OAG – Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens (Tokyo)

Arbeitskreise

Arbeitskreis für die Geschichte der OAG

Der im Mai 2003 eingerichtete „Ausschuss für die Geschichte der OAG“ (seit 7/2010: Arbeitskreis) zielt darauf ab, die bisher nur bruchstückhaft vorliegende Geschichte der OAG zu vervollständigen und in Buchform zu veröffentlichen. Insbesondere für die Jahre 1933-45 ist die bisherige Überlieferung (Schinzinger, von Weegmann: Die Geschichte der OAG 1873 – 1980, 1982) sehr unvollständig. Im Zuge dieses auf einige Jahre angelegten Projekts sollen zunächst die in Tokyo und Kobe vorhandenen Unterlagen gesichtet werden. Darüber hinaus ist eine systematische Befragung der älteren Mitglieder (,oral history’) beabsichtigt. Um ein adäquates Bild der OAG zeichnen zu können, müssen schließlich auch die Nachlässe der für die Geschichte der OAG bedeutenden Personen sowie Dokumente aus den Archiven verschiedener Organisationen und Behörden (z.B. Asiatic Society of Japan, Monbukagakusho, beide Auswärtigen Ämter, die Deutsch-Japanische Gesellschaft oder auch die NSDAP-AO) analysiert werden. Ziel ist es, eine kritische Gesamtdarstellung der Vereinsgeschichte zu erstellen. Diese soll sowohl die deutsch-japanischen Beziehungen als auch die Entstehungsgeschichte der deutschen Japanforschung mitberücksichtigen.

Mitglieder

  • Prof. Dr. Christian W. Spang (Vorsitzender)
  • Prof. Dr. Sven Saaler
  • Prof. Dr. Rolf-Harald Wippich

Arbeitskreis Zweisprachigkeit

Im Anschluss an die erste OAG Veranstaltung zu zweisprachiger Erziehung hat sich im Herbst 2009 die OAG Forschungsgruppe Bilingualität formiert. Die Gruppe trifft sich einmal monatlich zum Gedankenaustausch. Die Motivation ist wissenschaftlicher Art. Vertreten sind in der Gruppe sowohl Sprachwissenschaftler als auch Psychologen und Pädagogen sowie an der Materie interessierte Eltern von zwei- oder mehrsprachig aufwachsenden Kindern. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die spezifischen Bedingungen und Phänomene zweisprachig deutsch-japanisch aufwachsender Kinder und Jugendlicher in Augenschein zu nehmen. Gegenwärtig arbeitet die Forschungsgruppe daran, in einem Feldversuch zu dokumentieren, in welcher Weise die bilingual aufwachsenden Schüler der Deutschen Schule Tokyo Yokohama (DSTY) ihre Deutschkenntnisse erwerben. Hierbei geht es nicht um Sprache als alltägliches Kommunikationsmittel, sondern um den Erwerb der sogenannten „akademischen Sprache“, d.h. Sprache bedeutet hier: mündliche und schriftliche Sprachkompetenz sowie Lesefähigkeit. Wir werden uns eingehend mit der These beschäftigen, wonach die beiden „Mutter“sprachen bilingualer Individuen einander beeinflussen und zwar ungeachtet dessen, ob diese Sprachen nun verwandte Sprachen sind oder nicht. Um zu ermitteln, ob diese These bei den DSTY Schülern zutreffend ist, werden auch die Japanischkenntnisse der Probanden an der DSTY untersucht werden.

Koordinatorin

  • Roswitha Ulrich-Ando

Arbeitskreis Japanischer Film der Gegenwart

In dem OAG-Arbeitskreis „Japanischer Film der Gegenwart“ sollen in regelmäßigen Abständen, etwa vier bis sechs Mal im Jahr während der Vorlesungszeiten der Universitäten, neuere japanische Filme von einem der Teilnehmer vorgestellt und in Ausschnitten gezeigt und analysiert werden. Mittelfristig ist geplant, ein Symposium zum japanischen Film der Gegenwart zu organisieren und die Vorträge in geeigneter Form zu publizieren. Es ist weiter daran gedacht, nach Möglichkeit japanische Regisseure oder Fachleute einzuladen. Die Arbeitsgemeinschaft soll auch allen Interessenten offen stehen, deren japanische Sprachkenntnisse nicht reichen, um einen Film auf Japanisch verstehen zu können. Ebenfalls sind alle Interessenten herzliche willkommen, die noch nicht Mitglied der OAG sind. Weiter soll Wissenschaftlern aus dem deutschsprachigen Raum, die sich zu Forschungszwecken in Japan aufhalten, die Möglichkeit offen stehen, in Kooperation mit dem Arbeitskreis Workshops zu organisieren oder Vorträge zu halten.

Der Arbeitskreis findet seit Mai 2015 nicht mehr als OAG-Veranstaltung statt.