 3.500 ¥; geb., <a href="https://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/386205683X/piichi-21"> 978-3-86205-683-5 (ISBN) </a><a href="https://www.iudicium.de/"> iudicium.de (Verlag) </a></p>
<p>Hinzufügen</p>
<p>Aus dem Japanischen übertragen und mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen von Armin Stein<br />(Eine Publikation der OAG Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokyo)</p>
<p>In Edogawas Erzählungen vermischen sich Elemente der Kriminalerzählung und der phantastischen Schauergeschichte. Er schafft eine Atmosphäre des Mysteriösen und Unheimlichen und erzählt von dunklen Abgründen der menschlichen Seele. Schauplätze der Handlung in seinen Werken sind zumeist die entlang des Flusses Sumidagawa im Osten des Zentrums der Metropole Tokyo gelegenen Viertel der historischen shitamachi (Unterstadt), die in der Meiji-Zeit und noch danach von Kaufleuten, Handwerkern und Arbeitern bewohnt wurden. Edogawas Erzählungen lassen das traditionelle Tokyo der einfachen Leute und ihrer bescheidenen Freuden wiederauferstehen.</p>
<p>Der japanische Schriftsteller und Literaturkritiker EDOGAWA Ranpo (eigentlich Hirai Tarō, 1894-1965) gilt als wegweisender Pionier des modernen japanischen Kriminalromans und führender Autor eines als ero-guro-nansensu bezeichneten Genres, das in den 20er und frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die literarische Welt Japans beherrschte. Ungeachtet der Tatsache, dass bizarre und fantastische Elemente seine Werke durchziehen, sind diese jedoch auch ein Spiegel der sozialen Probleme seiner Zeit. Viele seiner Geschichten wurden in andere Sprachen übersetzt und verfilmt.</p>
<p><b>Inhalt</b><br />Die Kupfermünze<br />Auftritt Osei<br />Tod eines Schlafwandlers<br />Die Doppelrolle<br />Bestie im Schatten<br />Ein Fahrschein<br />Das Karussell dreht sich<br />Der Geist<br />Der Reisende mit dem Bild<br />Nachwort des Übersetzers</p>
<p>Der Übersetzer <b>Armin Stein</b> ist Japanologe und Soziologe (M.A.). Er hat viele Jahre in Japan gelebt und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Literatur der Perioden von Taishō (1912-1926) und Shōwa (1926-1989). Neben Autoren wie Edogawa Ranpo und Dazai Osamu (1909-1948) gilt sein Interesse vor allem Leben und Werk des Schriftstellers Akutagawa Ryūnosuke (1892-1927). Im Iudicium Verlag erschienen die Sammlungen: <a href="https://www.iudicium.de/katalog/86205-009.htm">Akutagawa Ryūnosuke: Dialoge in der Dunkelheit</a> (2003), <a href="https://oag.jp/books/akutagawa-ryunosuke-die-fluten-des-sumida/">Die Fluten des Sumida</a> (2010), <a href="https://oag.jp/books/magie-erzaehlungen-reiseberichte-drehbuecher-und-stuecke/">Magie</a> (2021) und <a href="https://oag.jp/books/die-raeuber-erzaehlungen-von-alter-und-neuer-zeit/">Die Räuber</a> (2025).</p>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/07/iudicium-verlag-9783862056835-flyer-edogawa-stein-bestie-im-schatten-oag.pdf">Flyer</a></p><p><a href="https://oag.jp/books/bestie-im-schatten/">oag.jp/books/bestie-im-schatten</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/07/9783862056835.jpg" length="744530" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Prof. Dr. Harald Fuess: „Banknoten Made in Germany: Der transkulturelle Ursprung des japanischen Yen“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/prof-dr-harald-fuess-banknoten-made-in-germany-der-transkulturelle-ursprung-des-japanischen-yen/</link>
<guid isPermaLink="false">32417</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 15:00:07 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Wed, 01 Jul 2026 12:36:8 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/harald-fuess/"><![CDATA[Harald Fuess]]></category>
<description><![CDATA[Warum die ersten Yen-Geldscheine in Frankfurt am Main gedruckt wurden, ist die A …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Warum die ersten Yen-Geldscheine in Frankfurt am Main gedruckt wurden, ist die Ausgangsfrage dieses Vortrags, der die Beziehung der japanischen Regierung mit westlichen Diplomaten und Wirtschaftsunternehmen untersucht. In der Finanzkrise nach der Meiji-Restauration druckten viele staatliche und nicht-staatliche Institutionen Papiergeld für Japan, einige davon als Imitate der traditionellen ryō-Währung der neuen Regierung. Als Mittel gegen weitverbreitete Fälschungen und zur Geldaufnahme suchten Regierungsvertreter nach einer „fälschungssicheren“ technischen Lösung, die auch von westlichen Handelsvertretern anerkannt werden würde. Europa, die Vereinigten Staaten und Hongkong dienten daraufhin als Quelle der Geldproduktion, bis diese mit der Gründung der Zentralbank 1882 endgültig nationalisiert wurde. Die in Frankfurt gedruckten Yen blieben bis 1899 in Japan als Zahlungsmittel gültig. </p>
<p>Allerdings entwickelte die erstmals bei Dondorf & Naumann eingesetzte Technik und umgesetzte Ikonographie nicht nur in Japan ein Eigenleben, sondern diente später als Kolonial- und Militärwährung in Taiwan, Korea, Tsingtau, Sibirien und der Mandschurei als kulturelles und wirtschaftliches Machtmittel des japanischen Imperialismus bis in die 1930er Jahre. </p>
<p>Stichworte: Modernisierung und Imperialismus, Yen Geldscheine, Frankfurt am Main, Alexander von Siebold, Meiji Drachen</p>
<p><b>Harald Fuess</b> ist Professor für kulturelle Wirtschaftsgeschichte am Zentrum für Transkulturelle Studien an der Universität Heidelberg und Gastprofessor an dem Institut für Wissenschaftsgeschichte der Universität Tokyo.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/image001.jpg" /><figcaption>Geldscheine waren damals nicht im Querformat. Hier eine Variation von „One Yen in Gold“, Vorder- und Rückseite.</figcaption></figure>
<p><b>SOMMERZEIT!!</b><br /><b>Zeit:</b> 18.30-20.00 Uhr (Japan), 11.30-13.00 Uhr (MESZ)<br /><b>Zoom-Link:</b> <a href="https://us02web.zoom.us/j/88975497423?pwd=bl1yRcaQ79X6LY1PkbT2b01OrgNen0.1">https://us02web.zoom.us/j/88975497423?pwd=bl1yRcaQ79X6LY1PkbT2b01OrgNen0.1</a><br /><b>Meeting ID:</b> 889 7549 7423<br /><b>Passcode:</b> 079413</p>
<p>Dies ist die letzte Veranstaltung vor der Sommerpause!</p>
<li>1. Juli 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/prof-dr-harald-fuess-banknoten-made-in-germany-der-transkulturelle-ursprung-des-japanischen-yen/">oag.jp/events/prof-dr-harald-fuess-banknoten-made-in-germany-der-transkulturelle-ursprung-des-japanischen-yen</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/04/image001.jpg" length="304219" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Merle Kartscher: „Japans Kolonistinnen: Die Rolle japanischer Frauenorganisationen in Korea und Taiwan (1895‒1945)“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/merle-kartscher-japans-kolonistinnen-die-rolle-japanischer-frauenorganisationen-in-korea-und-taiwan-1895-1945/</link>
<guid isPermaLink="false">32457</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Fri, 15 May 2026 07:08:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Thu, 25 Jun 2026 03:55:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<description><![CDATA[Dieser Vortrag untersucht anhand des Beispiels der Aikoku Fujinkai (愛国婦人会, Verei …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Vortrag untersucht anhand des Beispiels der Aikoku Fujinkai (愛国婦人会, Vereinigung Patriotischer Frauen), welche Rollen Frauenorganisationen und ihre Mitglieder in den Kolonien des japanischen Kaiserreichs einnahmen. </p>
<p>Bereits von Beginn der kolonialen Expansion in den 1890er Jahren an siedelten japanische Frauen in großer Zahl nach Taiwan und Korea über. Ab 1943 war fast die Hälfte der japanischen Bevölkerung in Korea und Taiwan weiblich. Trotzdem weist die geschichtliche Forschung über die Aktivitäten und Lebenswelten dieser Frauen noch große Lücken auf. Frauen werden immer noch meist als Opfer, Zuschauerinnen oder allenfalls als passive Profiteurinnen des japanischen Imperialismus dargestellt. Ein Blick auf Organisationen wie die Aikoku Fujinkai zeigt jedoch, dass sich japanische und kolonisierte Frauen durchaus Handlungsräume innerhalb des Kolonialsystems schufen und aktiv für ihre Zwecke nutzen.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/9a4ca6c643263367f54ee496255372a7-1024x768.jpg" /><figcaption>Frauengruppe der Aikoku Fujinkai in Nagasaki, 1938</figcaption></figure>
<p>Wie auch in vielen anderen Teilen der Welt sprossen in Japan im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert eine Vielfalt an Frauenorganisationen aus dem Boden. Eine der ältesten und größten unter ihnen war die Aikoku Fujinkai. Gegründet im Jahr 1901 von Okumura Ioko (奥村五百子) zur Unterstützung der Kaiserlichen Armee durch Spenden und Hilfsgüter, eröffnete sie bald darauf Zweigstellen im kolonisierten Taiwan und Korea und begann nicht nur japanische, sondern auch taiwanesische und koreanische Frauen als Mitglieder zu rekrutieren. Vor Ort widmete sich die Aikoku Fujinkai weiterhin der Spenden- und Hilfsarbeit für Soldaten und deren Familien, weitete ihre Arbeit allerdings auch auf Sozialhilfe, Bildung und Gesundheitsversorgung insbesondere für Frauen und Kinder aus. </p>
<p>Auf Grundlage dessen diskutiert dieser Vortrag folgende Fragen: Wie kann man die Implementierung und Auswirkungen derartiger Projekte im kolonialen Kontext interpretieren? Und welches Selbstverständnis als Akteurinnen innerhalb des japanischen Kolonialreichs vertraten die Frauen der Aikoku Fujinkai?</p>
<p><b>Merle Kartscher</b> promoviert an der Harvard-Universität in moderner ostasiatischer Geschichte. Zu ihren Forschungsinteressen zählen die transnationale Geschichte des japanischen Kaiserreichs, die kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen des japanischen Imperialismus und Kolonialismus in Ostasien sowie die intellektuellen und sozialen Projekte von Frauen in diesem Kontext. In ihrer Dissertation untersucht sie die Beteiligung von Frauen am japanischen Kolonialprojekt anhand ihrer Mitgliedschaft in Frauenorganisationen in Taiwan, Korea und China. Derzeit ist sie Stipendiatin am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) in Tokyo und widmet sich der Archivforschung.</p>
<p><b>SOMMERZEIT!!</b></p>
<p><b>Zeit:</b> 18.30-20.00 Uhr (Japan), 11.30-13.00 Uhr (MESZ)<br /><b>Zoom-Link:</b> <a href="https://us02web.zoom.us/j/83625806472?pwd=aEBDACOpcaA3ryUtUgXKavJgaqEWDf.1">https://us02web.zoom.us/j/83625806472?pwd=aEBDACOpcaA3ryUtUgXKavJgaqEWDf.1</a><br /><b>Meeting ID:</b> 836 2580 6472<br /><b>Passcode:</b> 702941</p>
<li>24. Juni 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/merle-kartscher-japans-kolonistinnen-die-rolle-japanischer-frauenorganisationen-in-korea-und-taiwan-1895-1945/">oag.jp/events/merle-kartscher-japans-kolonistinnen-die-rolle-japanischer-frauenorganisationen-in-korea-und-taiwan-1895-1945</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/05/9a4ca6c643263367f54ee496255372a7.jpg" length="808583" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dr. Kenny Kuchta: „Konvergente kulturelle Evolution der Arzneipflanzennutzung in den Traditionen der Ainu und in Osteuropa“ - Dr. ケニー・クフタ：『アイヌと東ヨーロッパ伝統の薬草文化』 ― 栽培と生薬製品生産促進を望んで ― | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/dr-kenny-kuchta-konvergente-kulturelle-evolution-der-arzneipflanzennutzung-in-den-traditionen-der-ainu-und-in-osteuropa/</link>
<guid isPermaLink="false">32507</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Fri, 22 May 2026 09:30:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Mon, 29 Jun 2026 01:45:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/siebold-seminar/"><![CDATA[Siebold-Seminar]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/mahito-ohgo/"><![CDATA[Mahito Ohgo]]></category>
<description><![CDATA[Im Jahr 2026 jährt sich die Reise Siebolds zum Hofe des Shōgun zum 200. Mal. In …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2026 jährt sich die Reise Siebolds zum Hofe des Shōgun zum 200. Mal. </p>
<p>In allen Regionen der Erde hat die kulturelle Evolution der einheimischen Ethnien Arzneipflanzenanwendungen hervorgebracht, die auf den Pflanzen der jeweiligen lokalen Biotope beruhen. Das sommerwarme und feuchte Kontinentalklima（Dfb）Hokkaidōs ist nirgendwo sonst in Ostasien zu finden, dominiert aber Osteuropa. Die traditionelle Arzneipflanzennutzung der Ainu unterscheidet sich daher stark von der Kampō-Medizin der Yamato-Tradition, hat jedoch eine konvergente Entwicklung mit der Phytotherapie in Osteuropa durchlaufen. Für viele Arzneipflanzen der Ainu existieren pharmakologische oder gar klinische Forschungsergebnisse zu ihrer gleichwertigen Verwendung in Osteuropa. Es wäre wünschenswert, medizinische Lizenzen für solche Ainu-Pflanzen zu erteilen, um deren Anbau und die Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln auf Hokkaidō zu erleichtern. </p>
<p><b>Dr. Kenny Kuchta</b> studierte Biologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promovierte in Pharmazie an der Universität Leipzig. Nach einem langjährigen Japan-Aufenthalt, unter anderem als Stipendiat der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS), hat er zurzeit die Forschungsstelle für Fernöstliche Medizin in der Abteilung für Vegetationsanalyse & Phytodiversität am Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen inne.</p>
<p>Bereits seit seiner Zeit an der Universität Leipzig und Gründungsvizepräsident der dortigen Deutsch-Japanischen Gesellschaft setzt er sich aktiv für den Deutsch-Japanischen Austausch auf dem Gebiet der traditionellen japanischen Kampō-Medizin ein; dies unter anderem als Mitglied der International Society for Japanese Kampo Medicine (ISJKM), der Gesellschaft für Phytotherapie (GPT), der Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung (GA) und der Linnean Society of London, die sich mit der korrekten taxonomischen Identifikation von Pflanzen beschäftigt. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/ainu_Cut-1024x730.jpg" /><figcaption>Iomante-Bärenfest der Ainu. Chishima Shunri. Aus dem Katalog: 200 Jahre Siebold. Die Japan-Sammlungen Philipp Franz und Heinrich von Siebold. 1996, herausgegeben vom DIJ Deutsches Institut für Japanstudien.</figcaption></figure>
<p>公益社団法人OAG・ドイツ東洋文化研究協会は、1873年（明治6年）、在日ドイツ人外交官、学者、貿易商による設立以来、伝統の研究会を開催しています。シーボルト・ゼミナール（日本語使用）は、2004年、石山禎一先生により創立され、毎月一回（原則第2月曜日、7-8月休講）開催、どなたも随時参加できます。203回をむかえる講座に成長し、その存在はドイツでも知られています。シーボルト江戸参府200年記念の年に、ドイツのエキスパートをむかえての記念講演会のご案内を申し上げます。</p>
<p><b>記念講演 ：</b>　『アイヌと東ヨーロッパ伝統の薬草文化』 ― 栽培と生薬製品生産促進を望んで ―</p>
<p><b>講　　師 ：</b> 　Dr. ケニー・クフタ　ゲッティンゲン大学 漢方医学研究拠点講師</p>
<p><b>と　　き ：</b>　2026 年6月22日（月）18:30 ―19:30<br /><b>と こ ろ ：</b>　OAGドイツ文化会館　1階ホール（港区赤坂7-5-56、青山一丁目駅下車）<br /><b>か い ひ ：</b>　無料、参加申し込みは会場にて受付、（懇親会参加希望者は会費2500円）</p>
<p>　地球上のあらゆる地域の文化的展開は、その地域のビオトープに自生する植物を用いた薬草医療の伝統を生み出して来ました。北海道の夏季温暖湿潤大陸性気候（Dfb）は、東アジアでは他に例を見ませんが、東欧全域でみられます。アイヌの薬草医療は、大和の漢方とは大きく異なりますが、むしろ東ヨーロッパの薬草セラピーと相近の進化を遂げています。アイヌの薬草の多くについては、東ヨーロッパにおける同等の用途の薬理学的、さらには臨床的研究が存在します。アイヌ薬用植物に医療用認可を付与し、北海道における栽培と生薬製品の生産を促進することが望まれます（講演要旨）。</p>
<p>　講演者 Dr.ケニー・クフタ氏は、ミュンスター大学にて生物学を専攻し、ライプツィヒ大学で薬学の博士号を取得、現在ゲッチンゲン大学講師です。日独の漢方医学の交流に貢献されており、今後とも諸課題に取り組んで頂くことになります。この度の講演は、ヨーロッパと日本を結ぶ「シーボルト街道研究」への多大な問題提起でもあり、ここに改めて感謝を申し上げる次第です。</p>
<p>　</p>
<li>22. Juni 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>OAG-Saal, Erdgeschoß</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/dr-kenny-kuchta-konvergente-kulturelle-evolution-der-arzneipflanzennutzung-in-den-traditionen-der-ainu-und-in-osteuropa/">oag.jp/events/dr-kenny-kuchta-konvergente-kulturelle-evolution-der-arzneipflanzennutzung-in-den-traditionen-der-ainu-und-in-osteuropa</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2017/06/siebold-seminar-800.jpg" length="212070" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Christentum und die religiösen Traditionen in Japan Herausgegeben von Josko Kozic, Ernst Lokowandt und Xaver M. Propach, O.P. | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/books/christentum-und-die-religioesen-traditionen-in-japan-herausgegeben-von-josko-kozic-ernst-lokowandt-und-xaver-m-propach-o-p/</link>
<guid isPermaLink="false">32621</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:10:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Tue, 04 Aug 2026 00:57:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/books/"><![CDATA[Publikationen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-cat/other-books/"><![CDATA[Digitale Bücher]]></category>
<category domain="https://oag.jp/books-tag/religion/"><![CDATA[Religion]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/ernst-lokowandt/"><![CDATA[Ernst Lokowandt]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/goro-christoph-kimura/"><![CDATA[Goro Christoph Kimura]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/jan-levin-propach/"><![CDATA[Jan Levin Propach]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/josko-kozic/"><![CDATA[Josko Kozic]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/malte-rhinow/"><![CDATA[Malte Rhinow]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/marcus-tyburski/"><![CDATA[Marcus Tyburski]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/martin-heisswolf/"><![CDATA[Martin Heißwolf]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/wolfgang-herbert/"><![CDATA[Wolfgang Herbert]]></category>
<description><![CDATA[Christentum und die religiösen Traditionen in Japan Herausgegeben von Josko Kozi …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/06/3c72e5be9f6fb6e00ff4833e52b42ad7-724x1024.jpg" /></figure>
<p> 156 Seiten Deutsch 2026 0 ¥ </p>
<p>Christentum und die religiösen Traditionen in Japan</p>
<p>Herausgegeben von<br />Josko Kozic, Ernst Lokowandt und Xaver M. Propach, O.P.</p>
<p>mit Beiträgen von Martin Heißwolf, Wolfgang Herbert,<br />Goro Christoph Kimura, Josko Kozic, Ernst Lokowandt,<br />Xaver M. Propach, O.P., Malte Rhinow und Marcus Tyburski</p>
<p>Eine Publikation des Arbeitskreises „Religion“ in der<br />OAG Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens</p>
<p><a href="https://oag.jp/img/2026/06/MS_Religionen-2026-1.pdf">MS-Religionen 2026</a></p><p><a href="https://oag.jp/books/christentum-und-die-religioesen-traditionen-in-japan-herausgegeben-von-josko-kozic-ernst-lokowandt-und-xaver-m-propach-o-p/">oag.jp/books/christentum-und-die-religioesen-traditionen-in-japan-herausgegeben-von-josko-kozic-ernst-lokowandt-und-xaver-m-propach-o-p</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/06/3c72e5be9f6fb6e00ff4833e52b42ad7.jpg" length="133802" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Andreas Riessland: „Reservate der Rebellion – Was von Japans bōsōzoku-Motorradgangs übrigblieb“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/andreas-riessland-reservate-der-rebellion-was-von-japans-bosozoku-motorradgangs-uebrigblieb/</link>
<guid isPermaLink="false">32488</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 19 May 2026 03:36:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Mon, 03 Aug 2026 22:40:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/andreas-riessland/"><![CDATA[Andreas Riessland]]></category>
<description><![CDATA[Der Begriff bōsōzoku ist fester Bestandteil eines Kulturwortschatzes, der bis he …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff bōsōzoku ist fester Bestandteil eines Kulturwortschatzes, der bis heute die populäre Wahrnehmung des Alltagslebens und -erlebens der späteren Shōwa-Zeit maßgeblich kennzeichnet, und bei allen, die die Zeit zwischen den 1970er Jahren und dem Ende des Jahrhunderts in Japan miterlebt haben, dürfte die Erinnerung an den infernalischen Lärm, mit dem die Motorräder der bōsōzoku ihren Mitmenschen permanent den Schlaf raubten, bis heute unangenehme Emotionen hervorrufen.</p>
<p>Angesichts ihrer latenten Gewaltbereitschaft und ihres bewusst provokanten Verhaltens galten die bōsōzoku in der öffentlichen und vor allem der medialen Wahrnehmung über lange Zeit als das Sinnbild jugendlicher Delinquenz schlechthin. Mit der Jahrtausendwende aber schien die Ära der bōsōzoku schließlich ihrem Ende zuzugehen: Die Präsenz der Motorradgangs im Straßenbild ging seitdem spürbar zurück und Japans Nächte wurden wieder ruhiger.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/Bosozoku-2_cut.jpg" /></figure>
<p>Doch entgegen der allgemeinen Wahrnehmung findet das Phänomen bōsōzoku bis heute seinen Fortgang, wenngleich in einer anderen, weitaus sozialverträglicheren Ausformung. Wie die bōsōzoku-Subkultur sich heute in Japans Gesellschaft manifestiert, das soll in diesem Vortrag beleuchtet werden. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema und einem kursorischen Rückblick auf die Geschichte der bōsōzoku soll dabei beschrieben werden, in welchen gesellschaftlichen Nischen die bōsōzoku-Bewegung sich heute fortsetzt und wie sie sich damit den Konfrontationen der vergangenen Tage bewusst zu entziehen weiß.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/tokkofukuA-456x1024.jpg" /></figure>
<p><b>Andreas Riessland</b>, Japanologe und Anthropologe, ist Associate Professor an der Deutschen Abteilung der Nanzan-Universität in Nagoya. Wissenschaftlich setzt er sich mit dem ideologischen Zusammenspiel von Traditionsdenken, Ästhetik und Nationalismus auseinander und mit deren Manifestationen in Japans Gegenwartgesellschaft, von Produktwerbung, Naturwahrnehmung und der Politisierung des Ästhetikbegriffs bis hin zur Symbolsprache der bōsōzoku.</p>
<p><b>SOMMERZEIT!!<br />Zeit:18.30-20.00 Uhr (Japan), 11.30-13.00 Uhr (MESZ)</b><br /><b>Zoom-Link:</b> <a href="https://us02web.zoom.us/j/81870198564?pwd=HFfWbvVbBs1NLr5Obo3TWWkCMFGZCh.1">https://us02web.zoom.us/j/81870198564?pwd=HFfWbvVbBs1NLr5Obo3TWWkCMFGZCh.1</a><br /><b>Meeting ID:</b> 818 7019 8564<br /><b>Passcode:</b> 206415</p>
<li>17. Juni 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/andreas-riessland-reservate-der-rebellion-was-von-japans-bosozoku-motorradgangs-uebrigblieb/">oag.jp/events/andreas-riessland-reservate-der-rebellion-was-von-japans-bosozoku-motorradgangs-uebrigblieb</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/05/Bosozoku.jpg" length="100066" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Leslie Helm: „Robert Schinzinger: The man, his philosophy and his mission in Japan“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/leslie-helm-robert-schinzinger-the-man-his-philosophy-and-his-mission-in-japan/</link>
<guid isPermaLink="false">32465</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Mon, 18 May 2026 02:09:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Mon, 22 Jun 2026 02:09:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/robert-schinzinger/"><![CDATA[Robert Schinzinger]]></category>
<description><![CDATA[As a teacher, a writer and speaker, Robert Schinzinger was perhaps the most impo …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>As a teacher, a writer and speaker, Robert Schinzinger was perhaps the most important cultural mediator between Japan and German during his 65 Years in Japan. He taught at Osaka Kōtō Gakkō from 1923–1942, at Gakushūin from 1942–1982 and at Tōdai (Universität Tokyo) from 1942–1959. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/Mom-and-opa-at-temple-jpeg-735x1024.jpeg" /><figcaption>Robert Schinzinger and his daughter Barbara</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/opa-and-shoes-649x1024.jpeg" /><figcaption>Robert Schinzinger</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/opa-sailing-1000x1024.jpg" /><figcaption>Robert Schinzinger sailing on the Chūzenji-ko/Nikkō</figcaption></figure>
<p>In the Nazi era, he said his mission was to continue to teach the “real Germany of Goethe and Schiller” to his Japanese students. His work won him the Goethe Medal in Gold of the Goethe Institute in 1968, The Imperial order of the Rising Sun in 1969, and the grand BVK (Bundesverdienstkreuz) in 1986, the Grand Cross Medal of Merit presented to him by the German president for his role in improving German-Japanese relations. The German-Japanese dictionary he wrote together with several colleagues was for decades the most commonly used dictionary by German students of Japan. As President of the German East Asiatic Society (OAG) he played an important role over many decades. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/IMG_0013_cut-746x1024.jpg" /><figcaption>Robert Schinzinger</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/Stammbaum-cut-mit-Farbe-1024x558.jpg" /></figure>
<p><b>Leslie Helm</b> will talk about how his Grandfather was shaped by his early life and the unique ways in which he engaged with students as well as the broader German community in Japan.<br />Leslie Helm is the grandson of Robert Schinzinger. He has an MA in Asian Studies from the University of California, Berkeley, and an MS in Journalism from Columbia University. He was Tokyo Correspondent for many years first at Business Week and later at the Los Angeles Times and Business Week in the early 1980s and early 1990s, and was later executive editor at two business publications in Seattle. He is the author of Yokohama Yankee: My Family’s Five Generations as Outsiders in Japan.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/05/13591948.jpg" /><figcaption>Leslie Helm: „Yokohama Yankee“</figcaption></figure>
<p>Helm has been working on his grandfather’s memoir together with his cousin Barbara Schinzinger over the past two years. The work sparked an interest in his German heritage and last year Helm took a one-month intensive course in Germany at the Goethe Institute and spent several weeks traveling in Germany and researching his German part of the family.</p>
<p><b>Book review of</b><br />Leslie Helm<br />Yokohama Yankee<br />My Family´s Five Generations As Outsiders In Japan<br />(Sebastian Hofstetter M.A.)</p>
<p>in OAG Notizen September 2013<br /><a href="https://oag.jp/books/oag-notizen-september-2013/">https://oag.jp/books/oag-notizen-september-2013/</a><br /><a href="https://oag.jp/img/images/reports/rez-Hofstetter.pdf">Rez-Hofstetter</a></p>
<h4>Video-Mitschnitt</h4>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/1202686868?dnt=1&app_id=122963?portrait=0&title=0&byline=0" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin"></iframe></p>
<li>12. Juni 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Englisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/leslie-helm-robert-schinzinger-the-man-his-philosophy-and-his-mission-in-japan/">oag.jp/events/leslie-helm-robert-schinzinger-the-man-his-philosophy-and-his-mission-in-japan</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/05/Stammbaum-cut-mit-Farbe.jpg" length="392495" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Uwe Makino: „Mikoshiba und Yadegawa – Bewegungsprofile der Altsteinzeit“ | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/uwe-makino-mikoshiba-und-yadegawa-bewegungsprofile-der-altsteinzeit/</link>
<guid isPermaLink="false">32346</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 07:26:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Fri, 19 Jun 2026 01:25:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/vortraege/"><![CDATA[Vorträge]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/uwe-makino/"><![CDATA[Uwe Makino]]></category>
<description><![CDATA[Die Menschen, die vor 40.000 Jahren auf die japanischen Inseln kamen, führten ei …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschen, die vor 40.000 Jahren auf die japanischen Inseln kamen, führten ein nomadisches Leben, und die „Inseln“ waren noch durch Eismassen verbunden. Auf Hokkaidō gab es Mammuts und Elche, im Süden den Naumann-Elefanten, Bison und Riesenhirsch. Die Jäger der Altsteinzeit jagten neben der Riesenfauna wohl vor allem Wildschweine, Rehe und Bären. Der archäologische Befund ist unter den besonderen japanischen Bedingungen (d.h.: saurer vulkanischer Boden) allerdings äußerst karg, außer Waffen und Werkzeugen aus Stein haben wir nicht viel in der Hand, um das Leben der Nomaden am Ende der letzten Eiszeit zu rekonstruieren.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/IMG20260405134845-a-811x1024.jpg" /><figcaption>Speerspitzen („points“) aus der Stätte Mikoshiba, Material: Obsidian bzw. Schiefer. Wohl etwa 17.000 Jahre alt</figcaption></figure>
<p>Der Vortrag stellt die Geräte der japanischen Altsteinzeit, ihre Herstellung und Nutzung vor. Das Rohmaterial waren Steine wie Obsidian, Schiefer, Chert und Andesit, deren Sammelstätten Aufschluss geben über das Bewegungsprofil. Die Jäger der Eiszeit bewegten sich in weitgehend autarken Kleingruppen am Wasser, sie jagten und sammelten Steine für ihre Werkzeuge. Saisonal wurden vielleicht Nüsse und Beeren gesammelt. Gelegentlich kamen sie zum Tauschen zusammen, was am Ende der Eiszeit in Yadegawa und Mikoshiba (Nagano-ken) nahegelegt wird. Diese Ruinen stehen im Zentrum des Vortrags.</p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/IMG20260304143400-1-739x1024.jpg" /><figcaption>Steinbeile (Mikoshiba)</figcaption></figure>
<p>Wie kommt es aber, dass man hier Steine nachgewiesen hat, die über 200 Kilometer entfernt, zum Beispiel auf den Inseln Kōzushima oder Sado, gesammelt wurden? Warum leistete man sich diesen Luxus? Die kargen Fakten laden ein zu vielfältiger Hypothesenbildung, und auch fast 70 Jahre nach der Entdeckung von Mikoshiba gibt es noch keine allgemein anerkannte Deutung der Stätte.<br /><b><br />Uwe Makino</b> lebt seit 1990 in Japan und lehrt Deutsch als Fremdsprache an der Chūō-Universität (Tokyo).<br />Publikationen u.a. zu Kriegsverbrechen (Nanking) und zu den Ainu. Seit einigen Jahren forscht er zur Ochotsk-Kultur und zur Jōmon-Kultur.</p>
<h4>Video-Mitschnitt</h4>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/1202011134?dnt=1&app_id=122963?portrait=0&title=0&byline=0" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write; encrypted-media; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin"></iframe></p>
<li>10. Juni 2026, <b>18:30</b>–<b>20:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Online (via Zoom) + OAG-Bibliothek</li>
<li>Eintritt frei</li>
<li>Deutsch</li><p><a href="https://oag.jp/events/uwe-makino-mikoshiba-und-yadegawa-bewegungsprofile-der-altsteinzeit/">oag.jp/events/uwe-makino-mikoshiba-und-yadegawa-bewegungsprofile-der-altsteinzeit</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/04/IMG20260405134919-a.jpg" length="360634" type="image/jpeg" />
</item>
<item>
<title><![CDATA[Besuch des japanischen Volkstheaters Taishū Engeki. Leitung: Prof. Dr. Susanne Schermann | OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)]]></title>
<link>https://oag.jp/events/besuch-des-japanischen-volkstheaters-taishu-engeki/</link>
<guid isPermaLink="false">32338</guid>
<dc:creator><![CDATA[oag.jp]]></dc:creator>
<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 15:00:06 +0000</pubDate>
<lastPubDate>Sat, 08 Aug 2026 06:37:7 +0000</lastPubDate>
<category domain="https://oag.jp/events/"><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/tags/exkursionen/"><![CDATA[Exkursionen]]></category>
<category domain="https://oag.jp/people/susanne-schermann/"><![CDATA[Susanne Schermann]]></category>
<description><![CDATA[Als Ergänzung zu dem Vortrag über Taishū Engeki im Dezember des Vorjahres sowie …]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Als Ergänzung zu dem Vortrag über Taishū Engeki im Dezember des Vorjahres sowie zur Vorführung des Films „Confetti“ (Mabuta no tenkōsei, 2023, Regie: Fujita Naoya) im Februar haben Sie nun die Gelegenheit, eine Theatervorstellung mit anschließendem Gespräch mit einem Schauspieler zu besuchen. Eine deutsche Mitarbeiterin des Theaters wird uns dabei zusätzliche Einblicke geben.</p>
<p>Eine typische Aufführung des Taishū Engeki besteht aus zwei Teilen: einem meist traditionellen Theaterstück (häufig ein sewamono) sowie einer anschließenden Tanz- und Bühnenshow. Da sich das Programm nahezu täglich ändert, wissen wir im Voraus nicht genau, was wir sehen werden. Die Theatertruppen bleiben jeweils etwa einen Monat lang an einem Ort – sie leben während dieser Zeit auch im Theater – und ziehen danach weiter. Bei unserem Besuch tritt die Truppe Gekidan Bihō auf.</p>
<p><a href="https://www.shinohara-engeki.jp/shinohara/843/">https://www.shinohara-engeki.jp/shinohara/843/</a></p>
<p>Im Mittelpunkt steht weniger das Stück als vielmehr die Darstellerinnen und Darsteller selbst. Während der Bühnenshow bringen Fans ihre Begeisterung durch Geschenke zum Ausdruck – häufig kleine oder größere Fächer aus Zehntausend-Yen-Noten (!), aber auch Geldkuverts oder Sachgeschenke. In der Pause werden zudem manchmal Glitzerketten (ca. 1000 Yen) verkauft, die man überreichen kann. Im Foyer gibt es darüber hinaus oft Fan-Artikel wie Handtücher oder Kalender mit den Künstlern.</p>
<p>Eine Aufführung dauert einschließlich Pause etwa drei Stunden. Im Anschluss verabschieden sich die Darsteller vor dem Theater persönlich vom Publikum, und viele Fans nutzen die Gelegenheit für einen Händedruck oder ein gemeinsames Foto – ein echtes Volkstheater also, in dem die Distanz zwischen Bühne und Publikum bewusst gering gehalten wird.</p>
<p>Das heutige Taishū Engeki geht auf die Tradition der Wanderschauspieltruppen zurück, die weiterzogen, sobald das Interesse des Publikums nachließ. Im Unterschied zu heute verfügten diese Truppen meist nur über ein einziges Programm. Feste Spielstätten etablierten sich erst in der Nachkriegszeit. Viele davon mussten jedoch seit den 1960er-Jahren, insbesondere unter dem Einfluss des Fernsehens, schließen. Seit etwa 20 Jahren entwickeln sich neue, oft spektakuläre Darstellungsformen, die zum Fortbestehen dieser Theaterform beitragen. Auch durch den Film „Confetti“ ist das Interesse des Publikums wieder gestiegen.</p>
<p>Wir besuchen das „Shinohara Engeijō“ in Jūjō, das 1951 gegründet wurde und als traditionsreichste der drei verbliebenen Taishū-Engeki-Bühnen in Tokyo gilt. Die beiden anderen sind das „Mokubakan“ in Asakusa und das „Keyaki-za“ in Tachikawa.</p>
<p>Wir treffen uns am Bahnhof Jūjō und schlendern zunächst durch die pittoreske Einkaufspassage Jūjō-Ginza, die noch an die Shōwa-Zeit erinnert. Dort können Sie sich auch mit einem Snack versorgen. </p>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/IMG_2444-1024x768.jpeg" /><figcaption>Impressionen aus der Einkaufspassage Jūjō-Ginza, 1</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/IMG_2436-1024x768.jpeg" /><figcaption>Impressionen aus der Einkaufspassage Jūjō-Ginza, 2</figcaption></figure>
<figure><img src="https://oag.jp/img/2026/04/IMG_2438-768x1024.jpeg" /><figcaption>Impressionen aus der Einkaufspassage Jūjō-Ginza, 3</figcaption></figure>
<p>Im Theater selbst gibt es ebenfalls eine Cafeteria, deren hausgemachte Onigiri besonders beliebt sind. Diese dürfen – ganz im Sinne der japanischen Theatertradition – auch während der Vorstellung auf den Plätzen verzehrt werden. Nach der Vorstellung haben wir die Möglichkeit, mit einem Darsteller zu sprechen und Fotos zu machen.</p>
<p>Die Aufführung erfolgt auf Japanisch. Dank der vorangehenden Erläuterungen auf Deutsch wird auch der erste Teil verständlich sein. Für den zweiten Teil sind meist keine Japanischkenntnisse erforderlich. Persönlich empfehle ich, gegebenenfalls Ohrenstöpsel mitzubringen, da die Lautstärke bei manchen Aufführungen recht hoch sein kann. </p>
<p><b>Ablauf </b><br />10.30 Uhr Treffen am Nordausgang des Bahnhofs JR Jūjō<br />11.20 Uhr Ankunft im Theater Shinohara Engeijō<br />11.40 Uhr Deutschsprachige Erklärung zum Inhalt des ersten Teils<br />12.00 Uhr Beginn der Vorstellung<br />13.30 Uhr Pause, deutschsprachige Erklärung zum zweiten Teil<br />15.00 Uhr Ende der Vorstellung, Treffen mit dem Darsteller<br />16.00 UhrEnde</p>
<p>Zur Vorbereitung könnten Sie die Information zum Vortrag vom 10.12.2025<br />„Populär, aber kaum bekannt: Das japanische Volkstheater Taishū Engeki“ auf der Webseite der OAG und auch den Vortrag als Video über den Link am Ende der Seite ansehen.<br /><a href="https://oag.jp/events/prof-dr-susanne-schermann-populaer-aber-kaum-bekannt-das-japanische-volkstheater-taishu-engeki/">oag.jp/events/das-japanische-volkstheater-taishu-engeki</a></p>
<li>6. Juni 2026, <b>10:30</b>–<b>16:00</b><b> Uhr</b></li>
<li>Nordausgang des Bahnhofs JR Jūjō (Saikyō-Linie, zweite Station nach Ikebukuro)</li>
<li>Eintritt inkl. Reservierung und Sonderprogramm OAG-Mitglieder: 3.000 Yen Nicht-Mitglieder: 3.500 Yen</li>
<li>Deutsch/Japanisch</li><p><a href="https://oag.jp/events/besuch-des-japanischen-volkstheaters-taishu-engeki/">oag.jp/events/besuch-des-japanischen-volkstheaters-taishu-engeki</a></p>]]></content:encoded>
<enclosure url="http://oag.jp/img/2026/04/8.jpg" length="723217" type="image/jpeg" />
</item>
</channel>
</rss>
